carta Joseph Wagner 3/12/1842

 (Dresden, 3. December 1842.)


Bester Bruder,


je weniger ich meines langen Schweigens wegen zu entschuldigen bin, desto mehr muss ich Dich bitten, gegen mich Nachsicht zu üben, da wir sonst unmöglich ins Reine kommen könnten. Der Vorwurf des Hochmuthes, meintest Du ihn ernstlich, würde mich nur treffen können, wenn ich plötzlich wahnsinnig geworden wäre: hätte ich Anlage zum Hochmuth, so hätte ich ebenso gut vor meinem Dresdner Erfolge hochmüthig sein müssen, als nach demselben, da ich mir einbilde vorher ganz eben derselbe gewesen zu sein als nachher: was dazwischen liegt, ist das Glück, — auf ein Glück kann ich mir aber nichts zu gut thun. — Dummes Zeug! Könntest Du einen Blick in mein jetziges und letztverflossenes Leben werfen, so würdest Du schnell begreifen, wie es kommen konnte, dass ich eine so lange Zeit über nicht dazu gelangte, Dir einen ausführlichen Brief — denn nur einen solchen solltest Du erhalten — zu schreiben. Von der Zerstreutheit, in die ich durch fortwährende Aufregungen von allen Seiten her versetzt bin, hast Du keinen Begriff! 


Natürlich hat sich mit einem Schlage mein ganzes Leben geändert: bleibe ich auch immer derselbe, so ist um mich herum doch Alles anders geworden. Zu meiner besten Entschuldigung wird mir daher dienen, wenn ich Dir in Kürze erzähle, was Alles mit mir vorgegangen ist, seit ich Deinen vorletzten Brief — am Tage der ersten Vorstellung meiner Oper erhielt.


Du weisst ungefähr, welches der Erfolg dieser ersten Vorstellung war: sie hat buchstäblich Furore gemacht. Alles Glück habe ich den Sängern und später den Musikern der Capelle zu verdanken. Denke Dir einen Ort, oder vielmehr ein Publikum wie das Dresdener, welches seit undenklichen Zeiten nicht gewöhnt, über eine bedeutende Kunsterscheinung sein erstes — entscheidendes Urtheil auszusprechen, sondern immer in die Lage versetzt war, erst abwarten zu können, welches Urtheil anderwärts ausgesprochen wurde: — dieses Publikum, an und für sich lau, befindet sich zum ersten Male einem so anspruchsvollen Werke gegenüber, dessen Autor den unbekanntesten Namen von der Welt führt! Dieser für mich so kritische Standpunkt entging mir und meinen Freunden von allem Anfang an keineswegs, und ein einziges Achselzucken eines der Herren der hiesigen Oper hätte hingereicht, mein Werk von vornherein zu untergraben. Nun fügte es aber der Himmel so, dass mit jeder Probe die Sänger mehr Aufmerksamkeit — dann Theilnahme, dann Liebe, endlich aber Enthusiasmus für meine Arbeit an den Tag legten, und diese Stimmung theilte sich nach und nach durch die bei meiner Oper Betheiligten in einem solchen Grade dem Publikum mit, dass dieses endlich mit einer Spannung, wie auf etwas ganz Unerhörtes, dem Erscheinen meiner Oper entgegensah. So kam es denn auch, dass gleich der Erfolg der ersten Vorstellung ein so vollkommener war, dass sich hier Niemand eines gleichen, ja nur ähnlichen entsinnen kann. Und dies trotz dem dass die erste Vorstellung bis ll1/* Uhr dauerte!!! Man versichert mich, dass Alles bis zur letzten Note mit der grössten Aufmerksamkeit dieser ersten Vorstellung beigewohnt habe, — dies sei für Dresden mein grösster Triumph. — Diese erste Vorstellung wurde mit erhöhten Preisen gegeben, und Alles war der Meinung, dass die Oper von der zweiten Vorstellung an mit den gewöhnlichen Preisen vorgeführt werden würde: der Andrang blieb jedoch so gross, dass sie Sonntag vor 8 Tagen zum sechsten Male bei erhöhten Preisen und vor stets überfülltem Hause gegeben wurde. Lüttichau hat also beschlossen, die Aufführungen meiner Oper bis Neujahr zu unterbrechen, um sie dann immer wieder mit erhöhten Preisen zu geben. Die besonderen Ehren, die mir in den Vorstellungen von Seiten des Publikums angethan wurden, übergehe ich Dir aufzuzählen; nur sage ich Dir, dass die sechste Vorstellung, welche ich selbst dirigirte, fast noch enthusiastischer als die erste aufgenommen wurde. — Das Ergreifendste für mich war aber, was ich von dem gesamten Personale, besonders aber von Tichatschek und der Devrient erfuhr, als ich daran ging, die Oper zu kürzen: Keines wollte sich etwas streichen lassen, so dass ich völlige Kämpfe zu überstehen hatte und blos dadurch zum Ziele kam, dass ich meine Striche so einzurichten suchte, dass den Haupt -Sängern so wenig wie möglich genommen wurde. Jetzt dauert die Oper blos bis halb 11 Uhr; viele Stimmen aus dem Publikum haben mir aber Vorwürfe gemacht, dass diese oder jene Stelle wegbliebe.

