Entwurf zur Organisation eines deutschen National-Theaters für das Königreich Sachsen. 1849



Die Mittheilung der vorliegenden, ziemlich umfangreichen Arbeit dürfte manchen meiner Leser belästigen, denn, will er mir überall hin folgen, so hat er dießmal mit mir sich auf ein ziemlich trockenes Feld zu verlieren, auf welchem es bis zur Berechnung in Zahlen kommt. Vielleicht rührt es ihn aber, mich selbst zu der Nöthigung auf solchem Gebiete mir ein Heil für meine Kunst aufzusuchen, gedrängt zu sehen, und scheuet die Mühe anzuerkennen, welche ich mir vor Zeiten bereits gab, um dieser Kunst einen würdigen Boden im Staate selbst zu verschaffen. Gewiß dürfte vor Allem Viele es angehen, einige Kenntniß von der Veranlassung zu dieser Arbeit und namentlich von dem Schicksale derselben zu gewinnen.

Es war in der Zeit vom Jahre 1848 zu 1849, wo Alles auf Reform gerichtet zu sein schien, als ich meine Gedanken darüber ausbildete, wie auch das Theater und die Musik durch jenen Geist gehoben werden könnten. Diese Gedanken zu einem vollständigen Reorganisations-Entwurfe im Betreff des Dresdener Hoftheaters auszuarbeiten, sah ich mich aber ganz besonders veranlaßt, als ich wahrnahm, in welchem Sinne die damals im Königreiche Sachsen neugewählte radikale Abgeordnetenkammer die königliche Civilliste zu examiniren gesonnen war: mir wurde hinterbracht, daß unter Anderem die Subvention für das Hoftheater, als eine luxuriöse |Unterhaltungsanstalt, gestrichen werden solle. Ich faßte daher den Entschluß, den Herrn Minister des Inneren, dessen Verwaltung die Kunstanstalten des Landes anvertraut waren, durch Mittheilung meines schnell auszuarbeitenden Entwurfes in den Stand zu setzen, dem Vorhaben der Landesabgeordneten im richtigen Sinne entgegentreten zu können, indem er ihnen zwar im Betreff der Beurtheilung der gegenwärtigen Wirksamkeit des Theaters Recht gab, sie aber darüber belehrte, wie ein Theater sehr wohl einer vorzüglichen Unterstützung durch den Staat würdig zu machen sei. Somit galt es mir nicht nur, das Theater zu retten, sondern zugleich unter dem Schutze und der Beaufsichtigung des Staates es einer edlen Bedeutung und Wirksamkeit erst zuzuführen. Der Minister, der biedere Herr Martin Oberländer, wollte meinen Gedanken begreifen; nur versprach er mir wenig Erfolg, wenn ich darauf bestünde, den Entwurf als Antrag von Seiten der königlichen Regierung an die Abgeordneten gebracht zu sehen, denn er fürchte, von Seiten des Hofes für die ganze Sache keine gute Aufnahme zu finden: man würde dort immer nur eine zugedachte Schmälerung von Vorrechten, wie z. B. die Intendantenstelle nicht mehr durch einen Hofmann besetzen zu dürfen, erkennen, und nimmermehr die Initiative zu solchen Maaßregeln ergreifen wollen. – Während ich demzufolge schwankte, ob ich so weit gehen sollte, den Antrag auf Übertragung des Theaters von der königlichen Civilliste auf das Staats-Budget einem der Abgeordneten anzuvertrauen, trat (im Mai 1849) die politische Katastrophe ein, welche allen gründlichen Reformideen für längere Zeit eine starre Schranke setzte.

Als ich späterhin von Herrn Oberländer mein Manuscript mir zurückerbat, ersah ich aus mehreren darin angebrachten Randbemerkungen, daß mein Entwurf in den Kreisen, denen der Minister ihn mittheilen zu müssen geglaubt hatte, mit Hohn aufgenommen worden war. Jedenfalls erkannte ich, daß die Befürchtung eines dem Theater nachtheiligen Angriffes auf dasselbe von Seiten der Ab|geordneten, welche zu meinem Vorgange mich veranlaßt hatte, in jenen Kreisen für gänzlich unnöthig gehalten worden war, da man bereits besser wußte, wie gegen dergleichen Übergriffe zu verfahren sein würde.

