Der Nibelungen-Mythus. Als Entwurf zu einem Drama. (1848.)
Entstehung
Den vorliegenden Text verfasste Wagner im Herbst 1848 als Vorstudie zu seinem Opernprojekt Siegfried’s Tod. Die früheste Erwähnung des Vorhabens findet sich in Eduard Devrients Tagebucheintrag vom 1. April 1848: „Er [Wagner] erzählte mir einen neuen Opernplan aus der Siegfriedsage“ (Devrient Tagebücher, Bd. 1, S. 427). Die autographen Textzeugen A1 und A2 sind auf den 4. bzw. 8. Oktober datiert. Wenig später verfasste Wagner einen Prosaentwurf zu Siegfried’s Tod als „Oper in drei Akten“ (WWV 86D, Text II, S. 393).
Der Text war zunächst nicht zur Veröffentlichung bestimmt; auch in der ersten Inhaltsplanung einer Gesamtausgabe, die Wagner in den späten 1850er Jahren notierte, blieb er noch unberücksichtigt.[*] Aufgeführt wird er hingegen in der „Anordnung der Gesammtausgabe meiner Schriften“, die Wagner am 26. April 1868 niederschrieb (Braunes Buch, S. 149). Erstmals im Druck erschien der Text schließlich 1871 im zweiten Band der Gesammelten Schriften und Dichtungen (D1).
Offenbar war es Wagner nicht möglich, die Reinschrift A2, die er zwischenzeitlich an Mathilde Wesendonck verschenkt hatte, als Vorlage für D1 heranzuziehen. Stattdessen verwendete er zu diesem Zweck eine Kopistenabschrift (K) der früheren Textfassung A1.
Origem
Wagner escreveu o presente texto no outono de 1848 como um estudo preliminar para seu projeto de ópera A Morte de Siegfried. A primeira menção ao projeto encontra-se na entrada do diário de Eduard Devrient de 1º de abril de 1848: "Ele [Wagner] me contou sobre um novo plano de ópera baseado na saga de Siegfried" (Diários de Devrient, Vol. 1, p. 427). Os manuscritos autógrafos A1 e A2 são datados de 4 e 8 de outubro, respectivamente. Pouco depois, Wagner escreveu um rascunho em prosa de A Morte de Siegfried como uma "ópera em três atos" (WWV 86D, Texto II, p. 393).
O texto não foi inicialmente concebido para publicação; Mesmo no esboço inicial de uma edição completa, que Wagner redigiu no final da década de 1850, o texto permaneceu sem ser considerado.[*] No entanto, ele está incluído na "Organização da Edição Completa de Meus Escritos", que Wagner transcreveu em 26 de abril de 1868 (Brown Book, p. 149). O texto finalmente apareceu impresso pela primeira vez em 1871, no segundo volume de Escritos e Poemas Reunidos (D1).
Aparentemente, Wagner não pôde usar a cópia definitiva A2, que ele havia dado a Mathilde Wesendonck, como base para D1. Em vez disso, ele usou uma transcrição copista (K) da versão anterior do texto, A1, para esse fim.
Wagner, Richard: Der Nibelungen-Mythus. Als Entwurf zu einem Drama. (1848.), in: Gesammelte Schriften und Dichtungen, Bd. 2, Leipzig: E. W. Fritzsch, 1871, S. 201–214.
|Der Nibelungen-Mythus.Als Entwurf zu einem Drama.
(1848.)|
|Dem Schooße der Nacht und des Todes entkeimte ein Geschlecht, welches in Nibelheim (Nebelheim), d. i. in unterirdischen düsteren Klüften und Höhlen wohnt: sie heißen Nibelungen; in unsteter, rastloser Regsamkeit durchwühlen sie (gleich Würmern im todten Körper) die Eingeweide der Erde; sie glühen, läutern und schmieden die harten Metalle. Des klaren edlen Rheingoldes bemächtigte sich Alberich , entführte es den Tiefen der Wässer und schmiedete daraus mit großer, listiger Kunst einen Ring, der ihm die oberste Gewalt über sein ganzes Geschlecht, die Nibelungen, verschaffte: so wurde er ihr Herr, zwang sie, für ihn fortan allein zu arbeiten, und sammelte den unermeßlichen Nibelungenhort , dessen wichtigstes Kleinod der Tarnhelm, durch den jede Gestalt angenommen werden konnte, und den zu schmieden Alberich seinen eigenen Bruder, Reigin (Mime-Eugel), gezwungen hatte. So ausgerüstet strebte Alberich nach der Herrschaft über die Welt und Alles in ihr Enthaltene.
Das Geschlecht der Riesen, der trotzigen, gewaltigen, urgeschaffenen, wird in seinem wilden Behagen gestört: ihre ungeheure Kraft, ihr schlichter Mutterwitz reicht gegen Alberich’s herrschsüchtige Verschlagenheit nicht mehr aus: sie sehen mit Sorge die Nibelungen wunderbare |Waffen schmieden, die in den Händen menschlicher Helden einst den Riesen den Untergang bereiten sollen. – Diesen Zwiespalt benutzte das zur Allherrschaft erwachsende Geschlecht der Götter. Wotan verträgt mit den Riesen, den Göttern die Burg zu bauen, von der aus sie sicher die Welt zu ordnen und zu beherrschen vermögen; nach vollendetem Bau fordern die Riesen als Lohn den Nibelungenhort. Der höchsten Klugheit der Götter gelingt es, Alberich zu fangen; er muß ihnen sein Leben mit dem Horte lösen; den einzigen Ring will er behalten: – die Götter, wohl wissend, daß in ihm das Geheimniß der Macht Alberich’s beruhe, entreißen ihm auch den Ring: da verflucht er ihn; er soll das Verderben Aller sein, die ihn besitzen. Wotan stellt den Hort den Riesen zu, den Ring will er behalten, damit seine Allherrschaft zu sichern: die Riesen ertrotzen ihn, und Wotan weicht auf den Rath der drei Schicksalsfrauen (Nornen), die ihn vor dem Untergange der Götter selbst warnen.
Nun lassen die Riesen den Hort und den Ring auf der Gnita-(Neid-)Haide von einem ungeheuren Wurme hüten. Durch den Ring bleiben die Nibelungen mit Alberich zugleich in Knechtschaft. Aber die Riesen verstehen nicht, ihre Macht zu nützen; ihrem plumpen Sinne genügt es, die Nibelungen gebunden zu haben. So liegt der Wurm seit uralten Zeiten in träger Furchtbarkeit über dem Hort: vor dem Glanz des neuen Göttergeschlechtes verbleicht und erstarrt machtlos das Riesengeschlecht, elend und tückisch schmachten die Nibelungen in fruchtloser Regsamkeit fort. Alberich brütet ohne Rast über die Wiedererlangung des Ringes.
