Am die Schwester Rosalie. Würzburg, den lllSS Dezember 33. Wurzburg, 11 December 1833
Ich muss Dir gestehen, meine einzige Rosalie, dass Dein Brief einen unendlichen Eindruck auf mich gemacht hat, da er in einer Zeit kam, in der der einzige Grund meines Schweigens gegen Euch nur der war, dass ich vor einem gewissen Schamgefühl nicht wusste, wie ich vor Euch treten sollte. Ich musste beinah vermuthen, dass es Euch nach den Opfern, die Ihr mir gebracht hattet, äusserst unangenehm sei, den Zweck derselben nicht erreicht zu sehen, und Ihr mir vielleicht gar Qber die Art und Weise zürntet, mit der ich Huch Nachricht über jene fehlgeschlagene Erwartung gab. Ach, ich war gewissermassen so niedergedrückt, wenn ich Eurer gedachte, wenn ich zu fühlen glaubte, wie Ihr Euch den Zweck meines Aufenthaltes dahier vorstelltet, über dessen Erfolg Ihr doch noch so gar keine Ahnung haben konntet. Ich kann Dir gar nicht beschreiben, wie sehr mich dergleichen beängstigende Vorstellungen quälten, je grösser ihr Kontrast war mit den Gefühlen, mit denen mich meine täglichen Arbeiten an me...