(Dresden, 3 de dezembro de 1842.)


Meu querido irmão,


Quanto menos posso justificar meu longo silêncio, mais preciso pedir sua indulgência, pois, do contrário, não conseguiremos chegar a um entendimento. A acusação de orgulho, se a fez a sério, só se aplicaria a mim se eu tivesse enlouquecido de repente: se eu fosse propenso ao orgulho, teria que ser tão arrogante antes do meu sucesso em Dresden quanto depois, já que me imagino exatamente o mesmo antes e depois: o que existe entre esses dois extremos é a boa sorte — mas não posso me orgulhar demais da boa sorte. Bobagem! Se você pudesse dar uma olhada na minha vida atual e recente, entenderia rapidamente como foi possível que eu não tenha conseguido escrever uma carta detalhada — pois esse é o único tipo de carta que você deveria receber — por tanto tempo. Você não faz ideia da distração em que me meti com a constante agitação de todos os lados!


É claro que toda a minha vida mudou num instante: embora eu continue sendo a mesma pessoa, tudo ao meu redor se tornou diferente. Portanto, minha melhor desculpa será contar-lhe brevemente o que me aconteceu desde que recebi sua penúltima carta — no dia da estreia da minha ópera.


Você sabe mais ou menos o sucesso daquela estreia: foi uma verdadeira sensação. Devo todo esse sucesso aos cantores e, posteriormente, aos músicos da orquestra. Imagine um lugar, ou melhor, um público, como o de Dresden, que desde tempos imemoriais não se acostumou a expressar seu primeiro julgamento — decisivo — sobre um fenômeno artístico significativo, mas sempre pôde esperar para ver qual julgamento seria expresso em outros lugares: esse público, morno por natureza, se vê pela primeira vez diante de uma obra tão exigente, cujo autor tem o nome mais desconhecido do mundo! Essa postura crítica, tão crítica para mim, não passou despercebida por mim e meus amigos desde o início, e um simples encolher de ombros de um dos cavalheiros da ópera local teria sido suficiente para minar meu trabalho desde o princípio. Mas, como o destino quis, a cada ensaio os cantores demonstravam mais atenção, depois participação, depois amor e, finalmente, entusiasmo pelo meu trabalho. Esse sentimento foi se espalhando gradualmente para o público, por meio dos envolvidos na minha ópera, a tal ponto que todos aguardavam a estreia com uma expectativa como se antecipassem algo sem precedentes. E assim aconteceu: o sucesso da primeira apresentação foi tão completo que ninguém aqui se lembra de nada comparável, nem mesmo semelhante. E isso apesar de a primeira apresentação ter durado até as 11h da manhã!!! Garanto que todos assistiram à primeira apresentação com a máxima atenção até a última nota — dizem que este é o meu maior triunfo para Dresden. A primeira apresentação teve preços inflacionados, e todos presumiram que, a partir da segunda apresentação, a ópera seria apresentada aos preços normais; no entanto, a procura continuou tão grande que, há oito dias, no domingo, ela foi apresentada pela sexta vez, também com preços inflacionados e sempre com a casa cheia. Lüttichau decidiu, portanto, suspender as apresentações da minha ópera até o dia de Ano Novo, para então apresentá-la novamente a preços inflacionados. Abster-me-ei de relatar as homenagens especiais que me foram concedidas pelo público durante as apresentações; direi apenas que a sexta apresentação, que eu mesmo regi, foi recebida com ainda mais entusiasmo do que a primeira. — Mas o que mais me impressionou foi o que aprendi com todo o elenco, especialmente com Tichatschek e Devrient, quando comecei a encurtar a ópera: nenhum deles queria que nada fosse cortado, então tive que lutar com unhas e dentes e só consegui atingir meu objetivo tentando organizar os cortes de forma que os cantores principais fossem privados do mínimo possível. Agora a ópera dura apenas até as 22h30; no entanto, muitas vozes do público me criticaram por omitir esta ou aquela cena.