Auch mit dem Theater sollte es beim Alten bleiben. –

Daß ich für meine Ideen mir nun gründlicher zu helfen suchte, und lieber an das Chaos, als an das Bestehende mich halten zu müssen glaubte, wird dem Leser des dritten Bandes dieser Sammlung nicht entgehen; durch eine lange Reihe von Jahren hindurch wird er mich aber in der steten Wiederaufnahme dieses einen Kulturgedankens, dem Theater eine wahre Würde zu geben, begriffen sehen, und vielleicht in Verwunderung über die Ausdauer gerathen, mit welcher ich für diesen Gedanken stets den zufällig nur nahe gelegten Umständen mich durch praktische Vorschläge anzupassen suchte. Daß ich hiermit nie Beachtung fand, wird ihn vielleicht ebenfalls in Verwunderung setzen. –

Nach dieser Vorbemerkung folge denn mein Entwurf selbst. –


A apresentação desta obra bastante extensa pode incomodar alguns dos meus leitores, pois, se desejarem acompanhar-me em todos os detalhes, encontrar-se-ão, desta vez, perdidos em um campo um tanto árido, onde até mesmo os cálculos são transformados em números. Talvez, porém, se comovam ao me verem compelido a buscar uma solução para a minha arte em tal contexto, e hesitem em reconhecer o esforço que já fiz, há algum tempo, para assegurar uma base sólida para esta arte dentro do próprio Estado. Certamente, será de interesse para muitos, sobretudo, conhecer as razões que levaram a esta obra e, em particular, o seu destino.


Foi durante o período de 1848 a 1849, quando tudo parecia convergir para a reforma, que desenvolvi minhas ideias sobre como o teatro e a música também poderiam ser elevados por esse espírito. Senti-me particularmente compelido a desenvolver essas ideias em um plano completo de reorganização para o Teatro da Corte de Dresden quando soube que a recém-eleita Câmara dos Deputados, de tendência radical, no Reino da Saxônia, pretendia examinar a Lista Civil Real: fui informado de que, entre outras coisas, o subsídio para o Teatro da Corte, enquanto instituição de entretenimento de luxo, seria cortado. Resolvi, portanto, permitir que o Ministro do Interior, a quem as instituições artísticas do país estavam confiadas, preparasse rapidamente minha proposta preliminar para que ele pudesse efetivamente contrariar as intenções dos deputados. Embora reconhecendo a avaliação que faziam da eficácia atual do teatro, expliquei como um teatro poderia, de fato, tornar-se digno de um apoio estatal substancial. Assim, meu objetivo não era apenas salvar o teatro, mas também, sob a proteção e supervisão do Estado, elevá-lo a um patamar de nobre importância e eficácia. O ministro, o íntegro Sr. Martin Oberländer, queria entender minha ideia; Contudo, ele me prometeu pouco sucesso se eu insistisse em apresentar o rascunho aos deputados como uma proposta formal do governo real, pois temia que toda a questão não fosse bem recebida pela corte. Eles sempre a veriam como uma proposta de redução de privilégios, como a proibição de nomear um cortesão como intendente, e jamais estariam dispostos a tomar a iniciativa para tais medidas. Consequentemente, enquanto eu hesitava em confiar a proposta de transferência do teatro da lista civil real para o orçamento do Estado a um dos deputados, ocorreu a catástrofe política (em maio de 1849), que impôs uma barreira rígida a todas as ideias de reforma profunda por um período considerável.


