Paris em Eine Mittheilung an meine Freunde (1851)

 Ein Drang entwickelte sich so in mir bis zur zehrenden Sehnsucht: aus der Kleinheit und Erbärmlichkeit der mich beherrschenden Verhältnisse herauszukommen. Dieser Drang bezog sich jedoch nur in zweiter Linie auf das wirkliche Leben selbst; in erstem Zuge ging er auf eine glänzende Laufbahn als Künstler hinaus. Dem kleinen deutschen Theatertreiben mich zu entziehen, und geradesweges in Paris mein Glück zu versuchen, das war es endlich, worauf ich meine Thätigkeit spannte. – Ein Roman von H. König »die hohe Braut« war mir in die Hände gekommen; Alles, was ich las, hatte nur nach seiner Fähigkeit als Opernstoff verwendet werden zu können, Interesse für mich: in meiner damaligen Stimmung sprach mich jene Lektüre um so mehr an, als schnell das Bild einer großen fünfaktigen Oper für Paris aus ihr mir in die Augen sprang. Einen vollständigen Entwurf davon schickte ich direkt an Scribe nach Paris, mit der Bitte, ihn für die dortige große Oper zu bearbeiten, und mir zur Komposition zuweisen zu lassen. Natürlich führte dieß zu Nichts.

Desenvolveu-se em mim uma ânsia a ponto de um desejo consumidor: sair da pequenez e da miséria das circunstâncias que me governavam. Esse impulso, no entanto, relacionava-se apenas secundariamente à própria vida real; em primeiro lugar, ele embarcou em uma brilhante carreira como artista. Retirar-me do mesquinho teatro alemão e tentar logo a sorte em Paris, foi nisso que finalmente concentrei minha atividade. - Um romance de H. König "The High Bride" chegou às minhas mãos; Tudo o que li me interessou apenas por sua capacidade de ser usado como material de ópera: no meu humor na época, essa leitura me atraiu ainda mais porque a imagem de uma grande ópera em cinco atos para Paris rapidamente veio à minha mente. saltou. Enviei um rascunho completo diretamente para Scribe em Paris, com o pedido de que ele o editasse para a grande ópera de lá e fosse designado para compô-lo. Claro, isso não deu em nada.

{...}

Als ich die Komposition der beiden ersten Akte dieser Oper beendigt, drängte mich endlich meine äußere Lage dazu, vollkommen mit meinen bisherigen Verhältnissen zu brechen. Ohne im Geringsten mit ausreichenden Mitteln dazu versehen zu sein, ohne die mindeste Aussicht, ja ohne nur einen bekannten Menschen dort vermuthen zu dürfen, machte ich mich geradesweges von Riga nach Paris auf. Unter den widerlichsten Umständen ward eine vier Wochen dauernde Seereise zurückgelegt, die mich auch an die Küste Norwegen's brachte. Hier tauchte mir der »fliegende Holländer« wieder auf: an meiner eigenen Lage gewann er Seelenkraft; an den Stürmen, den Wasserwogen, dem nordischen Felsenstrande und dem Schiffgetreibe, Physiognomie und Farbe.