Nach der zweiten Vorstellung trug mir nun Lüttichau an, meine zweite Oper „der fliegende Holländer" — da sie in Berlin doch erst im Februar oder März zur Aufführung kommen könnte — sogleich auch in Dresden geben zu lassen. Du begreifst leicht, welches ausserordentlich Schmeichelhafte für mich in diesem Anerbieten lag, und ich habe es gern angenommen: gegen Weihnachten d. J. wird also auch meine zweite Oper hier zur Aufführung kommen: die Devrient hat sich darin die weibliche Hauptpartie — die ich ihr natürlich etwas habe ändern müssen — ausgebeten. — Dass dieses Zusammentreffen meine ganze geistige Thätigkeit in Anspruch nimmt, kannst Du Dir wohl denken: dabei überwache ich das Copiren der Partituren, Aenderungen, Kürzungen, Einrichtungen etc; ein paar Mal war ich auch in Leipzig, zuletzt bei dem Conzert der Devrient daselbst sogar beschäftigt. Alle Tage erhalte ich Briefe in Bezug auf meine Angelegenheiten, von denen viele noch unbeantwortet liegen. Was aber das Betrübendste ist, das sind die Einladungen. Vorher krähte kein Hahn nach mir, und nun kann ich mich nicht retten, besonders da meine Freunde behaupten, ich müsse überall hingehen : kurz ich bin hier Mode. — — Was mich nun auch sehr aufregend in Anspruch genommen hat und noch nimmt, ist diQ Stellung, in die mich der so überraschend eingetretene Todesfall des armen Rastrelli gebracht hat. Sogleich blickten Aller Augen auf mich als seinen Nachfolger im Amte: am Hofe sprach man davon und Lüttichau Hess mich ausforschen. Ich liege noch in einem sehr schweren Kampfe: gern bliebe ich natürlich für die nächsten Jahre noch frei. Ich bin jetzt in meinem besten Alter, wo die productiven Kräfte am frischesten gespannt sind: zwei Sujets zu neuen Opern habe ich bereits entworfen, im Laufe von zwei Jahren könnte ich sie componirt haben, wenn ich frei bliebe. Ich gestehe, dass ich diese Freiheit gern mit dem Opfer einiger Sorgen in pekuniärer Hinsicht erkaufte, und am Ende muss ich jetzt doch darauf rechnen, von meinen beiden fertigen Opern noch manche hübsche Einnahme zu machen. Freilich geht bei uns in Deutschland Alles langsam und bedächtig: ich bin sämmtlichen Theatern eine zu unerwartet gekommene Erscheinung, und ehe sie Zeit finden, mich in ihr Repertoir einzuschieben, kann ich schon wohl noch ein wenig zusehen. Zwar habe ich von Braunschweig durch Schmetzer schon vorläufigen Auftrag für die Partitur; gestern habe ich auch einen Brief des Aachener Theater-Direktor's bekommen, worin er mich um die Partitur bittet: indess, wenn ich auch schon jetzt hie und da etwas erschnappe, so liegen mir doch auch meine alten Schulden, zumal die Magdeburger, schwer auf dem Halse, und ich sehe noch lange nicht den Zeitpunkt ab, wo ich ohne Geldsorge sein würde. 