In hoher Thätigkeit ordneten nun die Götter die Welt, banden die Elemente durch weise Gesetze, und widmeten sich der sorgsamsten Pflege des Menschengeschlechtes. Ihre Kraft steht über Allem. Doch der Friede, durch den sie zur Herrschaft gelangten, gründet sich nicht auf Versöhnung: er ist durch Gewalt und List vollbracht. Die Absicht ihrer höheren Weltordnung ist sittliches Bewußtsein: das Unrecht, das sie verfolgen, haftet aber an ihnen selber. Aus den Tiefen Nibelheims |grollt ihnen das Bewußtsein ihrer Schuld entgegen: denn die Knechtschaft der Nibelungen ist nicht zerbrochen; die Herrschaft ist nur Alberich geraubt, und zwar nicht für einen höheren Zweck, sondern unter dem Bauche des müßigen Wurmes liegt nutzlos die Seele, die Freiheit der Nibelungen begraben: Alberich hat somit in seinen Vorwürfen gegen die Götter Recht. Wotan selbst kann aber das Unrecht nicht tilgen, ohne ein neues Unrecht zu begehen: nur ein, von den Göttern selbst unabhängiger, freier Wille, der alle Schuld auf sich selbst zu laden und zu büßen im Stande ist, kann den Zauber lösen, und in dem Menschen ersehen die Götter die Fähigkeit zu solchem freien Willen. In den Menschen suchen sie also ihre Göttlichkeit überzutragen, um seine Kraft so hoch zu heben, daß er, zum Bewußtsein dieser Kraft gelangend, des göttlichen Schutzes selbst sich entschlägt, um nach eigenem freien Willen zu thun, was sein Sinn ihm eingiebt. Zu dieser hohen Bestimmung, Tilger ihrer eigenen Schuld zu sein, erziehen nun die Götter den Menschen, und ihre Absicht würde erreicht sein, wenn sie in dieser Menschenschöpfung sich selbst vernichteten, nämlich in der Freiheit des menschlichen Bewußtseins ihres unmittelbaren Einflusses sich selbst begeben müßten. Mächtige menschliche Geschlechter, von göttlichem Samen befruchtet, blühen nun bereits: in Streit und Kampf stählen sie ihre Kraft; Wotan’s Wunschmädchen schirmen sie als Schildjungfrauen, als Walküren geleiten sie die im Kampf Gefallenen nach Walhalla, wo die Helden in Wotan’s Genossenschaft ein herrliches Leben unter Kampfspielen fortsetzen. Immer ist aber der rechte Held noch nicht geboren, in dem die selbstständige Kraft zum vollen Bewußtsein gelangen soll, so daß er fähig sei, aus freiem Willen die Todesbüßung vor den Augen, seine kühnste That sein eigen zu nennen. Im Geschlecht der Wälsungen soll endlich dieser Held geboren werden: eine unfruchtbar gebliebene Ehe dieses Geschlechtes befruchtete Wotan durch einen Apfel Holda’s, den er das Ehepaar genießen ließ: ein Zwillingspaar, Siegmund und Sieglinde (Bruder und Schwester) entspringen der Ehe. Siegmund nimmt ein Weib, Sieglinde vermählt sich einem | Manne (Hunding); ihre beiden Ehen bleiben aber unfruchtbar: um einen ächten Wälsung zu erzeugen, begatten sich nun Bruder und Schwester selbst. Hunding, Sieglinde’s Gemahl, erfährt das Verbrechen, verstößt sein Weib und überfällt Siegmund mit Streit. Brünnhild , die Walküre, schützt Siegmund gegen Wotan’s Geheiß, welcher dem Verbrechen zur Sühne ihm den Untergang beschieden hat; schon zückt unter Brünnhild’s Schild Siegmund zu dem tödtlichen Streiche auf Hunding das Schwert, welches Wotan ihm einst selbst geschenkt, als der Gott den Streich mit seinem Speer auffängt, woran das Schwert in zwei Stücken zerbricht. Siegmund fällt. Brünnhild wird von Wotan für ihren Ungehorsam gestraft: er verstößt sie aus der Schaar der Walküren, und bannt sie auf einen Felsen, wo sie, die göttliche Jungfrau, dem Manne vermählt werden soll, der dort siefindet und aus dem Schlafe erweckt, in den Wotan sie versenkt; sie erfleht sich als Gnade, Wotan möge den Felsen mit Schrecken des Feuers umgeben, damit sie sicher sei, daß sie nur der kühnste Held gewinnen können würde. – Die verstoßene Siegelinde gebiert in der Wildniß nach langer Schwangerschaft Siegfried (der durch Sieg Friede bringen soll): Reigin (Mime), Alberich’s Bruder, ist, als Sieglinde in den Wehen schrie, aus Klüften zu ihr getreten, und hat ihr geholfen: nach der Geburt stirbt sie, nachdem sie Reigin ihr Schicksal gemeldet, und den Knaben diesem übergeben hat. Reigin erzieht Siegfried, lehrt ihn schmieden, meldet ihm den Tod seines Vaters, und verschafft ihm die beiden Stücken von dessen zerschlagenem Schwerte, aus welchen Siegfried unter Mime’s Anleitung das Schwert (Balmung) schmiedet. Nun reizt Mime den Jüngling zur Erlegung des Wurmes, wodurch er sich ihm dankbar erzeigen soll. Siegfried begehrt zuvor den Mord seines Vaters zu rächen: er zieht aus, überfällt und tödtet Hunding: hiernach erst erfüllt er Mime’s Wunsch, bekämpft und erschlägt den Riesenwurm. Als er seine vom Blute des Wurmes erhitzten Finger zur Kühlung in den Mund führt, kostet er unwillkürlich von dem Blute und versteht dadurch plötzlich die Sprache der Wald|vögel, welche um ihn herum singen. Sie preisen Siegfried’s ungeheure That, verweisen ihn auf den Nibelungenhort in des Wurmes Höhle, und warnen ihn vor Mime, der ihn nur verwendet habe, um zu dem Horte zu gelangen, und der nun nach seinem Leben trachte, um den Hort für sich allein zu behalten. Siegfried erschlägt hierauf Mime, und nimmt von dem Horte den Ring und die Tarnkappe: er vernimmt die Vögel wieder, welche ihm rathen, das herrlichste Weib, Brünnhild, zu gewinnen. Siegfried zieht nun aus, erreicht die Felsenburg Brünnhilde’s, dringt durch das umlodernde Feuer, erweckt Brünnhild; sie erkennt freudig Siegfried, den herrlichsten Helden vom Wälsungenstamme, und ergiebt sich ihm: er vermählt sich ihr durch den Ring Alberich’s, den er an ihren Finger steckt. Als es ihn forttreibt, zu neuen Thaten auszuziehen, theilt sie ihm ihr geheimes Wissen in hohen Lehren mit, warnt ihn vor den Gefahren des Truges und der Untreue: sie schwören sich Eide und Siegfried zieht fort.
Ein zweiter, auch von Göttern entsprossener Heldenstamm ist der der Gibichungen am Rhein: dort blühen jetzt Gunther und Gudrun, seine Schwester. Gunther’s Mutter, Grimhild , ward einst von Alberich überwältigt, und sie gebar von ihm einen unehelichen Sohn, Hagen . Wie die Wünsche und Hoffnungen der Götter auf Siegfried beruhen, setzt Alberich seine Hoffnung der Wiedergewinnung des Ringes auf den von ihm erzeugten Helden Hagen. Hagen ist bleichfarbig, ernst und düster; frühzeitig sind seine Züge verhärtet; er erscheint älter als er ist. Alberich hat ihm in seiner Kindheit bereits geheimes Wissen und Kenntniß des väterlichen Schicksales beigebracht, und ihn gereizt, nach dem Ringe zu streben: er ist stark und gewaltig; dennoch erschien er Alberich nicht mächtig genug, den Riesenwurm zu tödten. Da Alberich machtlos geworden, konnte er seinem Bruder Mime nicht wehren, als dieser durch Siegfried den Hort zu erlangen suchte: Hagen soll nun aber Siegfried’s Verderben herbeiführen, um diesem in seinem Untergange den Ring abzugewinnen. Gegen Gunther und Gudrun ist Hagen verschlossen, – sie fürchten ihn, aber schätzen |seine Klugheit und Erfahrung: das Geheimniß einer wunderbaren Herkunft Hagen’s, und daß er nicht sein ächter Bruder, ist Gunther bekannt: er schilt ihn einmal einen Albensohn.