Paris verwischte mir jedoch zunächst wieder diese Gestalt. – Es ist unnöthig, die Eindrücke näher zu schildern, die Paris mit seinem Kunstwesen und Kunstgetreibe auf einen Menschen in meiner Lage machen mußte; in dem Charakter meiner Thätigkeit und Unternehmungen wird ihr Einfluß am leichtesten wieder zu erkennen sein. – Den zur Hälfte fertigen Rienzi legte ich zunächst bei Seite und mühte mich auf jede Weise, zum Bekanntwerden in der Weltstadt zu gelangen. Hierzu fehlten mir aber vor allem die persönlichen Eigenschaften: kaum hatte ich das Französische, das mir an sich instinktmäßig zuwider war, für das allergewöhnlichste Bedürfniß erlernt. Nicht im Mindesten fühlte ich Neigung, das französische Wesen mir anzueignen; aber ich schmeichelte mir mit der Hoffnung, ihm auf meine Weise beikommen zu können; ich traute der Musik, als Allerweltssprache, die Eigenschaft zu, zwischen mir und dem Pariser Wesen eine Kluft auszufüllen, über deren Vorhandensein mich mein inneres Gefühl nicht täuschen konnte. – Wenn ich den glänzenden Aufführungen der großen Oper beiwohnte, was übrigens nicht häufig geschah, so stieg mir eine wohllüstig schmeichlerische Wärme auf, die mich zu dem Wunsche, zu der Hoffnung, ja zu der Gewißheit erhitzte, hier noch triumphieren zu können: dieser Glanz der Mittel, von einer begeisternden künstlerischen Absicht verwendet, schien mir der Höhepunkt der Kunst zu sein, und ich fühlte mich durchaus nicht unfähig, diesen Höhepunkt zu erreichen. Außerdem entsinne ich mich einer sehr bereitwilligen Stimmung, mich an allen Erscheinungen jener Kunstwelt zu erwärmen, die irgendwie meinem Ziele verwandt sich darstellten: das Seichte und Inhaltslose verdeckte sich mir durch einen Glanz der sinnlichen Erscheinung, wie ich ihn noch nie wahrgenommen hatte. Erst später kam mir zum Bewußtsein, wie ich mich dennoch hierüber, durch eine fast künstliche Erregtheit, selbst täuschte: diese gutwillige, gern bis zur leichtfertigen Hingerissenheit sich steigernde Erregtheit, nährte sich, mir unbewußt, aus dem Gefühle meiner äußeren Lage, die ich als eine ganz trostlose erkennen mußte, wenn ich mir plötzlich eingestanden hätte, daß all' dieses Kunstwesen, das die Welt ausmachte, in der ich vorwärts kommen sollte, mich zu tiefster Verachtung anwiderte. Die äußere Noth zwang mich, dieses Geständniß fern von mir zu halten; ich vermochte dieß mit der gutmüthig bereitwilligen Laune eines Menschen und Künstlers, den ein unwillkürlich drängendes Liebesbedürfniß in jeder lächelnden Erscheinung den Gegenstand seiner Neigung zu erkennen glauben läßt.

In dieser Lage und Stimmung sah ich mich veranlaßt, auf bereits überwundene Standpunkte mich zurückzustellen. Aussichten waren mir geboten worden, eine Oper leichteren Genre's auf einem untergeordneteren Theater zur Aufführung gebracht zu sehen: ich griff deshalb zu meinem »Liebesverbote« zurück, von dem eine Übersetzung begonnen wurde. Durch die Beschäftigung hiermit fühlte ich mich innerlich um so mehr gedemüthigt, als ich mir äußerlich den Anschein der Hoffnung auf diese Unternehmung zu geben gezwungen war. – Um mich durch Sänger der Pariser Salonswelt empfehlen zu lassen, komponirte ich mehrere französische Romanzen, die, trotz meiner entgegengesetzten Absicht zu ungewohnt und schwer erschienen, um endlich wirklich gesungen zu werden. – Aus meinem tief unbefriedigten Innern stemmte ich mich gegen die widerliche Rückwirkung dieser äußerlichen künstlerischen Thätigkeit, durch den schnellen Entwurf und die ebenso rasche Ausführung eines Orchesterstückes, das ich »Ouvertüre zu Goethe's Faust« nannte, das eigentlich aber nur den ersten Satz einer großen Faustsymphonie bilden sollte.

Bei vollkommener Erfolglosigkeit aller meiner Bestrebungen nach Außen, drängte die äußere Noth mich endlich zu einer noch immer tieferen Herabstimmung des Charakters meiner künstlerischen Thätigkeit: ich erklärte mich selbst bereit zur Anfertigung der Musik zu einem gassenhauerischen Vaudeville für ein Boulevardtheater. Auch dazu gelangte ich aber vor der Eifersucht eines musikalischen Geldeinnehmers nicht. So mußte es mir fast als Erlösung gelten, als ich gezwungen war, mich mit der Anfertigung von Melodieenarrangements aus »beliebten« Opern für das Cornet à pistons zu beschäftigen. Die Zeit, die mir diese Arrangements übrig ließen, verwendete ich nun auf die Vollendung der Komposition der zweiten Hälfte des Rienzi, für den ich jetzt nicht mehr an eine französische Übersetzung dachte, sondern irgend ein deutsches Hoftheater in Aussicht nahm. Die drei letzten Akte dieser Oper wurden unter den bezeichneten Umständen in verhältnißmäßig ziemlich kurzer Zeit fertig.