Após a segunda apresentação, Lüttichau me abordou sobre a possibilidade de minha segunda ópera, "O Holandês Voador" — já que ela só seria apresentada em Berlim em fevereiro ou março — ser encenada também em Dresden. Vocês podem imaginar o quanto essa oferta foi lisonjeira para mim, e eu a aceitei com prazer: por volta do Natal deste ano, minha segunda ópera também será apresentada aqui. Devrient solicitou o papel principal feminino — que, é claro, tive que alterar um pouco. Vocês podem imaginar que essa confluência de eventos ocupa toda a minha energia mental: estou supervisionando a cópia das partituras, as alterações, os cortes, os arranjos, etc.; também estive em Leipzig algumas vezes, inclusive trabalhando recentemente no concerto de Devrient lá. Recebo cartas todos os dias sobre meus assuntos, muitas das quais permanecem sem resposta. Mas o que mais me incomoda são os convites. Antes, ninguém se importava comigo, e agora estou em uma situação realmente complicada, principalmente porque meus amigos insistem que eu vá a todos os lugares: em resumo, sou a sensação do momento por aqui. — O que também tem sido, e ainda é, muito emocionante para mim é a posição em que a morte repentina do pobre Rastrelli me colocou. Imediatamente, todos os olhares se voltaram para mim como seu sucessor: na corte, as pessoas comentavam sobre isso, e Lüttichau e Hess estavam me investigando. Ainda estou em uma luta muito difícil: naturalmente, eu ficaria feliz em permanecer livre pelos próximos anos. Estou agora no auge da minha vida, quando minhas energias produtivas estão mais frescas: já esbocei dois temas para novas óperas e poderia tê-las compostas em dois anos se permanecesse livre. Confesso que comprei essa liberdade de bom grado, à custa de algumas preocupações financeiras, e, no final, devo esperar obter um bom lucro com minhas duas óperas concluídas. Claro, tudo na Alemanha se move lenta e deliberadamente: sou uma chegada inesperada para todos os teatros e, antes que encontrem tempo para me integrar ao seu repertório, provavelmente posso esperar mais um pouco. Recebi uma encomenda preliminar da partitura de Schmetzer, em Braunschweig; Ontem também recebi uma carta do diretor do teatro de Aachen solicitando a partitura; no entanto, embora já esteja conseguindo resolver algumas coisas aqui e ali, minhas dívidas antigas, especialmente as de Magdeburgo, ainda me pesam muito, e não consigo prever quando estarei livre de preocupações financeiras.


Ich habe deshalb, und besonders da man mir Vorwürfe machte, nicht mit der Sprache herauszurücken, vor einigen Tagen mich frei gegen Lüttichau ausgesprochen, und ihm erklärt, dass, trotzdem ich eigentlich gewünscht hätte, noch frei zu bleiben, die Aussicht, ein so ausserordentliches Ensemble, wie die Dresdener Oper mir es jetzt bietet, zu meiner Disposition zu erhalten, um mit ihm die höchsten Kunstleistungen zu bereiten, für mich etwas so Verführerisches sei, dass ich leicht meinem früheren Vorsatze entsagen könnte: da eine untergeordnete Stellung, wie sie Rastrelli inne hatte, mir diese Aussicht aber nicht biete, so könne ich auch auf den erledigten Platz nicht reflectiren. Hierauf hat mir nun Lüttichau erklärt, dass es sein Wille nicht sei, die Stelle so wieder zu besetzen, wie sie Rastrelli inne hatte; da er in Reissiger, dessen zu grosser Schlaffheit und Unbeholfenheit wegen, durchaus nicht mehr das Vertrauen setzen könne, welches nöthig sei, so beabsichtige er, einen anderen Kapellmeister ihm an die Seite zu setzen, der mit ihm zum Mindesten vollkommen gleiche Rechte theile. — Nun stehe ich denn wie Herkules am Scheidewege: — Jeder, der blos mein materielles Wohl im Auge hat, wird mir natürlich zurufen: „Greif zu!"


Ist damit aber auch Alles abgethan?


Siehst Du, so geht es nun bei mir: immer habe ich den Kopf voll — bald mit Kunst, bald mit — Dunst. — Ich hätte Dich wohl gern hier gesehen: bist Du denn immer so fürchterlich beschäftigt? Wenn ich Dir nicht schrieb, so war eine lange Zeit auch der Umstand daran schuld, dass ich nicht wusste, wohin? schreiben. Jetzt seid Ihr also wieder in Ballenstädt, und es geht Euch so gut, wie es eben gehen kann? — Wegen meines Rienzi wollen wir doch wohl noch ein wenig warten. Findest Du nicht auch, dass es gut ist, wenn er erst noch an einem zweiten bedeutenden Orte gegeben wird? Ich verkenne — weiss Gott — nicht, was für mich Schmeichelhaftes in Deiner Anfrage liegt, und hast Du bessere Gründe dafür, die Oper schon so bald bei Euch zu geben, so sage sie mir, und belehre mich. Jedenfalls ist es sehr viel Vertrauen von Deinem Director, und ich bin ihm herzlich dankbar dafür. Das Honorar wird zwischen uns kein grosses Obstakel sein. Ich richte übrigens die Partitur so ein, dass die Aufführung an kleinen Bühnen keine zu grosse Noth macht. Jedenfalls wird es mir interessant sein, Dich als Rienzi zu sehen und zu hören. Schreib' mir doch bald, was Du auf meinen Einwurf zu erwidern hast.


