Carta WAGNER to Uhlig. Zurich, August 7th, 1850.
Allertheuerster Freund und Genosse!
Lange warte ich nun schon auf einen Brief von Dir, und immer noch vergebens. Was ich Dir neuerdings wieder zu sagen habe, ziehe ich daher vor, jetzt Dir zu schreiben, in der Absicht — falls Dein Brief noch länger ausbleibt — dies vorläufig Dir schon zukommen zu lassen. Ich gehe deshalb sogleich an die „Geschäfte“!
Früher einmal schon hat mich Heine dazu aufgefordert, meine Dresdener Theater- und Kapell-Reformschrift drucken zu lassen. Nun las ich auch Deine Erwähnung derselben bei der Besprechung meiner Schriften in der Zeitschrift für Musik. — Ich dachte jetzt wieder recht lebhaft an die damalige Zeit zurück und gerieth somit auf den Standpunkt unserer konstitutionellen Reformer, an deren theilweiser und möglichster Bekehrung mir (ab und zu) gutmüthigem Teufel ehrlich liegt: ich dachte mir nun, die Erscheinung und das erzählte Schicksal meines Reformplanes dürfte vielleicht nicht übel auf sie einwirken, und verfaßte deshalb in diesen Tagen, in Form einer Zuschrift an einen Dresdener Freund — eine Vorrede zur beabsichtigten Herausgabe der Schrift, die vielleicht nicht ohne kitzelnde Würze sein dürfte. Ich schicke Dir nun diese Vorrede, und zugleich einen Brief von Oberländer, welcher Dir das Manuskript der Schrift zustellen soll. Überlege Dir dann die Sache noch einmal genau, und vermagst Du es dann zweckmäßig zu finden, daß die Sache zu Tage käme, so frage einmal bei Buchhändlern nach, ob dies anständig geschehen könne. Wenn Du Wigand gänzlich bei Seite lassen willst, so frage in meinem Namen einmal bei J. Weber in Leipzig (dem Verleger von Devrient’s Schrift, die sehr gut ging) an: will der nicht, dann vielleicht bei Kori in Dresden u.s.w. Jedenfalls überlasse ich Alles Dir, vorausgesetzt daß Du Dich damit bemühen willst. Wäre es möglich, daß dabei etwas Honorar für mich herauskäme, so wäre mir das wohl sehr lieb; mit meinen Finanzverhältnissen sieht es ziemlich trostlos aus.
Liszt sprach mir vorher von einem Honorar von 30 Louis-d'or für den Lohengrin — statt dessen erhielt ich 130 Thlr. Alles in Allem: ferner verkündigte er mir die Bestellung meines Siegfried von Weimar aus gegen Vorausbezahlung eines Honorar von der Größe, daß ich davon bis zur Beendigung der Arbeit ungestört leben sollte können: bis jetzt verharrt man von dort gegen mich noch im hartnäckigsten Schweigen. — Ob ich den Siegfried zu einer ersten Aufführung in Weimar hergeben oder bestimmen sollte, wäre überhaupt wohl eine Frage, die ich — wie es eben jetzt steht — wahrscheinlich nur mit einem unbedingten Nein! beantworten könnte. Daß ich den Lohengrin eigentlich aufgab, als ich seine Ausführung in Weimar gestattete, brauche ich Dir wohl nicht erst zu versichern. Zwar erhielt ich gestern von Ziegesar einen Brief, der mir von der stattgehabten 2. Aufführung, die nach meiner deshalb ergangenen ziemlich energischen Ermahnung nur nach sehr detaillirter Nachprobe und ohne Striche stattgefunden hat, Wunder der Gelungenheit und des Eindruckes auf das Publikum, sowie das ganz bestimmte Überzeugtsein davon, daß die Oper Kassenoper sein und bleiben werde, berichtete — dennoch brauche ich Dir wohl nicht erst meine weiteren Gründe dafür anzugeben, wenn ich erkläre, daß ich den Siegfried anders in die Welt zu senden wünsche, als es den guten Leuten dort möglich sein könnte. — In Bezug hierauf beschäftigte ich mich jetzt mit Wünschen und Plänen, die auf den ersten Anblick sehr chimärisch aussehen, einzig mir doch aber Lust machen an die Vollendung des Siegfried überhaupt zu denken. Es handelt sich — zur Realisierung des Besten, Entscheidendsten und Bedeutungsvollsten, was ich unter den bestehenden Umständen leisten kann, somit zur Erreichung meiner bewußten Lebensaufgabe — um eine Summe von vielleicht 10,000 Thlr. Könnte ich je über solch eine Summe disponiren, so würde ich Folgendes veranstalten:
— hier, wo ich nun gerade bin und wo manches gar nicht so übel ist, würde ich auf einer schönen Wiese bei der Stadt von Brett und Balken ein rohes Theater nach meinem Plane herstellen und lediglich blos mit der Ausstattung an Dekorationen und Maschinerie versehen lassen, die zu der Aufführung des Siegfried nöthig sind. Dann würde ich mir die geeignetsten Sänger, die irgend vorhanden wären, auswählen und auf 6 Wochen nach Zürich einladen: den Chor würde ich mir größtentheils hier aus Freiwilligen zu bilden suchen (hier sind herrliche Stimmen und kräftige, gesunde Menschen). So würde ich mir auch mein Orchester zusammenladen. Von Neujahr gingen die Ausschreibungen und Einladungen an alle Freunde des musikalischen Drama’s durch alle Zeitungen Deutschlands mit der Aufforderung zum Besuche des beabsichtigten dramatischen Musikfestes: wer sich anmeldet und zu diesem Zwecke nach Zürich reist, bekömmt gesichertes Entrée — natürlich wie alles Entrée: gratis! Des Weiteren lade ich die hiesige Jugend, Universität, Gesangvereine u.s.w. zur Anhörung ein. Ist alles in gehöriger Ordnung, so lasse ich dann unter diesen Umständen drei Aufführungen des Siegfried in einer Woche stattfinden: nach der dritten wird das Theater eingerissen und meine Partitur verbrannt. Den Leuten, denen die Sache gefallen hat, sage ich dann: „nun macht's auch so!“ Wollen sie auch von mir einmal wieder etwas Neues hören, so sage ich aber: „schießt ihr das Geld zusammen!“ — Nun, komme ich Dir gehörig verrückt vor? Möge es sein, aber ich versichere Dir, dies noch zu erreichen ist die Hoffnung meines Lebens, die Aussicht die mich einzig reizen kann, ein Kunstwerk in Angriff zu nehmen. Also, schafft mir 10,000 Thaler — weiter nichts! — Für jetzt kommen wir aus Phantasien zur Wirklichkeit zurück!
Ich glaube nicht, daß ich diesen Winter die Musik zum Siegfried schon ernsthaft werde angreifen können; erstens ist der Winter an und für sich mein Todfeind, zweitens werde ich auch wahrscheinlich viele, nicht sehr erhebende, Abhaltungen haben. Du weißt daß ich für X.'s Musikdirektorschaft am hiesigen Theater Bürgenamt übernommen habe: ich bin also nothgedrungen veranlaßt, mich um das Theater den Winter über zu bekümmern. Außerdem habe ich eine besondere Unterstützung zur Herstellung eines besseren Orchesters angeregt, und würde — wenn diese entsprechend ausfiele — mich verpflichtet fühlen, mich um die Sache zu bekümmern. Somit rechne ich nicht darauf, vor dem Frühlinge zu meiner größeren künstlerischen Arbeit zu kommen; (im Frühjahr 1852 vielleicht mitten im Sturme könnte demnach die Aufführung stattfinden, wenn Kaskel mir bis dahin die 10,000 Rthlr. geschenkt hat). Ich denke daher daran, diesen Herbst und Winter nebenbei noch etwas zu schriftstellern: Alles Allgemein-Künstlerische widert mich jetzt an, es versteht es Niemand, ehe sie nicht im Speziellen mit der Nase darauf gedrückt worden sind. Mein Spezielles wäre nun: Musik und namentlich Oper. Brendel — so höre ich — druckt das Judenthum und stellt mir seine Zeitschrift zur Disposition. Er hat mir auch durch Dich und K. etwas von Honorar gemunkelt: ich muß mich, das sehe ich wohl ein, bescheiden mit dem was er mir giebt und wünsche demnach überhaupt nur, er gebe etwas. Wird er mir das Judenthum honoriren? Verzeihe mir diese jüdische Frage, allein eben die Juden sind daran schuld, daß ich an jeden Heller Verdienst denken muß! — Für alle Fälle schicke ich Dir nächstens einen größeren Artikel über die moderne Oper mit Rossini und Meyerbeer.