Nach Beendigung des Rienzi, und bei fortwährender Tagesbeschäftigung mit musikhändlerischer Lohnarbeit, gerieth ich auf einen neuen Ausweg, meinem gepreßten Innern Luft zu machen. Mit der Faustouvertüre hatte ich es zuvor rein musikalisch versucht; mit der musikalischen Ausführung eines älteren dramatischen Planes, des Rienzi, suchte ich der Richtung, die mich eigentlich nach Paris geführt hatte und für die ich mir nun Alles verschlossen sah, ihr künstlerisches Recht angedeihen zu lassen, indem ich sie für mich abschloß. Mit dieser Vollendung stand ich jetzt gänzlich außerhalb des Bodens meiner bisherigen Vergangenheit. Ich betrat nun eine neue Bahn, die der Revolution gegen die künstlerische Öffentlichkeit der Gegenwart, mit deren Zuständen ich mich bisher zu befreunden gesucht hatte, als ich in Paris deren glänzendste Spitze aufsuchte. – Das Gefühl der Nothwendigkeit meiner Empörung machte mich zunächst zum Schriftsteller. Der Verleger der Gazette musicale gab mir, neben den Arrangements von Melodieen, um mir Geld zu verschaffen, auch auf, Artikel für sein Blatt zu schreiben. Ihm galt beides vollkommen gleich: mir nicht. Wie ich in jener Arbeit meine tiefste Demüthigung empfand, ergriff ich diese, um mich für die Demüthigung zu rächen. Nach einigen, allgemeineren musikalischen Artikeln, schrieb ich eine Art von Kunstnovelle; »eine Pilgerfahrt zu Beethoven«, mit welcher im Zusammenhange ich eine zweite folgen ließ: »das Ende eines Musikers in Paris«. Hierin stellte ich, in erdichteten Zügen und mit ziemlichem Humor, meine eigenen Schicksale, namentlich in Paris, bis zum wirklichen Hungertode, dem ich glücklicherweise allerdings entgangen war, dar. Was ich schrieb, war in jedem Zuge ein Schrei der Empörung gegen unsere modernen Kunstzustände: es ist mir versichert worden, daß dieß vielfach amüsirt habe. – Meinen wenigen treuen Freunden, mit denen ich in trübselig traulicher Zurückgezogenheit des Abends bei mir mich zusammenfand, hatte ich hiermit aber ausgesprochen, daß von mir vollständig mit jedem Wunsche und jeder Aussicht auf Paris gebrochen, und der junge Mann, der mit jenem Wunsche und jener Aussicht nach Paris kam, wirklich des Todes gestorben sei.

Es war eine wohllüstig schmerzliche Stimmung, in der ich mich damals befand; sie gebar mir den längst bereits empfangenen »fliegenden Holländer«. – Alle Ironie, aller bittere oder humoristische Sarkasmus, wie er in ähnlichen Lagen all' unseren schriftstellernden Dichtern als einzige gestaltende Triebkraft verbleibt, war von mir zunächst in den genannten und ihnen noch folgenden litterarischen Ergüssen vorläufig so weit losgelassen und ausgeworfen worden, daß ich nach dieser Entledigung meinem inneren Drange nur durch wirkliches künstlerisches Gestalten genügen zu können in den Stand gesetzt war. Wahrscheinlich hätte ich nach dem Erlebten, und von dem Standpunkte aus, auf den mich die Lebenserfahrung gestellt hatte, dieses Vermögen nicht gewonnen, wenn ich eben nur schriftstellerisch-dichterische Fähigkeiten von Jugend auf mir angeeignet hätte; vielleicht wäre ich in die Bahn unserer modernen Litteraten und Theaterstückdichter getreten, die unter den kleinlichen Einflüssen unserer formellen Lebensbeziehungen, mit jedem ihrer prosaischen oder gereimten Federzüge, gegen wiederum formelle Äußerungen jener Beziehungen zu Felde ziehen, und so ungefähr einen Krieg führen, wie ihn in unseren Tagen General Willisen und seine Getreuen gegen die Dänen führten; ich würde sehr vermuthlich so – um mich populär auszudrücken – die Hantirung des Treibers ausgeübt haben, der auf den Sack schlägt, wenn er den Esel meint: – wäre ich nicht durch Eines höher befähigt gewesen, und dieß war mein Erfülltsein von der Musik.


Quando terminei de compor os dois primeiros atos desta ópera, minha situação externa finalmente me obrigou a romper completamente com minhas circunstâncias anteriores. Sem ter o menor meio de fazê-lo, sem a menor perspectiva, aliás, sem sequer poder suspeitar de quem ali conhecesse, parti direto de Riga para Paris. Uma viagem marítima de quatro semanas foi feita nas circunstâncias mais repugnantes, o que também me trouxe para a costa da Noruega. Aqui o "Flying Dutchman" apareceu para mim novamente: ele ganhou força espiritual de minha própria posição; nas tempestades, nas ondas, nas praias rochosas do norte e no tráfego dos navios, fisionomia e cor.