Und nun — wie geht es Deiner Familie? Was macht die Frau? Wie schreiten die Kinder vorwärts? Ich spreche hier oft von Dir und Johanna. Schreibe mir doch das Repertoir der Letzteren: es debütirt und versucht sich jetzt hier allerhand Gesindel, warum sollte man da nicht eine Anfängerin beachten, die unter Deiner Leitung so viel verspricht? Kommt Zeit — kommt Rath. —


Meine Frau dankt herzlich für Deinen Gruss und erwidert ihn ebenso. Mach', dass wir uns bald einmal zu sehen bekommen; vielleicht findet sich dazu die Gelegenheit, wenn Ihr Euch nach Bernburg übersiedelt? Bei mir kannst Du wohnen.


Leb recht wohl und sei mir ja nicht mehr bös. Grüsse bestens die Deinigen von mir und meiner Frau.


Immer bin und bleibe ich


Dein


treuer Bruder


Richard Wagner.

Portanto, e especialmente porque fui acusado de silêncio, manifestei-me abertamente contra Lüttichau há alguns dias e expliquei-lhe que, embora preferisse permanecer livre, a perspectiva de ter à minha disposição um conjunto tão extraordinário como a Ópera de Dresden, com o qual posso criar as mais elevadas realizações artísticas, era tão tentadora que eu poderia facilmente renunciar à minha intenção anterior: como um cargo subordinado como o que Rastrelli ocupava não me oferecia essa perspectiva, eu nem sequer considerava a vaga. Lüttichau explicou-me então que não pretendia preencher o cargo novamente da mesma forma que Rastrelli o ocupara; como já não podia depositar a confiança necessária em Reissiger, devido à excessiva preguiça e incompetência deste, pretendia nomear outro Kapellmeister para o seu lado, alguém que ao menos partilhasse os mesmos direitos. — Agora estou como Hércules numa encruzilhada: — Qualquer um que só tenha em mente o meu bem-estar material gritará naturalmente: "Agarre-se a ele!"


Mas será que é só isso?


Veja bem, é assim que me sinto agora: minha cabeça está sempre cheia — às vezes com arte, às vezes com... névoa. — Eu gostaria de tê-lo visto aqui: você está sempre tão terrivelmente ocupado? Por muito tempo, se eu não lhe escrevia, era também porque eu não sabia para onde escrever. Então agora você está de volta a Ballenstedt e está se saindo tão bem quanto pode? — Quanto à minha ópera Rienzi, acho que devemos esperar um pouco mais. Você não acha que é bom que ela esteja sendo apresentada primeiro em um segundo grande teatro? Certamente não nego os aspectos lisonjeiros do seu pedido, e se você tiver razões melhores para querer encenar a ópera tão cedo, por favor, me diga e me esclareça. De qualquer forma, é uma grande demonstração de confiança da parte do seu diretor, e sou muito grato a ele por isso. O cachê não será um grande obstáculo entre nós. Aliás, estou adaptando a partitura para que as apresentações em palcos menores não sejam muito difíceis. De qualquer forma, terei interesse em vê-lo e ouvi-lo como Rienzi. Por favor, escreva-me em breve e diga-me o que você acha da minha sugestão.


E agora, como está sua família? Como está sua esposa? Como estão as crianças? Costumo falar de você e da Johanna por aqui. Escreva-me sobre o repertório dela: todo tipo de artista está estreando e tentando a sorte por aqui agora, então por que não dar atenção a um iniciante que demonstra tanto potencial sob sua direção? O tempo dirá.


Minha esposa agradece calorosamente sua saudação e retribui o gesto. Certifique-se de nos vermos em breve; talvez tenhamos a oportunidade quando você se mudar para Bernburg? Você pode ficar comigo.


Adeus, e por favor, não guarde rancor de mim novamente. Mande lembranças minhas e da minha esposa para sua família.


Eu sou e sempre serei


Seu


irmão fiel


Richard Wagner

Comentários

Postagens mais visitadas deste blog

Richard Wagner: Die deutsche Oper (1834)

Carta a BARON von BIEDENFELD, WEIMAR. Dresden, 17 de janeiro de 1849.

Tradução de Sobre a abertura