... Quando posteriormente solicitei meu manuscrito de volta ao Sr. Oberländer, constatei, por meio de diversas anotações marginais, que minha proposta havia sido recebida com escárnio nos círculos aos quais o ministro se sentiu compelido a comunicá-la. Em todo caso, percebi que o temor de um ataque ao teatro por parte dos representantes que haviam instigado minha ação fora considerado totalmente infundado naqueles círculos, visto que eles já sabiam lidar melhor com tais transgressões.


As coisas deveriam permanecer como estavam com o teatro. –


Que eu agora buscava um apoio mais sólido para minhas ideias e acreditava que deveria me apegar ao caos em vez da ordem vigente, não passará despercebido ao leitor do terceiro volume desta coletânea. Por muitos anos, ele me viu perseguindo incessantemente esta ideia cultural: conferir verdadeira dignidade ao teatro. Ele pode ter se surpreendido com a perseverança com que sempre busquei adaptar minhas ideias às circunstâncias que porventura se apresentassem, oferecendo sugestões práticas. O fato de eu nunca ter recebido qualquer atenção por isso também pode surpreendê-lo. –


Após esta observação preliminar, minha proposta propriamente dita será apresentada. –


|In der theatralischen Kunst vereinigen sich, mit mehrer oder minderer Betheiligung, sämmtliche Künste zu einem so unmittelbaren Eindruck auf die Öffentlichkeit, wie ihn keine der übrigen Künste für sich allein hervorzubringen vermag. Ihr Wesen ist Vergesellschaftung mit Bewahrung des vollsten Rechtes der Individualität. – Die ungemeine Wirkung ihrer Leistungen auf den Geschmack und die Sitten der Nation ist zu verschiedenen Zeiten von den Vertretern des Staates lebhaft erkannt worden, und es ist ihr durch sie, namentlich in Frankreich, der unmittelbare Schutz des Staates durch eine Organisation zu Theil geworden, welche ihre Produktivität dermaßen gefördert hat, daß jetzt noch die französische Theaterkunst als tonangebend für Europa betrachtet werden muß. – In Deutschland hat diese Kunst stets in einem Kampfe zwischen dem höheren geistigen Bedürfnisse der Nation und dem niederern der materiellen Existenz gelegen. Nach vereinzelten Versuchen, in diesem Kampfe würdig zu entscheiden, von denen der des Kaisers Joseph II. der edelste war, haben endlich seit der denkwürdigen Epoche des Wiener Kongresses die Fürsten Deutschlands es für ihre gemeinsame Aufgabe erachtet, in ihren Residenzen das Theater unter ihre unmittelbare Obhut zu stellen: – die materielle Seite der Kunst ist dabei aber einzig gediehen, weil dafür in den fürstlichen Kassen reichliche Sorge getragen wurde; der ent|scheidende Umstand aber, daß an die Spitze der Verwaltung Männer aus dem Hofstaate berufen wurden, bei denen es nie in Frage kam, ob sie in der theatralischen Kunst speziell sachverständig seien, hat das geistige Interesse derselben auf das Empfindlichste beeinträchtigt. Die höhere geistige Mitthätigkeit der Nation mußte von einem Institute ausgeschlossen bleiben, dessen verwaltende Behörde eine der Nation unverantwortliche war: der Intendant war nur dem Fürsten verantwortlich; in dem persönlichen Geschmacke des Fürsten, zumal aber auch in dem Grade seiner Theilnahme für das Theater, lag die einzige Gewährleistung für den Geist der Leitung eines Kunstinstitutes, welches, wie kein anderes, der Ausdruck der höheren geistigen Thätigkeit der gesammten Nation zu sein beansprucht. – Alle Übel, die hieraus entstehen konnten, haben sich zur vollsten Genüge herausgestellt; bei Vermehrung des äußeren Glanzes ist die innere Hohlheit und entsittlichende Zwecklosigkeit theatralischer Leistungen in ihrer größeren Gesammtheit so weit gestiegen, daß die Ansicht, in dem Theater nur eine kostspielige Unterhaltungsanstalt zu sehen, eine verachtungsvolle Theilnahmlosigkeit der Nation hervorgerufen hat, in welcher gegenwärtig die Frage aufgeworfen wird, wie in bedrängten Zeiten ein solches müssiges Institut denn die Unterstützung durch die Civilliste zu beanspruchen im Rechte sein könnte?