Paris, no entanto, primeiro borrou essa figura para mim. – Desnecessário descrever as impressões que Paris, com sua arte e atividade artística, deve ter causado em uma pessoa na minha posição; sua influência será mais facilmente reconhecível no caráter de minhas atividades e empreendimentos. – Deixei o Rienzi inacabado de lado por enquanto e tentei de todas as formas me tornar conhecido na cidade cosmopolita. Mas, acima de tudo, faltavam-me as qualidades pessoais para isso: mal aprendera francês, de que instintivamente não gostava, para a necessidade mais comum. Não senti a menor inclinação para adotar o caráter francês; mas eu me iludi com a esperança de poder lidar com ele à minha maneira; Eu acreditava que a música, como linguagem cotidiana, tinha a capacidade de preencher uma lacuna entre mim e a essência de Paris, cuja existência meus sentimentos íntimos não podiam me enganar. - Quando eu assistia às brilhantes apresentações da grande ópera, que aliás não aconteciam com frequência, um calor voluptuosamente lisonjeiro surgiu em mim, que me fez querer, esperar, até saber, que ainda poderia triunfar aqui: este esplendor dos meios empregado por uma intenção artística entusiástica parecia-me ser o pináculo da arte, e eu não me sentia incapaz de atingi-lo. Além disso, lembro-me de estar muito disposto a me aquecer para todos os fenômenos do mundo da arte que se apresentavam de alguma forma relacionados ao meu objetivo: o superficial e sem sentido estava escondido de mim por um brilho de aparência sensual como eu tinha nunca percebido antes. Só mais tarde percebi como me iludia sobre isso, com uma excitação quase artificial: essa excitação bem-humorada, que tendia a escalar até o êxtase frívolo, era alimentada, inconscientemente, pelo sentimento de meu exterior. situação, que eu considero muito triste, se de repente eu tivesse admitido para mim mesmo que toda essa arte, que compunha o mundo em que eu iria prosperar, me repugnava com o mais profundo desprezo. A necessidade externa me obrigou a manter essa confissão à distância; Pude fazê-lo com o bom humor e disposição de um homem e artista, que uma necessidade involuntariamente urgente de amor o faz acreditar reconhecer o objeto de sua afeição em cada sorriso.


Nesta situação e estado de ânimo, senti-me compelido a retornar a posições que já havia superado. Tinham-me sido oferecidas perspectivas de uma ópera de gênero mais leve encenada em um teatro menor: recorri, portanto, ao meu Liebesverbot, do qual uma tradução foi iniciada. Ao fazer isso, senti-me ainda mais humilhado por dentro, pois por fora fui obrigado a parecer esperançoso com esse empreendimento. – Para ser recomendado por cantores do mundo dos salões parisienses, compus vários canções franceses que, apesar de minhas intenções contrárias, pareciam muito inusitados e difíceis de serem realmente cantados. - Do meu interior profundamente insatisfeito, defendi-me contra a repugnante reação dessa atividade artística externa, através do rápido rascunho e da execução igualmente rápida de uma peça orquestral, que chamei de "Abertura do Fausto de Goethe", mas que na verdade é apenas a primeira o movimento de uma grande sinfonia de Fausto deveria se formar.


Com o fracasso total de todos os meus esforços para o mundo exterior, a necessidade externa finalmente me levou a rebaixar ainda mais o caráter de minha atividade artística: declarei-me pronto para preparar a música para um vaudeville popular para um teatro de boulevard. Mas também não consegui por causa do ciúme de um cobrador musical. Quase teve de ser considerado uma salvação quando fui obrigado a me dedicar a fazer arranjos de melodias de óperas "populares" para o cornet àpistons. ter

Aproveitei o tempo que esses arranjos me deixaram para completar a composição da segunda metade do Rienzi, para a qual não pensei mais em uma tradução francesa, mas em algum teatro da corte alemã em mente. Nas circunstâncias descritas, os últimos três atos desta ópera foram concluídos em um tempo relativamente curto.