Gunther ist von Hagen darüber belehrt, daß Brünnhild das begehrenswertheste Weib sei, und zu dem Verlangen nach ihrem Besitze von ihm angereizt, als Siegfried zu den Gibichungen an den Rhein kommt. Gudrun, durch das Lob, welches Hagen Siegfried spendet, in Liebe zu diesem entbrannt, reicht auf Hagen’s Rath Siegfried zum Willkommen einen Trank, durch Hagen’s Kunst bereitet und von der Wirksamkeit, daß er Siegfried seiner Erlebnisse mit Brünnhild und seiner Vermählung mit ihr vergessen macht. Siegfried begehrt Gudrun zum Weibe: Gunther sagt sie ihm zu, unter der Bedingung daß er ihm zu Brünnhild verhelfe. Siegfried geht darauf ein: sie schließen Blutbrüderschaft und schwören sich Eide, von denen Hagen sich ausschließt. – Siegfried und Gunther begeben sich auf die Fahrt und gelangen zu Brünnhild’s Felsenburg: Gunther bleibt im Schiffe zurück; Siegfried benutzt zum ersten und einzigen Male seine Macht als Herr der Nibelungen, indem er den Tarnhelm aufsetzt, und durch ihn sich Gunther’s Gestalt und Aussehen verschafft; so dringt er durch die Flammen zu Brünnhild. Diese, durch Siegfried bereits des Magdthumes beraubt, hat auch ihre übermenschliche Kraft eingebüßt, alles Wissen hat sie an Siegfried – der es nicht nützt – vergeben –; sie ist ohnmächtig wie ein gewöhnliches Weib, und vermag dem neuen, kühnen Werber nur fruchtlosen Widerstand zu bieten; er entreißt ihr den Ring – durch den sie nun Gunther vermählt sein soll –, und zwingt sie in den Saal, wo er die Nacht neben ihr schläft, zu ihrer Verwunderung jedoch sein Schwert zwischen sie Beide legt. Am Morgen bringt er sie zum Schiffe, wo er seine Stelle zu ihrer Seite unvermerkt von dem wahren Gunther einnehmen läßt, und durch die Kraft des Tarnhelmes sich schnell an den Rhein zur Gibichenburg versetzt. Gunther erreicht mit Brünnhild, welche ihm in düsterem Schweigen folgt, auf dem Rheine die Heimath: Siegfried, an Gudrun’s Seite, und |Hagen empfangen die Ankommenden. – Brünnhild ist entsetzt, da sie Siegfried als Gudrun’s Gemahl erblickt: seine kalte, freundliche Gelassenheit ihr gegenüber macht sie staunen; da er sie an Gunther zurückweist, erkennt sie den Ring an seinem Finger: sie ahnt den Betrug, der ihr gespielt, und fordert den Ring, der nicht ihm gehöre, sondern den Gunther von ihr empfangen: er verweigert ihn. Sie fordert Gunther auf, den Ring von Siegfried zu begehren: Gunther ist verwirrt und zögert. Brünnhild: so empfing Siegfried den Ring von ihr? Siegfried, der den Ring erkannt, „von keinem Weib empfing ich ihn; den hat meine Kraft dem Riesenwurm abgewonnen; durch ihn bin ich der Nibelungen Herr, und Keinem trete ich seine Macht ab“. Hagen tritt dazwischen und frägt Brünnhild, ob sie genau den Ring kenne? Sei es ihr Ring, so habe ihn Siegfried durch Trug gewonnen, und er könne nur Gunther, ihrem Gemahle, gehören. Brünnhild schreit laut auf über den Betrug, der ihr gespielt; der fürchterlichste Rachedurst erfüllt sie gegen Siegfried. Sie ruft Gunther zu, daß er von Siegfried betrogen: „nicht dir – diesem Manne bin ich vermählt, er gewann meine Gunst“. – Siegfried schilt sie ehrvergessen: seiner Blutbrüderschaft sei er treu gewesen, – sein Schwert habe er zwischen Brünnhild und sich gelegt: – er fordert sie auf, dieß zu bezeugen. – Absichtlich und nur auf sein Verderben bedacht will sie Siegfried nicht verstehen: er lüge und berufe sich schlecht auf sein Schwert Balmung, das sie ruhig an der Wand hängen gesehen, als er in Liebe bei ihr lag. – Die Männer und Gudrun bestürmen Siegfried, die Anklage von sich abzuweisen, wenn er es vermöge. Siegfried schwört feierliche Eide zur Bekräftigung seiner Aussage. Brünnhild schilt ihn meineidig: so viele Eide, ihr und Gunther, habe er geschworen, die er gebrochen: nun schwöre er auch einen Meineid, um eine Lüge zu bekräftigen. Alles ist in höchster Aufregung. Siegfried ruft Gunther zu, seinem Weibe zu wehren, die schamlos ihre und ihres Gatten Ehre verlästere: er entfernt sich mit Gudrun in den Saal. – Gunther, in tiefster Scham und furchtbarer Verstimmung, |hat sich mit verhülltem Gesicht abseits niedergesetzt: an Brünnhild, dem schrecklichsten inneren Sturme preisgegeben, tritt Hagen heran. Er bietet sich ihr zum Rächer ihrer Ehre an: sie verlacht ihn als ohnmächtig, Siegfried zu bewältigen: ein Blick aus seinem strahlenden Auge, das selbst durch jene trügerische Gestalt zu ihr geleuchtet, vermöge Hagen’s Muth zu brechen. Hagen: wohl kenne er Siegfried’s furchtbare Stärke, drum solle sie ihm sagen, wie er zu bewältigen wäre? Sie, die Siegfried gefeit und durch geheimen Segen ihn gegen Wunden gewaffnet hat, räth nun Hagen, ihn im Rücken zu treffen; denn da sie wußte, daß der Held nie dem Feinde den Rücken bieten würde, habe sie an diesem den Segen gespart. – Gunther muß den Mordplan kennen. Sie rufen ihn auf, seine Ehre zu rächen: Brünnhild bedeckt ihn mit den Vorwürfen der Feigheit und des Betruges; Gunther erkennt seine Schuld, und die Nothwendigkeit, durch Siegfried’s Tod seine Schande zu enden. Er erschrickt, sich des Bruches der Blutbrüderschaft schuldig zu machen. Brünnhild höhnt ihn mit bitterem Schmerz: was sei an ihr nicht Alles verbrochen worden? Hagen reizt Gunther durch die Aussicht auf die Erlangung des Ringes der Nibelungen, den Siegfried wohl nur im Tode werde fahren lassen. Gunther willigt ein; Hagen räth eine Jagd auf morgen, dabei solle Siegfried überfallen, und vielleicht Gudrun selbst sein Mord verheimlicht werden; um sie war Gunther besorgt: Brünnhilde’s Rachelust schärft sich in der Eifersucht auf Gudrun. So wird von den Dreien Siegfried’s Mord beschlossen. – Siegfried erscheint mit Gudrun festlich geschmückt in der Halle, lädt zum Opfer und zur Hochzeitsfeier ein. Heuchlerisch gehorchen die Verschworenen: Siegfried und Gudrun freuen sich des anscheinend wiedergekehrten Friedens.
