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Haslick 1863 Richard Wagner’s Nibelungen.

EDUARD HANSLICK Sämtliche Schriften Historisch-kritische Ausgabe Band I, 6 Aufsätze und Rezensionen 1862-1863 herausgegeben und kommentiert von Dietmar Strauß Unter Mitarbeit von Bonnie Lomnäs EDUARD HANSLICK Obras Completas: Edição Histórico-Crítica Volume I, 6 Ensaios e Resenhas 1862–1863 Editado e anotado por Dietmar Strauß Com a colaboração de Bonnie Lomnäs Eduard Hanslick - Sämtliche Schriften. Historisch-kritische Ausgabe - Band I/6: Aufsätze und Rezensionen 1862-1863 Publication date 2008 p.329-338 Presse, 7. 7. 1863 Richard Wagner’s Nibelungen. Ed. H. Als wir jüngst, gelegentlich der Grundsteinlegung des neuen Opernhauses, ein Gesammtgastspiel der vorzüglichsten Sänger von ganz Deutschland anregten, da ahnten wir nicht, daß wir in diesem Lieblingswunsch mit niemand Geringerem als Richard Wagner zusammengetroffen waren. In der That dringt auch Wagner aufeinen großartigen Congreß aller Gesangs-Notabilitäten Deutschlands; nur den Zweck desselben denkt jeder von uns sich etwas vers...

Das Wiener Hof-Operntheater: (Separat-Abdruck aus dem "Botschafter") Richard Wagner jan. de 1863 · Gerold & Sohn

Das Wiener Hof-Operntheater: (Separat-Abdruck aus dem "Botschafter") Richard Wagner jan. de 1863 · Gerold & Sohn Dem mir befreundeten Redakteur des „Botschafter“ war vor längerer Zeit schon näher bekannt geworden, wie angelegentlich ich mich mit Reformplänen für das Theater überhaupt trug, als eine neuerliche vertraute Unterhaltung uns Veranlassung gab, im Besonderen die Möglichkeiten einer gedeihlichen Wirksamkeit des kaiserlichen Hofoperntheaters in Betracht zu ziehen: meine Ansichten und Rathschläge dünkten meinem Freunde so leichtverständlich und praktisch, daß er wünschte, ich möchte das Gesagte schriftlich für den „Botschafter“ näher ausführen. Ich versprach dies; doch auch seitdem verging eine geraume Zeit. Es ist immer mißlich für den Sachverständigen, sich nicht gegen die kompetenten Behörden, die etwa seine Meinung über einen vorliegenden Fall zu hören verlangten, sondern publizistisch auf das Gerathewohl über Dinge auszusprechen, die, weil sie auf eine bedenkli...

Haslick Presse, 18. 10. 1863 Richard Wagner über das Hofoperntheater

EDUARD HANSLICK Obras Completas: Edição Histórico-Crítica Volume I, 6 Ensaios e Resenhas 1862–1863 Editado e anotado por Dietmar Strauß Com a colaboração de Bonnie Lomnäs p.379-384  Presse, 18. 10. 1863 Richard Wagner über das Hofoperntheater Ed. H. Richard Wagner hat vor wenigen Tagen in Wien eine Reihe von Betrachtungen über das Wiener Hofoperntheater nebst Vorschlägen zur Reformirung desselben veröffentlicht. Was ein geistreicher Mann und erfahrener Kenner des gesammten Bühnenwesens, wie Richard Wagner es ist, über unsere Opernbühne urtheilt, verdient von vornherein ernste Aufmerksamkeit. Durch die Art und Weise aber, wie der Componist des „Lohengrin“ sich seiner kritischen Aufgabe entledigte, hat er - wir gestehen es bereitwillig — unsere Erwartungen auf das angenehmste übertroffen. Kein einsichtsvoller Leser wird protestiren, wenn sich Wagner am Schluß seiner Untersuchung rühmt, „durchaus nur practisch ausführbare Reformen“ vorgeschlagen zu haben. Was Wagner zur besseren Organ...

Wagner, Richard: An Herrn F. Stade, Dr. phil., in: Musikalisches Wochenblatt 2 (1871), Nr. 3 (13. Jan.), S. 33[a]–35[a].

Wagner, Richard: An Herrn F. Stade, Dr. phil., in: Musikalisches Wochenblatt 2 (1871), Nr. 3 (13. Jan.), S. 33[a]–35[a]. An Herrn F. Stade, Dr. phil.Geehrtester Herr! Für die freundliche Zusendung Ihrer Abhandlung über das „Musikalisch-Schöne“ des Herrn Hanslick in Wien bin ich meinen Dank, so wie eine Antwort auf das werthe Schreiben, mit welchem Sie diese Zusendung begleiteten, bisher Ihnen noch schuldig geblieben. Diese Versäumniss hat sich bis heute hingezogen, wo ich andererseits durch den mir bewährten freundlichen Eifer des Herausgebers des „Musikalischen Wochenblattes“ mich veranlasst fühle, auch diesem meine Erkenntlichkeit zu beweisen, was mir durch einen kleinen Beitrag für sein Blatt am Geeignetsten erzielt scheinen darf. Dieses Zusammentreffen brachte mich nun auf den Gedanken, welchen ich hiermit ausführe, indem ich, was ich auf Ihre freundliche Annäherung etwa zu erwidern haben möchte, in einer öffentlichen Mittheilung an Sie für das Blatt unseres Herrn Fritzsch niederl...

Carta a Franz Liszt, 8. Juni 1849.

An Franz Liszt, Weimar. Reuil, 18. Juni 1849. Liebster Freund! Bald ist es vier Wochen her, daß ich meine Frau verließ, und noch habe ich nicht die mindeste Nachricht von ihr erhalten: meine Pein und Niedergeschlagenheit ist groß! - Ich muß einen neuen häuslichen Herd gewinnen, sonst ist es aus mit mir: mein Herz ist größer als mein Verstand. Mit Belloni bin ich genau zu Rate gegangen und bin mit ihm zu folgender Ansicht und dem daraus sich ergebenden Entschluß gelangt: In Paris bin ich jest ganz unnük: meine Sache ist eine Oper für Paris zu schreiben, zu allem anderen bin ich untauglich. Dieser Zweck läßt sich nicht im Sturm erreichen; im glücklichen Falle habe ich in einem halben Jahre die Dichtung, in einem und einem halben Jahre die Ausführung. In Paris und ohne Häuslichkeit - ich will sagen: Herzens-ruhe kann ich nichts arbeiten: ich muß einen neuen Punkt gewinnen, wo ich daheim bin und mir vornehmen kann, daheim zu bleiben. Als solchen Punkt habe ich mir Zürich erlesen: meiner Fr...