Na arte teatral, todas as artes se unem, em maior ou menor grau, para criar uma impressão tão imediata no público que nenhuma outra arte consegue produzi-la sozinha. Sua essência é uma síntese que preserva o pleno direito à individualidade. O extraordinário impacto de suas realizações no gosto e na moral da nação foi vividamente reconhecido por representantes do Estado em diversas ocasiões, e recebeu, particularmente na França, a proteção direta do Estado por meio de uma organização que fomentou sua produtividade de tal forma que a arte teatral francesa ainda deve ser considerada a principal força na Europa. Na Alemanha, essa arte sempre esteve presa em uma luta entre as necessidades espirituais superiores da nação e as necessidades mais básicas de sua existência material. Após tentativas isoladas de se chegar a uma decisão digna nessa luta, a mais nobre das quais foi a do Imperador José II, os príncipes da Alemanha finalmente consideraram seu dever comum, a partir do memorável Congresso de Viena, colocar o teatro em suas residências sob seus cuidados diretos. O aspecto material das artes floresceu somente porque havia ampla provisão para ele nos cofres principescos. Contudo, a circunstância decisiva de que homens da corte eram nomeados para chefiar a administração, homens que nunca demonstraram possuir qualquer conhecimento específico em artes teatrais, prejudicou severamente o seu desenvolvimento intelectual. A participação intelectual mais ampla da nação foi inevitavelmente excluída de uma instituição cujo corpo administrativo não prestava contas à nação: o diretor respondia apenas ao príncipe. A única garantia para o espírito da gestão de uma instituição artística que, como nenhuma outra, se propõe a ser a expressão da mais alta atividade intelectual de toda a nação, residia no gosto pessoal do príncipe, e especialmente no grau de seu envolvimento com o teatro. Todos os males que poderiam advir disso manifestaram-se plenamente. Embora o esplendor exterior tenha aumentado, o vazio interior e a falta de propósito desmoralizante das apresentações teatrais, em sua totalidade, aumentaram a tal ponto que a visão do teatro como um mero estabelecimento de entretenimento caro provocou uma apatia desdenhosa na nação, na qual se levanta atualmente a questão de como, em tempos de crise, uma instituição tão ociosa poderia merecer o apoio da Lista Civil?




Aus diesem öffentlich kundgegebenen Bedenken wird es allein schon ersichtlich, wie weit gegenwärtig das Theater hinter seiner höheren Aufgabe zurückgeblieben ist, und wie wichtig es ist, die rechte Lösung dieser Aufgabe fortan gegen jeden verderblichen Einfluß sicher zu stellen. Diese Sicherung kann sich nur die gesammte Nation selbst stellen, indem das Institut ihrer vollen freien Betheiligung übergeben, somit zum Nationaltheater erklärt wird: – die Überwachung des höchsten sittlichen Grundgesetzes des Theaters muß der obersten verantwortlichen Behörde des Landes zugetheilt werden; diese Behörde ist das Ministerium des Kultus.

|Bemühen wir uns, die höchste Anforderung des Staates an die Wirksamkeit des Theaters in einen bündigen Ausdruck zusammenzufassen, so können wir heute noch keine schönere Bezeichnung für dieselbe finden, als den Ausspruch Kaiser Joseph’s:

„Das Theater soll keine andere Aufgabe haben, als auf die Veredelung des Geschmackes und der Sitten zu wirken.“

Die Verantwortlichkeit für stete Aufrechterhaltung dieses Grundsatzes soll daher der Minister übernehmen; – in der Gewalt des Ministers kann diese Verantwortlichkeit aber nur dann liegen, wenn er in die Organisation des Theaters die volle, freie Betheiligung der geistigen und sittlichen Kräfte der Nation einschließt, so daß er wiederum die Nation sich für sich selbst verantwortlich macht. Die nächste Pflicht des Ministers ist es daher, eine solche Organisation in das Leben zu rufen; wir glauben hiermit eine vollkommen zweckmäßige in Folgendem vorzuschlagen, wobei zunächst für die sofortige praktische Ausführbarkeit derselben die Höhe derjenigen Subvention festgehalten werden soll, wie sie sich gegenwärtig für das Hoftheater zu Dresden auf der Civilliste S. Maj. des Königs angegeben befindet.