Depois de terminar o Rienzi, e com um dia de trabalho constante como negociante de música, encontrei uma nova maneira de desabafar meu coração oprimido. Com a Abertura Faust eu já havia tentado puramente musicalmente; Com a execução musical de um plano dramático mais antigo, o Rienzi, tentei fazer justiça à tendência que efectivamente me conduzira a Paris e para a qual agora via tudo fechado para mim, completando-a eu mesmo. Com essa conquista, eu estava completamente fora do chão do meu passado anterior. Embarquei agora num novo caminho, o da revolução contra o público artístico do presente, de cujas condições até então tentara fazer amizade quando visitei o seu pico mais luminoso em Paris. – O sentimento da necessidade da minha indignação fez de mim um escritor. O editor da Gazette musicale, além de arranjar melodias para me ganhar dinheiro, também me pediu para escrever artigos para seu jornal. Ambos eram completamente iguais para ele: não para mim. Sentindo minha mais profunda humilhação naquele trabalho, aceitei isso para me vingar da humilhação. Depois de alguns artigos musicais mais gerais, escrevi uma espécie de novela de arte; "uma peregrinação a Beethoven", a propósito da qual acrescentei uma segunda: "o fim de um músico em Paris". Nele eu apresentava, em linhas ficcionais e com muito humor, meu próprio destino, particularmente em Paris, até a fome real, da qual eu felizmente escapei. O que escrevi foi em cada linha um grito de indignação contra nosso estado moderno de art: Tenho certeza de que isso costuma ser divertido. – Mas, por meio deste, eu disse a meus poucos amigos fiéis, com quem me encontrei em uma reclusão sombria e confiante naquela noite, que eu havia rompido completamente com todos os desejos e todas as perspectivas de Paris, e o jovem que com esse desejo e essa perspectiva veio para Paris, tinha realmente morrido.


Era um estado de espírito agradavelmente doloroso em que me encontrava naquele momento; ela deu à luz o "Holandês Voador" que eu havia concebido há muito tempo. – Toda ironia, todo sarcasmo amargo ou humorístico, como permanece em situações semelhantes para todos os nossos poetas literários como a única força motriz formativa, foi solto e jogado fora por mim inicialmente nas manifestações literárias mencionadas e nas que as seguiram até agora que depois fui capaz de satisfazer meu desejo interior apenas por meio da criação artística real. Pelo que experimentei e do ponto de vista em que a experiência de vida me colocou, provavelmente não teria adquirido essa habilidade se tivesse adquirido apenas habilidades literárias e poéticas desde a juventude; talvez eu devesse ter seguido os passos de nossos literatos e dramaturgos modernos, que, sob as influências mesquinhas de nossas relações formais de vida, fazem campanha com cada um de seus traços prosaicos ou rimados contra as expressões mais formais dessas relações, e travam uma guerra um tanto quanto como aquele liderado pelo general Willisen e seus seguidores contra os dinamarqueses em nossos dias; Eu muito provavelmente teria exercido - para dizer popularmente - a manipulação do motorista que bate no saco quando ele quer dizer o burro: - se eu não tivesse sido melhor qualificado por uma coisa, e isso foi o meu ser preenchido pela música.

{...}

 So empörte ich mich aus Liebe, nicht aus Neid und Ärger; und so ward ich daher Künstler, nicht kritischer Litterat.

Então me rebelei por amor, não por inveja e raiva; e assim me tornei um artista, não um escritor crítico.

{...}

Unter äußeren Umständen, die ich anderswo  bereits meinen Freunden berichtete, führte ich den »fliegenden Holländer« mit großer Schnelligkeit in Dichtung und Musik aus. Ich hatte mich von Paris auf das Land zurückgezogen, und trat von hier aus wieder in erste Berührung mit meiner deutschen Heimath. Mein Rienzi war in Dresden zur Aufführung angenommen worden. Diese Annahme galt mir im Allgemeinen für ein fast überraschend aufmunterndes Liebeszeichen und einen freundlichen Gruß aus Deutschland, die mich um so wärmer für die Heimath stimmten, als die Pariser Weltluft mich mit immer eisigerer Kälte anwehte. Mit all' meinem Dichten und Trachten war ich schon ganz nur noch in Deutschland. Ein empfindungsvoller, sehnsüchtiger Patriotismus stellte sich bei mir ein, von dem ich früher durchaus keine Ahnung gehabt hatte. Dieser Patriotismus war frei von jeder politischen Beifärbung; denn so aufgeklärt war ich allerdings schon damals, daß das politische Deutschland, etwa dem politischen Frankreich gegenüber, nicht die mindeste Anziehungskraft für mich besaß. Es war das Gefühl der Heimathlosigkeit in Paris, das mir die Sehnsucht nach der deutschen Heimath erweckte: diese Sehnsucht bezog sich aber nicht auf ein Altbekanntes, Wiederzugewinnendes, sondern auf ein geahntes und gewünschtes Neues, Unbekanntes, Erstzugewinnendes, von dem ich nur das Eine wußte, daß ich es hier in Paris gewiß nicht finden würde. Es war die Sehnsucht meines fliegenden Holländers nach dem Weibe, – aber, wie gesagt, nicht nach dem Weibe des Odysseus, sondern nach dem erlösenden Weibe, dessen Züge mir in keiner sicheren Gestalt entgegentraten, das mir nur wie das weibliche Element überhaupt vorschwebte; und dieß Element gewann hier den Ausdruck der Heimath, d. h. des Umschlossenseins von einem innig vertrauten Allgemeinen, aber einem Allgemeinen, das ich noch nicht kannte, sondern eben erst nur ersehnte, nach der Verwirklichung des Begriffes »Heimath«; wogegen zuvor das durchaus Fremde meiner früheren engen Lage als erlösendes Element vorschwebte, und der Drang, es aufzufinden, mich nach Paris getrieben hatte. Wie ich in Paris enttäuscht worden war, sollte ich es nun auch in Deutschland werden. Mein fliegender Holländer hatte allerdings die neue Welt noch nicht entdeckt: sein Weib konnte ihn nur durch ihren und seinen Untergang erlösen. – Doch fahren wir fort!

