Epilogischer Bericht über die Umstände und Schicksale, welche die Ausführung des Bühnenfestspieles „Der Ring des Nibelungen“ bis zur Veröffentlichung der Dichtung desselben begleiteten.
Epilogischer Bericht über die Umstände und Schicksale, welche die Ausführung des Bühnenfestspieles „Der Ring des Nibelungen“ bis zur Veröffentlichung der Dichtung desselben begleiteten.
FONTE:
Richard Wagner: Gesammelte Schriften und Dichtungen. Vierte Auflage. Sechster Band. Leipzig: C.F.W. Siegel’s Musikalienhandlung 1907, S. 257-272.
In welcher Weise ich auf den ausschweifenden Gedanken der Konzeption und Ausführung des Bühnenfestspieles „Der Ring des Nibelungen“ gerathen war (1), ist von mir bereits am Schlusse einer früheren „Mittheilung an meine Freunde“ angedeutet worden. Im Betreff des Gegenstandes selbst war jener Gedanke aus der immer innigeren Betrachtung des ungemein ergiebigen Stoffes entsprungen und hatte sich zu dem Wunsche, mich gänzlich seiner zu bemächtigen, gestaltet. Der Charakter dieser meinem Stoffe zugewendeten Betrachtung dürfte gleichfalls leicht Demjenigen deutlich werden, welcher namentlich den zweiten Theil meiner ausführlicheren Abhandlung über „Oper und Drama“ eines ernstlichen Einblickes würdigte.
(1) Siehe Band IV S. 341 dieser gesammelten Schriften und Dichtungen.
Ver Volume IV, p. 341 desta coletânea de escritos e poemas.
Schwieriger muß es mir fallen, die gewisser Maaßen verwegene Stimmung deutlich zu machen, welche mich dazu veranlassen, und darin fortgesetzt bestärken konnte, die höchste Anspannung meiner künstlerisch produktiven Kräfte für eine lange Reihe [258] von Jahren der Ausführung eines Werkes zuzuwenden, welches jedem praktisch Erfahrenen als auf unseren Operntheatern unausführbar gelten mußte. Jeder war erstaunt, gerade mich, der ich mir so vorzügliche praktische Erfahrung selbst gewonnen hatte, in einem so ungeheuerlichen Unternehmen befangen zu sehen. Diesen entgegnete ich zwar, daß ich mit diesem Werke vom modernen Operntheater mich eben gänzlich abwende, und gerade mein Widerwille dagegen, mit diesem Theater ferner noch verkehren zu sollen, bei der Eingebung jener ausschweifenden Konzeption von nicht geringer Mitthätigkeit gewesen sei. Man glaubte diese Entgegnung nicht für meinen vollen Ernst gelten lassen zu dürfen. Sollte gerade ich von einer lebenvollen Aufführung eines solchen Werkes, welches ich andererseits in jedem kleinsten Zuge mit gesteigerter Lebendigkeit ausführte, gänzlich absehen wollen? Im Gegentheile glaubte man vermuthen zu müssen, daß ich, indem ich nach jeder Seite hin einer drastischen Aufführung auf das Allerbestimmteste vorarbeitete, auf eine ganz vorzügliche Aufführung und ihren unfehlbaren Erfolg in meinem Sinne rechnete. Dieß konnte ich nun sehr wohl zugeben, während ich immer wieder bestreiten mußte, daß ich hierbei an eine Aufführung auf unseren Theatern dächte.
Hiergegen theilte ich den Plan, wie ich ihn später in dem Vorworte zur Herausgabe der Dichtung meines Bühnenfestspieles veröffentlichte, meinen näheren Freunden schon damals mit; man hörte mich an, und wußte nichts dazu zu sagen. Wer mir im thätigen Sinne geneigt war, glaubte mich auf einen Kompromiß mit dem bestehenden Theater und seinem Wesen hinweisen zu müssen. Es hieß: neue Darsteller und Sänger, wie ich sie verlange, könnte ich mir doch nicht aus dem Boden oder der Luft herbeizaubern; wenn sich auch z.B. ein reicher Mann fände, um für die Ausführung meiner Idee sich mir als Patron darzubieten, so würde ich doch immer nur die eben vorhandenen Darstellungsmittel zu meiner Verwendung haben; warum also nicht sogleich da, wo sie vorhanden seien, mit ihnen an das Werk gehen? – So waren wir alsbald wieder im alten Geleise, und nur mein Kopf war voller übermüthiger Chimären!
Como cheguei à ideia ambiciosa de conceber e executar o festival cênico "O Anel do Nibelungo" já foi indicado por mim ao final de uma "Comunicação aos Meus Amigos" anterior. Quanto ao tema em si, essa ideia surgiu de uma contemplação cada vez mais íntima do material imensamente rico e se desenvolveu em um desejo de dominá-lo completamente. A natureza dessa contemplação do meu tema também deve ser facilmente perceptível a qualquer pessoa que tenha considerado seriamente a segunda parte do meu tratado mais detalhado sobre "Ópera e Drama".