In diesen Tagen hatte ich eine große Freude: Feuerbach schrieb mir, und ich machte glücklich einmal wieder die Erfahrung, was es heißt mit einem ganzen Kerle zu thun zu haben. Da ist kein „doch“ und „aber“, sondern rund und nett sagte er mir gerade heraus, was er schon nach Leipzig an Wigand — der gegen mich aber davon geschwiegen hat — geschrieben hatte, nämlich, daß er nicht begreifen könne, wie man über mein Buch getheilter Meinung sein könnte, daß er es mit Begeisterung, mit Entzückung gelesen habe, mich seiner vollsten Sympathie und seines wärmsten Dankes dafür versichern müsse“. — Ich frug Kolatschek, warum er denn gerade von einem Esel über mein Buch hätte berichten lassen müssen? —
Noch Etwas! Die Zeitschrift für Musik kommt hier immer erst sehr spät (durch Frachtfuhrwerk) und unregelmäßig an; Deinen vortrefflichen (nicht weil er mir, sondern sogar den Eseln nützt) Artikel über meine Schriften kenne ich heute erst bis zur Besprechung von Kunst und Revolution. Sorge doch freundschaftlichst dafür, daß Brendel mir ein Exemplar direkt durch Post zuschickt, das Porto bezahle ich — versteht sich von selbst! —
So! nun habe ich herausgeplaudert, was mich angeht: von dem, was Dich angeht, erwähne ich heute mit Absicht gar nichts, weil ich darüber nun durchaus erst von Dir selbst hören muß. Ich erwarte diesen Brief von Dir und über Dich mit Sehnsucht: dann ein Weiteres! —
Besuche doch unsere gute Frau R. und erzähle ihr etwas von — im Voraus bedaure ich aber schon, daß ich ihr nichts Rechtes werde zu schreiben haben, nämlich nichts Rechtes in dem, was sie und ihre Familie betrifft, weil es eben scheint, als ob ich ihr sehr lange noch zu schreiben haben werde. Ich habe so gar keinen deutlichen Blick in ihre Lage, und kann daher — in Bezug auf das, was sie betrifft — immer nur so oberflächlich herumtappen, was mir oft das Beängstigende der Vorstellung giebt, als beunruhige ich sie mit meinen Wünschen und Vorschlägen. Grüße sie von meinem ganzen Herzen! —
Habe ich heute etwas vergessen, so hole ich das nach, wenn ich Dir auf Deinen nächsten Brief antworte.
So lebe denn wohl, Du Lieber, Theuerer! und behalte mich lieb.
September 1850. Dein Richard Wagner.
K. wohnt nun nicht mehr bei mir: adressire der Vorsicht wegen nun wieder an Fräulein Natalie Planer (bei Frau Hirzel) Sternengasse in Enge Zürich.
Daß Du nach Weimar gereist bist, hat mich tief gerührt: gefreut hat mich ebenso, daß K. Dich wohl angetroffen hat!
Meu caro amigo e camarada!
Há muito tempo que aguardo uma carta sua, sem sucesso. Por isso, prefiro escrever-lhe agora sobre o que tenho a dizer recentemente, com a intenção — caso sua carta demore ainda mais — de enviá-la antecipadamente. Vou, portanto, direto ao assunto!