Em circunstâncias externas, que já relatei em outro lugar a meus amigos, elaborei The Flying Dutchman com grande velocidade em poesia e música. Eu havia me retirado de Paris para o campo, e foi daqui que voltei a ter contato com minha pátria alemã. Meu Rienzi foi aceito para uma apresentação em Dresden. Em geral, essa suposição me pareceu um sinal de amor quase surpreendentemente encorajador e uma saudação amigável da Alemanha, que me fez sentir ainda mais pronto para casa, pois o ar cosmopolita parisiense soprava sobre mim com um frio cada vez mais gelado. Com toda a minha poesia e fantasias, eu estava apenas na Alemanha. Um patriotismo sentimental e ansioso tomou conta de mim, do qual eu não tinha absolutamente nenhuma ideia antes. Esse patriotismo estava livre de qualquer conotação política; pois eu já estava tão esclarecido que a Alemanha política, comparada com a França política, por exemplo, não tinha a menor atração para mim. Foi o sentimento de sem-teto em Paris que despertou minha saudade da pátria alemã: essa saudade, porém, não se referia a algo conhecido que poderia ser recuperado, mas a algo novo, desconhecido, que eu havia pressentido e desejado para o primeira vez, da qual só sabia de uma coisa que certamente não encontraria aqui em Paris. Era o desejo de meu holandês voador pela mulher - mas, como eu disse, não pela esposa de Odisseu, mas pela mulher redentora, cujos traços não me pareciam em nenhuma forma segura, que eu apenas tinha em mente como o elemento feminino em geral; e esse elemento aqui ganhou a expressão de lar, i. H. de estar rodeado por um general intimamente familiar, mas um general que eu ainda não conhecia, mas apenas desejava, após a realização do conceito de "casa"; ao passo que, anteriormente, o elemento completamente estranho de minha antiga posição estreita estava em primeiro plano como um elemento redentor, e o desejo de encontrá-lo me levou a Paris. Assim como me decepcionei em Paris, agora também me decepcionaria na Alemanha. No entanto, meu holandês voador ainda não havia descoberto o novo mundo: sua esposa só poderia resgatá-lo por meio dela e de sua própria queda. - Mas vamos continuar!

{...}

Seit meiner Rückkehr aus Paris nach Deutschland, hatte mein Lieblingsstudium das des deutschen Alterthumes ausgemacht. Ich erwähnte bereits näher des damals tief mich erfüllenden Verlangens nach der Heimath. Diese Heimath konnte in ihrer gegenwärtigen Wirklichkeit mein Verlangen auf keine Weise befriedigen, und ich fühlte, daß meinem Triebe ein tieferer Drang zu Grunde lag, der in einer anderen Sehnsucht seine Nahrung haben mußte, als eben nur im Verlangen nach der modernen Heimath. Wie um ihn zu ergründen, versenkte ich mich in das urheimische Element, das uns aus den Dichtungen einer Vergangenheit entgegentritt, die uns um so wärmer und anziehender berührt, als die Gegenwart uns mit feindseliger Kälte von sich abstößt. Alle unsere Wünsche und heißen Triebe, die in Wahrheit uns in die Zukunft hinübertragen, suchen wir aus den Bildern der Vergangenheit zu sinnlicher Erkennbarkeit zu gestalten, um so für sie die Form zu gewinnen, die ihnen die moderne Gegenwart nicht verschaffen kann. In dem Streben, den Wünschen meines Herzens künstlerische Gestalt zu geben, und im Eifer, zu erforschen, was mich denn so unwiderstehlich zu dem urheimathlichen Sagenquelle hinzog, gelangte ich Schritt für Schritt in das tiefere Alterthum hinein, wo ich denn endlich zu meinem Entzücken, und zwar eben dort im höchsten Alterthume, den jugendlich schönen Menschen in der üppigsten Frische seiner Kraft antreffen sollte. Meine Studien trugen mich so durch die Dichtungen des Mittelalters hindurch bis auf den Grund des alten urdeutschen Mythos; ein Gewand nach dem anderen, das ihm die spätere Dichtung entstellend umgeworfen hatte, vermochte ich von ihm abzulösen, um ihn so endlich in seiner keuschesten Schönheit zu erblicken. Was ich hier ersah, war nicht mehr die historisch konventionelle Figur, an der uns das Gewand mehr als die wirkliche Gestalt interessiren muß; sondern der wirkliche, nackte Mensch, an dem ich jede Wallung des Blutes, jedes Zucken der kräftigen Muskeln, in uneingeengter, freiester Bewegung erkennen durfte: der wahre Mensch überhaupt.