Am folgenden Morgen geräth Siegfried in der Verfolgung eines Wildes in die Einsamkeit einer Felsenschlucht am Rhein. Drei Meerfrauen tauchen aus der Fluth auf: sie sind weissagende Töchter der Wassertiefe, der einst von Alberich das klare Rheingold entrissen, um aus ihm den mächtigen, verhängnißvollen Ring zu schmieden: der Fluch und die Macht dieses Ringes würde vernichtet sein, wenn er dem|Wasser zurückgegeben und somit in das ursprüngliche reine Element wieder aufgelöst würde. Die Frauen trachten nach dem Ringe und begehren ihn von Siegfried, der ihn verweigert. (Er hat schuldlos die Schuld der Götter übernommen, ihr Unrecht büßt er an sich durch seinen Trotz, seine Selbstständigkeit.) Sie verkünden ihm Unheil und den Fluch, der an dem Ringe haftet: er soll ihn in die Fluth werfen, sonst müsse er heute noch sterben. Siegfried: „ihr listigen Frauen sollt mich nicht um meine Macht betrügen: den Fluch und euer Drohen achte ich nicht eines Haares werth. Wozu mein Muth mich treibt, das ist mir Urgesetz, und was ich nach meinem Sinne thue, das ist mir so bestimmt: nennt ihr dieß Fluch oder Segen, ich gehorche ihm und strebe nicht wider meine Kraft.“ Die Frauen: „willst du die Götter übertreffen?“ Siegfried: „Zeigtet ihr mir die Möglichkeit, die Götter zu bewältigen, so müßte ich nach meinem Muthe sie bekämpfen. Drei weisere Frauen, als ihr seid, kenne ich; die wissen, wo die Götter einst in banger Sorge streiten werden. Zu der Götter Frommen ist es, wenn sie sorgen, daß ich dann mit ihnen kämpfe. Drum lache ich eurem Drohen: der Ring bleibt mein, und so werfe ich das Leben hinter mich.“ (Er hebt eine Erdscholle auf, und wirft sie über sein Haupt hinter sich.) – Die Frauen verspotten nun Siegfried, der sich so stark und weise wähne, als er blind und unfrei sei. „Eide hat er gebrochen und weiß es nicht: ein Gut, höher und werther als der Ring, hat er verloren, und weiß es nicht: Runen und Zauber sind ihm gelehrt, und er hat sie vergessen. Lebe wohl, Siegfried! Ein stolzes Weib kennen wir; die wird den Ring noch heute erwerben, wenn du erschlagen bist: zu ihr! Sie giebt uns besseres Gehör.“ – Siegfried sieht ihnen lachend nach, wie sie singend davon ziehen. Er ruft: „wär’ ich nicht Gudrun treu, eine von euch hätte ich mir gebändigt!“ Er vernimmt die näher kommenden Jagdgenossen und stößt in sein Horn: die Jäger, – Gunther und Hagen an ihrer Spitze, – versammeln sich um Siegfried. Das Jagdmahl wird eingenommen: Siegfried, in ausgelassener |Heiterkeit, verspottet sich über sein unbelohntes Jagen: nur Wasserwild habe sich ihm geboten, auf dessen Jagd er leider nicht gerüstet gewesen, sonst würde er seinen Genossen drei wilde Wasservögel gebracht haben, die ihm geweissagt, er würde heute noch sterben. Hagen nimmt beim Trinken die scherzhafte Weise auf: ob er denn wirklich der Vögel Gesang und Sprache verstehe? – Gunther ist trüb und schweigsam. Siegfried will ihn aufheitern und erzählt in Liedern von seiner Jugend: sein Abenteuer mit Mime, die Erlegung des Wurmes, und wie er dazugekommen, die Vögel zu verstehen. In der folgerecht geleiteten Erinnerung kommt ihm auch der Zuruf der Vögel bei, Brünnhilde aufzusuchen, die ihm beschieden sei; wie er dann zu dem flammenden Felsen gezogen und Brünnhild erweckt habe. Die Erinnerung dämmert immer heller in ihm auf. Zwei Raben fliegen jäh über sein Haupt dahin. Hagen unterbricht Siegfried: „was sagen dir diese Raben?“ Siegfried fährt heftig auf. Hagen: „ich verstand sie, sie eilen, dich Wotan anzumelden“. Er stößt seinen Speer in Siegfried’s Rücken. Gunther, durch Siegfried’s Erzählung auf den richtigen Zusammenhang der unbegreiflichen Vorgänge mit Brünnhilde gerathend, und plötzlich daraus Siegfried’s Unschuld erkennend, war, Siegfried zu retten, Hagen in den Arm gefallen, ohne jedoch den Stoß aufhalten zu können. Siegfried erhebt seinen Schild, um Hagen damit zu zerschmettern, ihn verläßt die Kraft und krachend stürzt er zusammen. Hagen hat sich abgewandt, Gunther und die Mannen umstehen in theilnahmsvoller Erschütterung Siegfried, welcher seine Augen noch einmal leuchtend aufschlägt: „Brünnhild! Brünnhild! Du strahlendes Wotanskind! Wie seh’ ich hell und leuchtend dich mir nah’n! Mit heilig ernstem Lächeln sattelst du dein Roß, das thautriefend durch die Lüfte schreitet: zu mir richtest du den Lauf, hier giebt es Wal zu küren! Mich Glücklichen, den du zum Gatten korst, mich leite nun nach Walhall, daß ich zu aller Helden Ehre Allvaters Meth mag trinken, den du, strahlende Wunschmaid, mir reichest! Brünnhild! Brünnhild! Sei gegrüßt!“ Er stirbt. Die Mannen erheben die Leiche auf den | Schild, und geleiten sie, Gunther voran, feierlich über die Felsenhöhe von dannen.