A ideia surgiu de um exame cada vez mais íntimo do tema. Deve ser mais difícil para mim deixar claro o humor um tanto audacioso que me levou a dedicar o máximo esforço das minhas capacidades artísticas produtivas por longos anos [258] à execução de uma obra que qualquer pessoa com experiência prática consideraria inviável em nossos teatros de ópera. Todos ficaram surpresos ao me ver, dentre todas as pessoas, que eu mesmo havia adquirido tanta experiência prática, envolvido em uma empreitada tão enorme. Respondi-lhes que, com esta obra, estava me afastando completamente da ópera moderna e que minha própria aversão a qualquer contato futuro com esse teatro havia desempenhado um papel considerável na inspiração para aquela concepção extravagante. Eles acharam que essa resposta não podia ser levada totalmente a sério. Deveria eu, dentre todas as pessoas, querer abrir mão completamente de uma apresentação vibrante de tal obra, que, por outro lado, eu executava com vitalidade aguçada em cada detalhe? Pelo contrário, presumiam que, ao preparar meticulosamente cada aspecto de uma apresentação dramática, eu contava com uma produção verdadeiramente excepcional e seu sucesso infalível a meu favor. Isso eu podia admitir prontamente, enquanto tinha que negar repetidamente que considerava uma apresentação em nossos teatros.
Compartilhei o plano, como publiquei posteriormente no prefácio da edição da minha peça, com meus amigos mais próximos da época; eles me ouviram e não disseram nada a respeito. Aqueles que simpatizavam comigo sentiram-se compelidos a sugerir um meio-termo com o teatro existente e sua natureza. O argumento era o seguinte: novos atores e cantores, como eu exigia, eu não poderia simplesmente conjurar do nada; mesmo que, por exemplo, um homem rico se oferecesse como mecenas para a realização da minha ideia, eu ainda teria apenas os meios de representação disponíveis; então, por que não trabalhar com eles onde eles já existem? – E assim, imediatamente voltamos aos trilhos, e só a minha cabeça estava cheia de quimeras presunçosas!
Ich habe es mich seitdem einige Mühe kosten lassen, immer wieder auf das Verderbliche in der Organisation unserer Theater hinzuweisen, die Gründe davon aufzudecken und die demoralisirenden Folgen hieraus nach jeder Seite hin nachzuweisen. Das bleibt sich aber Alles gleich. Denn so ist der Deutsche, sobald von Kunst, und gar vom Theater die Rede ist, auf welchen Feldern er seinen so berühmt gewordenen gediegenen Ernst gerade nicht bewährt. Ruft sein Ehrgefühl auf, so lächelt er verlegen: denn hier käme es doch am Ende wohl nicht auf Ehre an; appellirt an seinen richtigen Verstand, weiset ihm am Einmaleins nach, daß in unserem Theater es sich um die schändlichste Vergeudung, nicht etwa nur der künstlerischen, sondern der in das Spiel gesetzten finanziellen Kräfte handele, so lächelt er gar tückisch und meint, das gehe ja Niemand etwas an. Überredet ihn nun, überzeugt ihn durch Thaten, ja – erschüttert ihn: er ist noch tapferer als seine Soldaten; diese fallen, wenn sie erschossen sind; ihn muß man aber, wie den russischen Soldaten, erst noch umstoßen. –
Dieses und Ähnliches trat damals immer wieder neu vor meine Seele. Jenen Plan hatte ich meinen Freunden mitgetheilt; im tiefsten Inneren nährte ich meinen Widerstand aber an einem verzweifelteren Gedanken. Die Zeit dünkte mich nichtig, und das wahre Sein lag mir außer ihrer Gesetzmäßigkeit. Gerade ich besaß unter allen mir Bekannten die bedeutendste praktische Erfahrung auf dem Felde der musikalischen Dramaturgie, sowie das unbestrittenste Geschick in der Anwendung dieser Erfahrung. Die hieraus gewonnene Befähigung war es zum großen Theile
mit, welche meine weitgehende Konzeption ermöglicht hatte. So wollte ich denn mein Werk schaffen und bis in das Kleinste deutlich ausführen, um es, vielleicht weit über meinen Tod hinaus, für den kommenden rechten Tag in Bereitschaft zu halten. Da ich so gar keine Freude am Bestehenden hatte, und für seine Dauer mich so gar nicht verpflichtet fühlte, stellte ich mir denn die Möglichkeit vor, daß einmal, vielleicht über Nacht, ein Zustand einträte, der verschiedenem