Heine já me havia incentivado a publicar meu tratado sobre a reforma dos teatros e capelas de Dresden. Agora também li sua menção a ele na resenha dos meus escritos no Jornal de Música. — Estava pensando vividamente naquela época e, assim, cheguei à perspectiva de nossos reformadores constitucionais, cuja conversão parcial e completa me interessa (ocasionalmente). Pensei que o surgimento e o destino relatado do meu plano de reforma poderiam não ter um efeito negativo sobre eles e, portanto, nos últimos dias, escrevi um prefácio para a publicação pretendida da obra, na forma de uma carta a um amigo em Dresden. Este prefácio pode ser um tanto provocativo. Estou lhe enviando este prefácio e, ao mesmo tempo, uma carta de Oberländer, que lhe enviará o manuscrito. Considere o assunto com atenção mais uma vez e, se achar conveniente que a obra seja publicada, consulte as livrarias para verificar se isso pode ser feito adequadamente. Se quiser ignorar completamente Wigand, consulte em meu nome J. Weber em Leipzig (o editor da Lohengrinobra de Devrient, que vendeu muito bem): se ele recusar, talvez tente Kori em Dresden, etc. De qualquer forma, deixo tudo a seu critério, desde que esteja disposto a prosseguir. Se fosse possível receber algum pagamento pelo processo, ficaria muito grato; minha situação financeira é bastante precária.
Liszt havia mencionado anteriormente um pagamento de 30 luíses de ouro por Lohengrin — em vez disso, recebi 130 táleres. Além disso, ele me anunciou que Weimar encomendaria meu Siegfried, com um adiantamento suficiente para me permitir viver sem ser incomodado até a conclusão da obra: até hoje, eles permanecem teimosamente em silêncio comigo. — Se devo permitir ou providenciar a primeira apresentação de Siegfried em Weimar é uma questão que, no momento, eu provavelmente só poderia responder com um inequívoco "Não!". Não preciso assegurar-lhes que, essencialmente, abandonei Lohengrin quando permiti sua apresentação em Weimar. Embora eu tenha recebido ontem uma carta de Ziegesar relatando a segunda apresentação, que, após minha advertência bastante enfática, ocorreu somente depois de um ensaio muito detalhado e sem cortes, descrevendo o maravilhoso sucesso e o impacto no público, bem como a firme convicção de que a ópera será e permanecerá um sucesso de bilheteria — não preciso elaborar mais sobre meus motivos para explicar que desejo apresentar Siegfried ao mundo de uma maneira diferente daquela que aquelas pessoas de lá poderiam realizar. — A este respeito, estou agora ocupado com desejos e planos que, à primeira vista, parecem bastante quiméricos, mas que, no entanto, me dão o desejo de pensar na conclusão de Siegfried. Trata-se — para a realização da melhor, mais decisiva e mais significativa coisa que posso alcançar nas circunstâncias atuais, portanto, para a concretização do propósito consciente da minha vida — de uma quantia de talvez 10.000 táleres. Caso algum dia eu possa dispor de tal quantia, providenciarei o seguinte:
— Aqui, onde estou agora, e onde as coisas não estão tão ruins assim, eu construiria um teatro rudimentar em um belo prado perto da cidade, usando tábuas e vigas, de acordo com meu próprio projeto, e o equiparia apenas com o cenário e a maquinaria necessários para a apresentação de Siegfried. Em seguida, selecionaria os cantores mais adequados disponíveis e os convidaria para Zurique por seis semanas. Tentaria formar o coro principalmente com voluntários daqui (há vozes magníficas e pessoas fortes e saudáveis por aqui). Também montaria minha orquestra dessa forma. A partir do dia de Ano Novo, anúncios e convites a todos os amantes do teatro musical seriam publicados em todos os jornais alemães, incentivando-os a comparecer ao festival de música dramática planejado. Qualquer pessoa que se inscrever e viajar para Zurique para esse fim terá entrada garantida — naturalmente, como todas as entradas, gratuita! Além disso, convido os jovens locais, a universidade, os coros, etc., para assistirem à audição. Se tudo correr bem, nessas circunstâncias terei três apresentações de Siegfried em uma semana: depois da terceira, o teatro será demolido e minha partitura queimada. Para quem gostou, direi: "Agora façam assim!" Mas se quiserem ouvir algo novo de mim, direi: "Que se virem com o dinheiro!" — Agora, pareço completamente louco para vocês? Talvez, mas garanto que alcançar isso é a esperança da minha vida, a única perspectiva que pode me motivar a empreender uma obra de arte. Portanto, consigam-me 10.000 táleres — nada mais! — Por ora, voltemos da fantasia à realidade!