Desde meu retorno de Paris para a Alemanha, meu campo de estudo favorito era a antiguidade alemã. Já mencionei com mais detalhes a saudade de casa que me invadiu profundamente na época. Em sua realidade atual, esta pátria não poderia de forma alguma satisfazer meu desejo, e senti que meu instinto se baseava em um desejo mais profundo que deveria ser alimentado por um desejo diferente do que apenas o desejo pela pátria moderna. Como que para sondá-lo, mergulhei no elemento primordial que encontramos na poesia de um passado que nos toca tanto mais quente e atraente quanto o presente nos repele com frieza hostil. Tentamos moldar todos os nossos desejos e impulsos urgentes, que na verdade nos transportam para o futuro, a partir das imagens do passado para torná-los sensivelmente reconhecíveis, para ganhar uma forma que o presente moderno não pode dar. Esforçando-me para dar forma artística aos desejos do meu coração e ansioso para explorar o que me atraiu tão irresistivelmente à fonte de minha saga nativa, entrei passo a passo na antiguidade mais profunda, onde finalmente, para meu deleite, e isso é precisamente ali, na maior antiguidade, onde se encontrava o homem jovem e belo no mais exuberante frescor de suas forças. Meus estudos me levaram através da poesia da Idade Média até o fundo do velho mito ur-alemão; Pude despir um manto após o outro, que mais tarde a poesia desfigurou nele, para finalmente poder vê-lo em sua mais casta beleza. O que vi aqui não era mais a figura historicamente convencional, na qual a cortina deve nos interessar mais do que a figura real; mas o ser humano real, nu, em quem eu era capaz de reconhecer cada fluxo de sangue, cada contração dos músculos fortes, em movimento desenfreado, o mais livre: o verdadeiro ser humano em geral.


{...}

Wie ein schwarzes Bild aus einer längst abgethanen gräßlichen Vergangenheit war nochmals jenes Paris an mir vorübergezogen, dahin ich auf den Rath eines wohlmeinenden Freundes, der hier mehr für mein äußerliches Glück als meine innere Befriedigung besorgt sein konnte, zunächst mich gewandt hatte, und das ich jetzt, beim ersten Wiedererkennen seiner ekelhaften Gestalt, wie ein nächtliches Gespenst von mir wies, indem ich eilend aus ihm fortfloh und nach den frischen Alpenbergen der Schweiz mich wandte, um wenigstens nicht mehr den Pestgeruch des modernen Babel zu athmen. Hier, im Schutze schnell gewonnener biederer Freunde, sammelte ich mich zunächst zur öffentlichen Kundgebung eines Protestes gegen die augenblicklichen Besieger der Revolution, denen ich wenigstens den Titel ihres Herrenrechtes abzustreiten hatte, nach welchem sie sich für die Beschützer der Kunst ausgeben. So ward ich wiederum zum Schriftsteller, wie ich es einst in Paris geworden war, als ich meine Wünsche auf Pariser Kunstruhm hinter mich warf und gegen das Formelle des herrschenden Kunstwesens mich empörte: jetzt hatte ich mich aber gegen dieses ganze Kunstwesen in seinem Zusammenhange mit dem ganzen politisch-sozialen Zustande der modernen Welt auszusprechen, und der Athem, den ich hierzu schöpfen mußte, hatte von anhaltenderer Natur zu sein. In einer kleineren Schrift »Die Kunst und die Revolution« deckte ich zunächst diesen Zusammenhang auf, und wies den Namen der Kunst für Das, was gegenwärtig unter diesem schützenden Titel zur Spekulation auf die Schlechtigkeit und Elendigkeit des modernen »Publikums« sich anläßt, gebührend zurück. In einer etwas ausführlicheren Abhandlung, die unter dem Titel des »Kunstwerkes der Zukunft« erschien, wies ich den tödtlichen Einfluß jenes Zusammenhanges auf das Wesen der Kunst selbst nach, die bei ihrer egoistischen Zerstückelung in die modernen Einzelnkünste unfähig geworden sei, das wirkliche allein giltige, weil allein verständliche, und einen rein menschlichen Inhalt zu fassen allein fähige, Kunstwerk zu Stande zu bringen. In meiner neuesten schriftstellerischen Arbeit: »Oper und Drama«, zeigte ich nun, bestimmter auf den rein künstlerischen Gegenstand eingehend, wie die Oper bisher irrthümlich von Kritikern und Künstler für das Kunstwerk angesehen worden sei, in welchem die Keime, oder gar die Vollendung des von mir gemeinten Kunstwerkes der Zukunft bereits zur Erscheinung gekommen wären; und wies nach, daß nur aus der vollständigen Umkehrung des bisherigen künstlerischen Verfahrens bei der Oper einzig das Richtige geleistet werden könnte, indem ich hierbei das Ergebniß meiner eigenen künstlerischen Erfahrungen meiner Darstellung des vernünftigen und allein zweckmäßigen Verhältnisses zwischen Dichter und Musiker zu Grunde legte. Mit dieser Arbeit, und mit der hier gemachten Mittheilung, fühle ich nun, dem Drange, der mich zuletzt zum Schriftsteller machte. Genüge gethan zu haben, indem ich mir sagen zu dürfen glaube, daß, wer mich nun noch nicht versteht, mich unter allen Umständen auch nicht verstehen kann, weil er nicht – will.