Wir beginnen mit dem bisherigen Hoftheater zu Dresden. Dieß soll fortan heißen:

Deutsches Nationaltheater zu Dresden.






A partir dessa preocupação expressa publicamente, fica claro o quanto o teatro está atualmente aquém de seu propósito maior e a importância de salvaguardar o cumprimento adequado desse propósito, de agora em diante, contra qualquer influência corruptora. Essa salvaguarda só pode ser garantida por toda a nação, confiando a instituição à sua participação plena e livre, declarando-a, assim, o Teatro Nacional: – a supervisão do princípio moral supremo do teatro deve ser atribuída à mais alta autoridade responsável do país; essa autoridade é o Ministério da Cultura.


Se nos esforçarmos para resumir a exigência máxima do Estado para a eficácia do teatro em uma expressão concisa, não encontraremos termo mais preciso hoje do que a declaração do Imperador José:


"O teatro não deve ter outra tarefa senão contribuir para o refinamento do gosto e da moral."


A responsabilidade pela constante defesa desse princípio deve, portanto, ser assumida pelo Ministro; essa responsabilidade só estará ao alcance do Ministro se ele incluir na organização do teatro a participação plena e livre das forças intelectuais e morais da nação, tornando, assim, a nação responsável por si mesma. O dever imediato do Ministro é, portanto, estabelecer tal organização; acreditamos estar propondo uma perfeitamente adequada, observando-se, em primeiro lugar, para sua implementação prática imediata, o valor da subvenção atualmente prevista para o Teatro da Corte de Dresden na Lista Civil de Sua Majestade o Rei.


Começaremos com o atual Teatro da Corte de Dresden. Doravante, este será denominado:


Teatro Nacional Alemão em Dresden.






Die bei diesem Theater zunächst Betheiligten sind:

I. als unmittelbar thätig: die Schauspieler und Sänger,

II. als mittelbar thätig: die Bühnendichter und Komponisten des Landes.


Os principais envolvidos neste teatro são:

I. Envolvidos diretamente: os atores e cantores,

II. Envolvidos indiretamente: os dramaturgos e compositores do país.



I. Die Schauspieler und dramatischen Sänger bilden das unmittelbar thätige Personal des Nationaltheaters. Sie werden für den Zweck ihrer Darstellung zunächst unterstützt durch den Theatermeister und das übrige praktische Hülfspersonal. Sie insgesammt werden von dem Direktor ausschließlich |angestellt und entlassenihre Gehalte nach freier Übereinkunft zwischen ihnen und diesem festgestellt. Ihre Versorgung im Alter und bei eintretender Unfähigkeit versichern sie sich gegenseitig selbst durch fortwährende Beisteuer in einen Versorgungsfonds, wie er jetzt besteht: – eine gleichmäßige Einrichtung für sämmtliche deutsche Nationaltheater ist zu erzielen. Das gesammte aktive Personal ist den Anordnungen des Direktors und der von ihm bestellten Regisseure unterworfen.

I. Os atores e cantores dramáticos constituem o corpo docente ativo do Teatro Nacional. Para a realização de suas apresentações, contam inicialmente com o apoio do diretor de palco e dos demais assistentes. Todos são contratados e demitidos exclusivamente pelo diretor, e seus salários são definidos em livre acordo entre eles e o diretor. Garantem, em conjunto, sua própria previdência na velhice e em caso de invalidez por meio de contribuições contínuas para um fundo de pensão, como o existente atualmente: – busca-se um sistema uniforme para todos os Teatros Nacionais da Alemanha. Todo o corpo docente ativo está sujeito às instruções do diretor e dos diretores de palco por ele nomeados.