Não creio que conseguirei me dedicar seriamente à música de Siegfried neste inverno; primeiro, o inverno é meu inimigo mortal e, segundo, provavelmente terei muitas interrupções, bastante desanimadoras. Vocês sabem que assumi o papel de fiador da direção musical de X. no teatro local; Portanto, sou obrigado a me dedicar ao teatro durante o inverno. Além disso, propus apoio especial para a criação de uma orquestra melhor e, caso isso se mostre viável, me sentiria na obrigação de analisar a questão. Assim, não espero poder iniciar meu principal trabalho artístico antes da primavera (talvez na primavera de 1852, em meio a uma tempestade, a apresentação possa acontecer, se Kaskel já tiver me dado os 10.000 Reichsthalers até lá). Estou pensando, portanto, em escrever um pouco neste outono e inverno: todos os assuntos artísticos em geral me repugnam no momento; ninguém os entende até que seja confrontado com eles de forma específica. Meu foco específico seria: música, e especialmente ópera. Ouvi dizer que Brendel está publicando *Julgamento* e disponibilizou seu periódico para mim. Ele também me sussurrou algo sobre um pagamento por meio de você e K.: pelo que entendi, devo ser modesto com o que ele me pagar e, portanto, simplesmente gostaria que ele me pagasse alguma coisa. Será que ele honrará minha origem judaica? Perdoe-me esta pergunta judaica; são justamente os judeus os culpados por eu ter que pensar em cada centavo que ganho! — De qualquer forma, em breve lhe enviarei um artigo mais extenso sobre ópera moderna com Rossini e Meyerbeer.
Nestes dias, tive uma grande alegria: Feuerbach me escreveu e, felizmente, experimentei mais uma vez o que significa lidar com um homem de verdade. Não houve "mas" nem "sim"; ele me disse imediatamente, de maneira amigável e direta, o que já havia escrito a Wigand depois de Leipzig — que, no entanto, havia permanecido em silêncio comigo a respeito —, ou seja, que não conseguia entender como alguém poderia ter opiniões diferentes sobre meu livro, que o lera com entusiasmo e deleite e que precisava me assegurar sua mais sincera simpatia e seus mais calorosos agradecimentos. — Perguntei a Kolatschek por que ele precisava de um relatório tão ruim sobre meu livro.
Mais uma coisa! A revista de música sempre chega aqui muito tarde (de carroça) e de forma irregular; só conheço seu excelente artigo (não porque me beneficie, mas até os burros) sobre meus escritos até a seção sobre arte e revolução. Por favor, como um gesto de amizade, peça a Brendel que me envie uma cópia diretamente pelo correio; eu pago o frete — claro! —
Então! Agora deixei escapar o que me preocupa: estou deliberadamente omitindo qualquer coisa sobre o que lhe diz respeito hoje, porque preciso absolutamente saber diretamente de você. Aguardo ansiosamente esta carta sua e sobre você: depois, mais!
Por que você não visita nossa querida Sra. R. e lhe conta algo sobre isso? — Já lamento antecipadamente, no entanto, que não terei nada substancial para escrever a ela, ou seja, nada substancial sobre ela e sua família, porque parece que terei que escrever para ela por muito tempo. Não tenho absolutamente nenhuma compreensão clara da situação dela e, portanto, no que diz respeito ao que lhe concerne, só posso tatear superficialmente, o que muitas vezes me causa a sensação assustadora de que a estou perturbando com meus desejos e sugestões. Mande-lhe meu carinho do fundo do meu coração!
Se me esqueci de algo hoje, acrescentarei quando responder à sua próxima carta.
Então, adeus, meu querido amigo Theuerer! E guarde-me em seus corações.
Setembro de 1850. Seu Richard Wagner.
K. não mora mais comigo: por precaução, estou endereçando minha carta novamente à Srta. Natalie Planer (aos cuidados da Sra. Hirzel), Sternengasse em Enge, Zurique.
Fiquei profundamente comovido com sua viagem a Weimar; fiquei igualmente feliz em saber que K. a encontrou bem!
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