In der Halle der Gibichungen, deren Vorplatz im Hintergrunde auf das Rheinufer ausgeht, wird die Leiche niedergesetzt: Hagen hat mit grellem Rufe Gudrun herausgerufen, – ein wilder Eber habe ihren Gatten zerfleischt. – Gudrun stürzt voll Entsetzen über Siegfried’s Leiche hin: sie klagt die Brüder des Mordes an; Gunther weist auf Hagen: er sei der wilde Eber, der Mörder Siegfried’s. Hagen: „nun denn, habe ich ihn erlegt, an den kein Anderer sich wohl wagte, so ist, was sein ist, auch meine gute Beute. Der Ring ist mein!“ Gunther tritt ihm entgegen: „Schamloser Albensohn, mein ist der Ring, denn von Brünnhilden war er mir bestimmt: Ihr hörtet es Alle!“ – Hagen und Gunther streiten: Gunther fällt. Hagen will der Leiche den Ring entziehen, sie hebt drohend die Hand empor; Hagen weicht entsetzt zurück; Gudrun schreit in Jammer laut auf; – da tritt Brünnhild feierlich dazwischen: „Schweigt euren Jammer, eure eitle Wuth! Hier steht sein Weib, das ihr Alle verriethet! Nun fordre ich mein Recht, denn was geschehen sollte, ist geschehen!“ – Gudrun: „Ach, Unheilvolle! Du warst es, die uns Verderben brachte“. Brünnhild: „Armselige, schweig’! Du warst nur seine Buhlerin: sein Gemahl bin ich, der er Eide geschworen, noch eh’ er je dich sah“. Gudrun: „Weh’ mir! Verfluchter Hagen, was riethest du mir mit dem Trank, durch den ich ihr den Gatten stahl: denn nun weiß ich, daß er Brünnhild nur durch den Trank vergaß“. Brünnhild: „O, er war rein! Nie wurden Eide treuer gehalten, als durch ihn. So hat ihn Hagennun nicht erschlagen, nein, für Wotan zeichnete er ihn, zu dem ich ihn nun geleiten soll. Jetzt hab’ auch ich gebüßt; rein und frei bin ich: denn Er, der Herrliche nur, hatte mich gezwungen.“ Sie läßt am Ufer Scheithaufen errichten, Siegfried’s Leiche zu verbrennen: kein Roß, kein Knecht soll mit ihm geopfert werden, sie allein will zu seiner Ehre ihren Leib den Göttern darbringen. Zuvor nimmt sie ihr Erbe in Besitz; der Tarnhelm soll mit verbrennen: den |Ring aber steckt sie selbst an. „Du übermüthiger Held, wie hieltest du mich gebannt! All mein Wissen verrieth ich dir, dem Sterblichen, und mußte so meiner Weisheit verlustig sein; du nütztest es nicht, auf dich allein nur verließest du dich: nun du es frei geben mußtest durch den Tod, kommt mir mein Wissen wieder, und dieses Ringes Runen erkenne ich. Des Urgesetzes Runen kenn’ ich nun auch, der Nornen alten Spruch! Hört denn, ihr herrlichen Götter, euer Unrecht ist getilgt: dankt ihm, dem Helden, der eure Schuld auf sich nahm. Er gab es nun in meine Hand, das Werk zu vollenden: gelöset sei der Nibelungen Knechtschaft, der Ring soll sie nicht mehr binden. Nicht soll ihn Alberich empfangen; der soll nicht mehr euch knechten; dafür sei er aber selbst auch frei wie ihr. Denn diesen Ring stelle ich euch zu, weise Schwestern der Wassertiefe; die Gluth, die mich verbrennt, soll das böse Kleinod reinigen; ihr löset es auf und bewahret es harmlos, das Rheingold, das euch geraubt, um Knechtschaft und Unheil daraus zu schmieden. Nur Einer herrsche, Allvater, herrlicher, du! Daß ewig deine Macht sei, führ’ ich dir diesen zu: empfange ihn wohl, er ist dess’ werth!“ – Unter feierlichen Gesängen schreitet Brünnhild auf den Scheithaufen zu Siegfried’s Leiche. Gudrun ist über den erschlagenen Gunther, in tiefen Schmerz aufgelöst, hingebeugt im Vordergrunde. Die Flammen sind über Brünnhild und Siegfried zusammengeschlagen: – plötzlich leuchtet es im hellsten Glanze auf: über einem düstern Wolkensaume erhebt sich der Glanz, in welchem Brünnhild, im Waffenschmuck zu Roß, als Walküre Siegfried an der Hand von dannen geleitet. Zugleich schwellen die Uferwellen des Rheines bis an den Eingang der Halle an: die drei Wasserfrauen entführen auf ihnen den Ring und den Helm. Hagen stürzt wie wahnsinnig auf sie zu, das Kleinod ihnen zu entreißen, – die Frauen erfassen ihn und ziehen ihn mit sich in die Tiefe hinab.
Do seio da noite e da morte surgiu uma raça que habita Nibelheim (Nebelheim), isto é, fendas e cavernas subterrâneas e sombrias: são chamados de Nibelungos; em atividade inquieta e agitada, escavam (como vermes em um cadáver) as entranhas da terra; aquecem, refinam e forjam os metais duros. Alberich apoderou-se do ouro puro e nobre do Reno, raptou-o das profundezas das águas e forjou, com grande e astuta habilidade, um anel que lhe conferiu poder supremo sobre toda a sua raça, os Nibelungos: assim, tornou-se seu mestre, obrigou-os a trabalhar somente para ele a partir de então e acumulou o imensurável tesouro Nibelungo, cuja joia mais importante era o Tarnhelm, através do qual qualquer forma podia ser assumida, e que Alberich obrigara seu próprio irmão, Reigin (Mímico-Eugel), a forjar. Assim equipado, Alberich almejou o domínio sobre o mundo e tudo o que nele existe.
A raça dos gigantes, desafiadora, poderosa e primitiva, teve sua complacência selvagem abalada: sua imensa força e seu senso comum já não eram suficientes contra a astúcia dominadora de Alberich. Eles observaram com preocupação enquanto os Nibelungos forjavam armas maravilhosas que, nas mãos de heróis humanos, estavam destinadas a causar a queda dos gigantes. Os deuses, à beira do domínio universal, exploraram esse conflito. Wotan concordou em construir o castelo para os deuses, de onde eles poderiam ordenar e governar o mundo com segurança. Após sua conclusão, os gigantes exigiram o tesouro dos Nibelungos como recompensa. A suprema sabedoria dos deuses permitiu que eles capturassem Alberich; ele teve que resgatar sua vida com o tesouro. Ele queria ficar com o único anel: os deuses, sabendo muito bem que o segredo do poder de Alberich residia nele, arrebataram-lhe também o anel. Ele o amaldiçoou; Será a ruína de todos que o possuírem. Wotan entrega o tesouro aos gigantes, pretendendo manter o anel para assegurar seu domínio sobre o mundo. Os gigantes o arrancam dele, e Wotan cede ao conselho das três Parcas (Norns), que o advertem sobre a própria queda dos deuses.
Agora, os gigantes mantêm o tesouro e o anel guardados no Ermo de Gnita (Inveja) por um verme monstruoso. Através do anel, os Nibelungos, juntamente com Alberich, permanecem em cativeiro. Mas os gigantes não sabem como usar seu poder; suas mentes primitivas se contentam em ter aprisionado os Nibelungos. Assim, desde tempos antigos, o verme repousa em temor lânguido sobre o tesouro: diante do esplendor da nova raça de deuses, a raça dos gigantes empalidece e se paralisa impotente; miseráveis e traiçoeiros, os Nibelungos definham em atividades infrutíferas. Alberich reflete incansavelmente sobre a recuperação do anel.