Que Paris passou por mim novamente como uma imagem negra de um passado horrível há muito esquecido, ao qual recorri pela primeira vez a conselho de um amigo bem-intencionado, que poderia estar mais preocupado com minha felicidade externa do que com minha satisfação interior, e que Eu agora, ao primeiro reconhecimento de sua forma repugnante, como um fantasma noturno, fugi dele às pressas e me virei para as frescas montanhas alpinas da Suíça, para não respirar mais o cheiro de peste da Babel moderna. Aqui, sob a proteção de amigos honestos que ganhei rapidamente, primeiro me reuni para uma manifestação pública de protesto contra os vencedores instantâneos da revolução, a quem tive que negar pelo menos o título de seu mestre, segundo o qual eles afirmam sejam os protetores da arte. Assim, voltei a ser escritor, como havia me tornado em Paris, quando deixei para trás meu desejo de fama artística parisiense e me rebelei contra a formalidade do sistema de arte vigente: mas agora eu era contra todo esse sistema de arte em sua conexão com o para expressar toda a condição político-social do mundo moderno, e o fôlego que eu tinha que dar para isso tinha que ser de natureza mais duradoura. Em um ensaio menor, "Arte e a Revolução", descobri pela primeira vez essa conexão e rejeitei devidamente o nome de arte para o que atualmente, sob esse título protetor, especula sobre a maldade e a miséria do "público" moderno. Em um tratado um tanto mais detalhado, que apareceu sob o título de "A obra de arte do futuro", demonstrei a influência mortal dessa conexão na essência da própria arte, que, em sua fragmentação egoísta em artes individuais modernas, havia tornam-se incapazes de que só o real seja válido, porque só o compreensível, e só capaz de apreender um conteúdo puramente humano, pode fazer nascer uma obra de arte. Na minha obra literária mais recente, Oper und Drama, mostrei, entrando mais especificamente no assunto puramente artístico, como críticos e artistas haviam erroneamente considerado a ópera como a obra de arte na qual os germes, ou mesmo a conclusão da obra, de arte do futuro, quero dizer, já teria aparecido; e provou que a coisa certa só poderia ser alcançada invertendo completamente o processo artístico anterior na ópera, usando o resultado de minhas próprias experiências artísticas como base para minha apresentação da relação razoável e única conveniente entre poeta e músico. Com este trabalho, e com a comunicação aqui feita, sinto agora o impulso que finalmente me fez escritor. Para ter feito o suficiente acreditando, posso dizer a mim mesmo que quem ainda não me entende também não pode, em hipótese alguma, me entender, porque não quer - quer.

Comentários

Postagens mais visitadas deste blog

Richard Wagner: Die deutsche Oper (1834)

Carta a BARON von BIEDENFELD, WEIMAR. Dresden, 17 de janeiro de 1849.

Tradução de Sobre a abertura