II. Mittelbar thätig verhalten sich zum Theater die dramatischen Dichter und Komponistendie Schöpfungen ihrer Kunst sind der Lebensstoff des Theaters: – in dem Grade ihrer Betheiligung an dem Theater im Allgemeinen soll ihnen daher auch Betheiligung an der Verwaltung desselben zugemessen werden, da zumal sie es sind, welche das aufgestellte Grundprinzip des Theaters am nächsten zu wahren und zu vertreten haben.

II. Poetas e compositores dramáticos estão indiretamente envolvidos no teatro: as criações de sua arte são a essência do teatro; – na medida de sua participação no teatro em geral, deve-se, portanto, conceder-lhes também participação em sua administração, visto que são eles que têm a maior responsabilidade de defender e representar o princípio fundamental estabelecido do teatro.


Alle Bühnendichter und Komponisten des Vaterlandes zunächst sollen daher in einen Verein zusammentreten, in welchem sie sich nach eigenem Ermessen durch Aufnahme von Litteraten und Musikern, auch wenn sie nicht unmittelbar für die Bühne thätig sind, verstärken können, um somit fähig zu sein, die volle künstlerische und wissenschaftliche Thätigkeit der Nation in sich zu vertreten. Dieser Verein begründet sich in Zweig-Vereinen durch das ganze Land und in jeder Stadt, in welcher sich genug Litteraten und Musiker vorfinden, um sich als Zweigverein zu konstituiren.

Die natürliche Aufgabe des Gesammtvereins ist, von seinem Standpunkte aus über die Erhaltung der ästhetischensittlichen und nationalen Reinheit des Nationaltheaters zu wachen; die Kritik also, welche bisher außerhalb des Institutes, ihm daher gegenüber gestellt war, soll somit innerhalb und im mitbetheiligten Interesse desselben ausgeübt werden. Die dem Publikum vorgeführten theatralischen Vorstellungen sollen durch die umfassendste Kritik der Intelligenz des Landes so weit von den Mängeln experimentaler Spekulation gereinigt sein, daß nach bestem Ermessen der vorhandenen Fähigkeit das vollendete Kunstwerk sogleich dem Genusse der Öffentlichkeit geboten wird, das Publikum somit von vornherein in seine rechte, unverkümmerte Stellung zu dem Kunstwerke tritt, seine Betheiligung also nach vollkommen freiem Ermessen aussprechen kann. (Das unmoralische Gewerbe der Theater-Rezensenten wird hierdurch aufgehoben werden.)

Portanto, todos os dramaturgos e compositores da nação devem, antes de mais nada, unir-se em uma associação na qual possam, a seu critério, ampliar suas fileiras admitindo escritores e músicos, mesmo aqueles não diretamente envolvidos com o teatro, para que possam representar toda a atividade artística e acadêmica da nação. Essa associação será estabelecida por meio de sociedades filiais em todo o país e em cada cidade onde houver um número suficiente de escritores e músicos para formar uma sociedade filial.


A tarefa natural da associação central é salvaguardar, de sua perspectiva, a pureza estética, moral e nacional do teatro nacional; assim, a crítica, que até agora tem sido dirigida a fora da instituição e, portanto, contra ela, será exercida dentro dela e em seu próprio interesse comum. As peças teatrais apresentadas ao público devem ser tão completamente purificadas das falhas da especulação experimental pela intelectualidade do país, por meio da crítica mais abrangente, que, na medida do possível, a obra de arte finalizada seja imediatamente oferecida ao público para apreciação. Dessa forma, o público estabelece desde o início uma relação adequada e imaculada com a obra de arte, podendo expressar sua participação com total liberdade. (A profissão imoral de crítico teatral será, assim, abolida.)



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