Com grande atividade, os deuses agora ordenaram o mundo, regeram os elementos com leis sábias e dedicaram-se ao cuidado mais zeloso da humanidade. Seu poder está acima de tudo. Contudo, a paz pela qual alcançaram o domínio não se fundamenta na reconciliação: é conquistada pela força e pela astúcia . A intenção de sua ordem mundial superior é a consciência moral ; a injustiça que perpetram, porém, apega-se a eles mesmos . Das profundezas de Nibelheim , a consciência de sua culpa se rebela contra eles: pois a servidão dos Nibelungos não foi quebrada; o domínio foi apenas usurpado de Alberich , e não para um propósito maior, mas sob o ventre do verme ocioso jaz a alma, a liberdade dos Nibelungos, enterrada inutilmente: Alberich está, portanto, certo em suas acusações contra os deuses. O próprio Wotan , contudo, não pode apagar a injustiça sem cometer uma nova: somente um livre- arbítrio, independente dos próprios deuses , capaz de assumir toda a culpa e expiá-la , pode quebrar o feitiço, e os deuses veem na humanidade a capacidade para tal livre -arbítrio. Assim, eles buscam transmitir sua divindade à humanidade para elevar seu poder a tal ponto que, ao atingir a consciência desse poder, ela renuncie até mesmo à proteção divina para fazer , segundo seu próprio livre-arbítrio, o que sua mente dita . Os deuses agora educam a humanidade para esse nobre destino — ser a erradicadora de sua própria culpa — e seu propósito seria alcançado se, nesta criação humana, eles se aniquilassem, isto é, se, na liberdade da consciência humana, renunciassem à sua influência direta. Poderosas raças humanas, fertilizadas pela semente divina, já estão florescendo: em lutas e batalhas, elas forjam sua força; as donzelas escolhidas por Wotan as protegem como escudeiras; Como Valquírias , elas escoltam aqueles em Os guerreiros caídos vão para Valhalla , onde os heróis, na companhia de Wotan , continuam uma vida gloriosa em meio a jogos de combate. Mas o verdadeiro herói, em quem o poder independente deve atingir a plena consciência, ainda não nasceu, para que possa, por sua própria vontade , aceitar a morte como sua penitência, seu ato mais ousado. Este herói finalmente nascerá na linhagem dos Wälsung : Wotan fertilizou um casamento estéril dessa linhagem com uma maçã de Holda , que ele permitiu que o casal comesse: um par de gêmeos, Siegmund e Sieglinde (irmão e irmã), nascem dessa união. Siegmund toma uma esposa, Sieglinde casa-se com um homem (Hunding); mas ambos os casamentos permanecem estéreis : para produzir um verdadeiro Wälsung , irmão e irmã então se unem. Hunding, marido de Sieglinde , descobre a transgressão , repudia sua esposa e ataca Siegmund com contendas. Brünnhild , a Valquíria, protege Siegmund contra as ordens de Wotan , que decretou sua queda como expiação por seu crime ; já sob o escudo de Brünnhild , Siegmund desembainha a espada que o próprio Wotan lhe dera, quando o deus intercepta o golpe com sua lança, fazendo com que a espada se parta em duas . Siegmund cai. Brünnhild é punida por Wotan por sua desobediência: ele a expulsa das Valquírias e a aprisiona em uma rocha , onde ela, a donzela divina, deverá se casar com o homem que a encontrar e a despertar do sono em que Wotan a mergulhou; ela implora, como misericórdia, que Wotan cerque a rocha com o terror do fogo , para que ela tenha certeza de que apenas o herói mais audacioso poderá conquistá-la. Após uma longa gravidez, Sieglinde, exilada , dá à luz Siegfried no deserto (ele está destinado a trazer a paz através da vitória). Reigin ( Mime ), irmão de Alberich , surge dos desfiladeiros quando Sieglinde grita de dor durante o parto e a ajuda. Após o nascimento, ela morre, tendo contado a Reigin sobre seu destino e confiado o menino a ele . Reigin cria Siegfried, ensina-o a forjar, informa-o sobre a morte de seu pai e lhe dá os dois pedaços da espada quebrada de seu pai, com os quais Siegfried, sob a orientação de Mime, forja a espada Balmung . Então, Mime insta o jovem a matar o verme, como forma de demonstrar sua gratidão. Siegfried deseja vingar o assassinato de seu pai primeiro : ele parte, embosca e mata Hunding; somente então ele cumpre o desejo de Mime, lutando e matando o verme gigante . Ao levar os dedos, aquecidos pelo sangue do verme, à boca para esfriá-los, ele involuntariamente sente o gosto do sangue e, assim, compreende subitamente a linguagem dos pássaros da floresta que cantam ao seu redor. Eles elogiam o feito extraordinário de Siegfried , indicam-lhe o tesouro dos Nibelungos na caverna do verme e o alertam sobre Mime, que apenas o usou para chegar ao tesouro e que agora busca sua vida para ficar com o tesouro para si . Siegfried então mata Mime e toma o anel e a Tarnkappe do tesouro. Ele ouve os pássaros novamente, que o aconselham a conquistar a mulher mais gloriosa, Brünnhild . Siegfried parte então, chega ao castelo rochoso de Brünnhild , atravessa o fogo ardente e desperta Brünnhild. Ela reconhece com alegria Siegfried, o herói mais glorioso da tribo dos Valões, e se entrega a ele: ele se casa com ela usando o anel de Alberich , que coloca em seu dedo. Quando ele é expulso, Ao partir para novas façanhas, ela lhe transmite seu conhecimento secreto em ensinamentos sublimes, adverte-o sobre os perigos do engano e da infidelidade: eles fazem juramentos um ao outro e Siegfried parte.
Uma segunda linhagem de heróis , também descendentes dos deuses , é a dos Gibichungs no Reno: lá, Gunther e Gudrun , sua irmã, prosperam . A mãe de Gunther, Grimhild , foi outrora subjugada por Alberich e lhe deu um filho ilegítimo, Hagen . Assim como os desejos e esperanças dos deuses repousam sobre Siegfried, Alberich deposita sua esperança de recuperar o anel no herói Hagen, a quem gerou . Hagen é pálido, sério e sombrio; suas feições endureceram desde cedo; ele aparenta ser mais velho do que realmente é. Alberich já lhe havia transmitido, na infância, conhecimento secreto e compreensão do destino de seu pai, e o tentado a lutar pelo anel: ele é forte e poderoso; contudo, não lhe pareceu poderoso o suficiente para matar o verme gigante . Tendo-se tornado impotente, Alberich não conseguiu impedir seu irmão Mime quando este tentou obter o tesouro através de Siegfried: Hagen agora deve provocar a queda de Siegfried , a fim de lhe arrebatar o anel em sua morte. Hagen é reservado com Gunther e Gudrun – eles o temem, mas valorizam sua sabedoria e experiência: Gunther conhece o segredo da origem extraordinária de Hagen e que ele não é seu verdadeiro irmão; certa vez, ele o chamou de filho élfico .
Gunther, tendo sido informado por Hagen de que Brünnhild era a mulher mais desejável , foi instigado por ele a desejá-la quando Siegfried chegou à casa dos Gibichungs, às margens do Reno. Gudrun, inflamada de amor por Siegfried pelos elogios que Hagen lhe dirigiu, ofereceu-lhe, por conselho de Hagen , uma bebida de boas-vindas preparada pela maestria deste , tão potente que fez Siegfried esquecer suas experiências com Brünnhild e seu casamento com ela. Siegfried desejava Gudrun como esposa: Gunther prometeu-lhe casamento com a condição de que o ajudasse a conquistar Brünnhild . Siegfried concordou: eles formaram uma irmandade de sangue e fizeram juramentos, dos quais Hagen se excluiu. Siegfried e Gunther partiram e chegaram à fortaleza rochosa de Brünnhild : Gunther permaneceu no navio ; Siegfried usa seu poder como senhor dos Nibelungos pela primeira e única vez , vestindo o Elmo de Tarnhelm e assumindo assim a forma e aparência de Gunther ; dessa forma, ele penetra as chamas para alcançar Brünnhild . Ela, já privada de sua virgindade por Siegfried, também perdeu sua força sobre-humana; ela entregou todo o seu conhecimento a Siegfried — que não pode usá-lo para nada — e está impotente como uma mulher comum, capaz apenas de oferecer uma resistência inútil ao novo e ousado pretendente . Ele arranca dela o anel — pelo qual ela agora se casará com Gunther — e a força a entrar no salão, onde dorme ao lado dela naquela noite, mas, para espanto dela, coloca sua espada entre eles . De manhã, ele a leva para o navio, onde faz com que o verdadeiro Gunther imperceptivelmente tome seu lugar ao lado dela e , através do poder do Elmo de Tarnhelm, se transporta rapidamente para Gibichenburg, no Reno . Gunther, acompanhado por Brünnhild , que o segue em silêncio sombrio , chega à sua terra natal no Reno : Siegfried, ao lado de Gudrun,E | Hagen recebe os recém-chegados. – Brünnhild fica horrorizada ao ver Siegfried como marido de Gudrun : sua frieza e amabilidade para com ela a deixam perplexa; quando ele a rejeita e a apresenta a Gunther , ela reconhece o anel em seu dedo: ela pressente o engano e exige o anel, que não lhe pertence, mas que Gunther recebeu dela: ele se recusa. Ela insiste para que Gunther peça o anel a Siegfried: Gunther fica confuso e hesita. Brünnhild: então Siegfried recebeu o anel dela? Siegfried, que reconheceu o anel , responde: " Não o recebi de nenhuma mulher ; minha força o conquistou do verme gigante; por meio dele sou o senhor dos Nibelungos, e a ninguém renunciarei ao seu poder ." Hagen intervém e pergunta a Brünnhild se ela sabe exatamente qual é o anel. Seja o anel dela, Siegfried o conquistou por meio de engano, e ele só poderia pertencer a Gunther, seu marido . Brünnhild grita em alta voz contra o engano perpetrado contra ela ; uma terrível sede de vingança a consome contra Siegfried. Ela clama a Gunther, dizendo que ele foi traído por Siegfried: "Não a você — a este homem com quem me casei, ele conquistou meu favor." Siegfried a repreende por sua desonra: ele fora fiel à sua irmandade de sangue , colocara sua espada entre Brünnhild e ele, e exige que ela testemunhe isso . Deliberadamente e unicamente empenhada em sua própria ruína , ela se recusa a compreender Siegfried: ele está mentindo e apresentando um argumento fraco para sua espada Balmung, que ela viu pendurada tranquilamente na parede quando ele estava com ela, apaixonado . Os homens e Gudrun imploram a Siegfried que refute a acusação , se puder . Siegfried presta juramentos solenes para confirmar seu testemunho. Brünnhild o acusa de perjúrio: ele havia feito tantos juramentos , a ela e a Gunther, que quebrou: Agora ele também jura perjúrio para confirmar uma mentira . Todos estão em estado de grande agitação. Siegfried chama Gunther para defender sua esposa, que blasfema descaradamente contra a honra dela e do marido: ele se retira com Gudrun para o salão. – Gunther, em profunda vergonha e terrível angústia, senta - se à parte com o rosto coberto por um véu: Hagen se aproxima de Brünnhild, exposta à mais terrível angústia interior . Ele se oferece a ela como vingador de sua honra: ela ri dele, dizendo que ele é impotente para vencer Siegfried: um olhar de seus olhos radiantes , que mesmo através daquela forma enganosa brilhava sobre ela, seria suficiente para quebrar a coragem de Hagen . Hagen: ele certamente conhece a terrível força de Siegfried , então deveria ela lhe dizer como ele pode ser vencido ? Ela, que protegeu Siegfried e o armou contra ferimentos com uma bênção secreta , agora aconselha Hagen a golpeá-lo pelas costas ; Pois, sabendo que o herói jamais abandonaria o inimigo , ela lhe negara a bênção. – Gunther deve saber do plano de assassinato . Eles o convocam para vingar sua honra : Brünnhilde o acusa de covardia e engano; Gunther reconhece sua culpa e a necessidade de pôr fim à sua vergonha com a morte de Siegfried . Ele fica horrorizado com a perspectiva de romper o laço de sangue. Brünnhilde o encara com amarga tristeza: que crimes não foram cometidos contra ela ? Hagen tenta Gunther com a perspectiva de obter o Anel do Nibelungo, que Siegfried certamente só entregaria com a morte. Gunther concorda; Hagen sugere uma caçada para o dia seguinte, durante a qual Siegfried deveria ser emboscado, e talvez a própria Gudrun não soubesse de seu assassinato; Gunther estava preocupado com ela: a sede de vingança de Brünnhilde é intensificada por seu ciúme de Gudrun.Assim, os três decidem assassinar Siegfried . – Siegfried aparece no salão com Gudrun, festivamente adornado, e convida a todos para o sacrifício e a celebração do casamento . Hipocritamente, os conspiradores obedecem: Siegfried e Gudrun se alegram com o aparente retorno da paz.
Na manhã seguinte, Siegfried, perseguindo um animal selvagem, encontra-se na solidão de um desfiladeiro rochoso no Reno. Três sereias emergem da água: são filhas proféticas das profundezas, de onde Alberich outrora extraiu o ouro puro do Reno para forjar o poderoso e fatídico anel . A maldição e o poder deste anel seriam destruídos se ele fosse devolvido à água e, assim, dissolvido em seu elemento puro original . As mulheres cobiçam o anel e o exigem de Siegfried, que o recusa. (Ele assumiu inocentemente a culpa dos deuses ; ele expia a injustiça deles através de sua rebeldia e independência .) Elas pressagiam a desgraça e a maldição que paira sobre o anel: ele deve jogá-lo na água, ou morrerá naquele mesmo dia . Siegfried: “Vocês, mulheres astutas, não me enganarão quanto ao meu poder: não dou a mínima importância às suas maldições e ameaças . O que a minha coragem me leva a fazer é a minha própria lei, e o que faço de acordo com a minha vontade está assim ordenado para mim: quer chamem isto de maldição ou bênção, eu obedeço e não luto contra a minha força.” As mulheres: “ Desejas superar os deuses?” Siegfried: “Se me mostrassem a possibilidade de vencer os deuses, eu teria que lutar contra eles de acordo com a minha coragem . Conheço três mulheres mais sábias do que vocês; elas sabem onde os deuses um dia lutarão em angústia e tristeza . É para o benefício dos deuses, quando se preocupam, que eu lute com eles . Portanto, rio das suas ameaças: o anel continua sendo meu, e assim deixo a minha vida para trás .” (Ele pega um torrão de terra e o atira por cima da cabeça para trás.) – As mulheres agora zombam de Siegfried, que se imagina tão forte e sábio, quando na verdade é cego e sem liberdade. “ Ele quebrou juramentos sem saber : perdeu um tesouro maior e mais valioso que o anel , e Ele não sabe : runas e feitiços lhe foram ensinados, e ele os esqueceu . Adeus, Siegfried! Conhecemos uma mulher orgulhosa; ela conseguirá o anel hoje , se você for morto: vá até ela! Ela nos dá uma audição melhor. – Siegfried os observa rindo enquanto partem cantando . Ele grita: "Se eu não fosse fiel a Gudrun , teria domado um de vocês !" Ele ouve seus companheiros de caça se aproximando e toca sua corneta: os caçadores – Gunther e Hagen à frente – se reúnem ao redor de Siegfried. O banquete da caçada é servido: Siegfried, em alegria ruidosa , zomba de si mesmo por sua caçada sem recompensa: apenas aves aquáticas se apresentaram a ele, para cuja caça ele estava infelizmente despreparado, caso contrário, teria trazido a seus companheiros três aves aquáticas selvagens que profetizaram que ele morreria hoje . Hagen, enquanto bebe, percebe a zombaria : será que ele realmente entende o canto e a linguagem dos pássaros? Gunther está sombrio e silencioso. Siegfried tenta animá-lo e conta-lhe canções de sua juventude: sua aventura com Mime, a morte do verme e como ele passou a compreender os pássaros . Em sua memória que se recupera gradualmente, ele também se lembra dos pássaros chamando-o para procurar Brünnhilde, que estava destinada a ele; como ele então foi até a rocha em chamas e despertou Brünnhilde . A memória se torna cada vez mais nítida dentro dele. Dois corvos voam repentinamente sobre suas cabeças . Hagen interrompe Siegfried: "O que esses corvos lhe dizem ?" Siegfried sobressalta-se violentamente . Hagen: " Eu os entendi ; eles estão se apressando para avisá-lo a Wotan." Ele crava sua lança nas costas de Siegfried. Gunther, através da... A narrativa, começando a revelar a verdadeira conexão entre os eventos incompreensíveis envolvendo Brünnhilde e reconhecendo repentinamente a inocência de Siegfried , levou-o a agarrar o braço de Hagen para salvá-lo , mas ele não conseguiu impedir o golpe. Siegfried ergueu seu escudo para esmagar Hagen, mas suas forças o abandonaram e ele caiu com um estrondo . Hagen se afastou, Gunther e os homens cercam Siegfried em choque e compaixão , que abre os olhos mais uma vez, brilhando intensamente : “Brünnhild! Brünnhild! Ó radiante filha de Wotan! Como te vejo , brilhante e radiante, aproximando- te de mim ! Com um sorriso sagrado e solene, selas teu corcel, que avança orvalhado pelo ar: a mim me indicas o caminho, eis uma batalha a ser vencida! A mim, afortunado, aquele que escolheste como teu esposo , conduz-me agora a Valhalla, para que, para a glória de todos os heróis, eu possa beber o hidromel do Pai de Todos , que tu, radiante donzela do desejo, me ofereces ! Brünnhild! Brünnhild! Salve !” Ele morre. Os homens erguem o corpo sobre seus escudos e , com Gunther à frente, o escoltam solenemente pelas alturas rochosas.
No salão dos Gibichungs, cujo pátio frontal tem vista para o Reno ao fundo, o corpo jaz: Hagen chamou Gudrun com um grito estridente – um javali selvagem despedaçou seu marido. – Gudrun corre horrorizada sobre o cadáver de Siegfried : ela acusa os irmãos de assassinato ; Gunther aponta para Hagen: ele é o javali, o assassino de Siegfried . Hagen: " Bem , se eu o matei, a quem ninguém mais ousou tocar, então o que é dele também é meu. O anel é meu!" Gunther o confronta: "Filho desavergonhado dos elfos, o anel é meu , pois foi destinado a mim por Brünnhilde : todos vocês ouviram !" – Hagen e Gunther discutem: Gunther cai. Hagen tenta pegar o anel do cadáver , ela levanta a mão ameaçadoramente; Hagen recua horrorizado; Gudrun grita alto em lamentação ; – Então Brünnhild intervém solenemente : “Silêncio, lamento, fúria vã! Aqui está a esposa dele, a quem todos vocês traíram! Agora exijo justiça, pois o que estava destinado a acontecer, aconteceu! ” – Gudrun: “Ah, miserável! Foi você quem nos trouxe a ruína .” Brünnhild: “Miserável, cale-se ! Você era apenas a amante dele: eu sou o marido dele , a quem ele jurou fidelidade antes mesmo de te ver .” Gudrun: “ Ai de mim! Maldito Hagen, o que você me aconselhou com a poção com a qual roubei o marido dela ? Pois agora sei que ele só se esqueceu de Brünnhild por causa da poção .” Brünnhild: “Oh, ele era puro! Nunca juramentos foram cumpridos com tanta fidelidade quanto por ele. Assim, Hagen não o matou , não, ele o marcou para Wotan , a quem agora o conduzirei. Agora eu também me redimi; pura e livre sou: pois somente Ele , o Glorioso, "Ela me forçou." Ela mandou construir piras na praia para queimar o corpo de Siegfried : nenhum cavalo, nenhum servo será sacrificado com ele, somente ela oferecerá seu corpo aos deuses em sua honra . Antes, ela toma posse de sua herança; o Tarnhelm queimará com ele: mas ela mesma coloca o anel . "Seu herói arrogante, como você me manteve cativa! Todo o meu conhecimento eu traí a você , o mortal, e assim tive que renunciar à minha sabedoria ; não lhe serviu de nada, você confiava apenas em si mesmo : agora você teve que renunciá-la através da morte, meu conhecimento retorna a mim, e eu reconheço as runas deste anel . Agora eu também conheço as runas da lei primordial , o antigo oráculo das Nornas! Ouçam então, deuses gloriosos, sua injustiça foi expiada: agradeçam a ele, o herói, que assumiu sua culpa." Ele agora me entregou o anel para completar a obra : libertem os Nibelungos da servidão, o anel não os aprisionará mais. Amarrem-no. Alberich não o receberá; ele não os escravizará mais; mas que ele próprio seja livre como vocês . Por este anel eu lhes ofereço, sábias irmãs das profundezas; o fogo que me consome purificará esta joia maligna; vocês o desatarão e o guardarão em segurança, o Ouro do Reno que lhes foi roubado para forjar servidão e ruína . Só um reinará, Pai de Todos, mais glorioso que você! Para que seu poder seja eterno, eu lhe trago isto: receba-o bem, ele é digno disso ! – Em meio a cânticos solenes, Brünnhilde caminha até a pira funerária, onde repousa o corpo de Siegfried. Gudrun, tomada por profunda tristeza, está debruçada sobre o corpo de Gunther, em primeiro plano. As chamas envolveram Brünnhild e Siegfried : – de repente, ela resplandece com o mais intenso brilho : acima de uma escura borda de nuvens, ergue-se o brilho no qual Brünnhild , adornada com suas armas, Roß, como uma Valquíria, leva Siegfried pela mão . Ao mesmo tempo, as ondas do Reno chegam à entrada do salão : as três ninfas da água carregam o anel e o elmo. Hagen corre em direção a elas como um louco para tomar o tesouro – as mulheres o agarram e o arrastam para as profundezas.
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