Herrlichen, und unter diesem auch unseren vortrefflichen deutschen Theatern, ein Ende machen könnte. Ich stellte mir dieses bedauerliche Ereigniß in meiner Weise nicht unergetzlich vor: in welchen Zustand die Theater-Intendanten und Direktoren gerathen möchten, kümmerte mich wenig, da sie jedenfalls etwas Anderes besser verstehen mußten als das Theater, und es demnach an ihrem weiteren, richtigen Unterkommen nicht fehlen würde. Auch die [260] meisten unserer Schauspieler und Sänger nöthigten mir keine große Theilnahme ab; sie waren als Schneider, Friseure, Ladendiener, oder auch Kalkulatoren und Komptoiristen recht gut und tüchtig zu versorgen. Am allerwenigsten beklagte ich aber den eigentlichen wilden Komödianten und Musiker; wo mir beim Theater noch etwas Tröstliches aufgestoßen war, hatte ich es unter diesen verlorenen Kindern unserer modernen bürgerlichen Gesellschaft angetroffen: unter der stupidesten Leitung unseres Theaterwesens bis zur menschlichen Karrikatur verwahrlost, war unter ihnen einzig mir wahres Talent und wirklicher Beruf zu der so wunderlich eigenthümlichen theatralischen Kunst entgegengetreten. Diese waren nur zu dem Bewußtsein der Würdigkeit ihrer Leistungen zu erheben, wozu es keiner anderen Anleitung bedurfte, als sie zur Lösung einer würdigen Aufgabe auf den richtigen Fleck zu stellen, und das Räthsel ihrer Bestimmung, ihres so problematischen Daseins, war gelöst. Und für diese, die ich wie Zigeuner durch das Chaos einer neuen bürgerlichen Weltordnung herumstreichen sah, wollte ich nun meine Fahne aufpflanzen. Auf ihr sollte ungefähr geschrieben stehen: „Zeiget der Welt, was ihr armen nutzlosen Wesen ihr sein könnet, wenn ihr euch als ihren wahrhaftigen Spiegel ihr vorhaltet!“
Desde então, tenho me esforçado consideravelmente para apontar repetidamente as influências corruptoras na organização de nossos teatros, para desvendar suas causas e demonstrar suas consequências desmoralizantes sob todos os ângulos. Mas tudo permanece igual. Pois é assim que o alemão se comporta quando se fala em arte, e especialmente em teatro — em áreas nas quais ele falha em demonstrar sua tão alardeada e sólida seriedade. Se seu senso de honra é invocado, ele sorri timidamente: pois, no fim das contas, a honra provavelmente não é o que importa aqui; se você apela para o seu bom senso, se você demonstra a ele com aritmética básica que nosso teatro representa o desperdício mais vergonhoso, não apenas de recursos artísticos, mas também dos recursos financeiros investidos, ele sorri maliciosamente e pensa que não é da conta de ninguém. Agora, convença-o, persuada-o com ações, de fato — sacuda-o: ele é ainda mais corajoso que seus soldados; eles caem quando são alvejados; mas, como o soldado russo, ele ainda precisa ser derrubado. —
Esses e outros pensamentos semelhantes ressurgiam em minha mente naquela época. Eu havia compartilhado esse plano com meus amigos; mas, no fundo, minha resistência era alimentada por uma ideia mais desesperada. O tempo me parecia sem sentido, e a verdadeira existência estava fora de suas leis. De todos que eu conhecia, eu possuía a experiência prática mais significativa na área de dramaturgia musical, bem como a habilidade mais inegável em aplicar essa experiência. A habilidade adquirida com isso foi em grande parte o que possibilitou minha concepção abrangente. Assim, eu queria criar meu trabalho e executá-lo com clareza até o menor detalhe, para mantê-lo pronto para o dia devido que viria, talvez muito depois da minha morte. Como eu não tinha absolutamente nenhum prazer na ordem vigente e não me sentia obrigado de forma alguma a mantê-la, imaginei a possibilidade de que um dia, talvez da noite para o dia, surgisse uma situação que pusesse fim a várias coisas maravilhosas, incluindo nossos excelentes teatros alemães. Eu não imaginava que esse evento lamentável fosse totalmente indesejável: eu me preocupava pouco com a situação em que os diretores e gerentes de teatro pudessem cair, já que certamente eles deviam entender algo melhor do que teatro e, portanto, seu emprego contínuo e adequado não lhes faltaria. A maioria de nossos atores e cantores também não me preocupava muito; eles poderiam ser bem atendidos como alfaiates, barbeiros, balconistas ou até mesmo como calculadores e escriturários. Mas eu lamentava muito menos os comediantes e músicos verdadeiramente excêntricos; Onde eu havia encontrado algo reconfortante no teatro, encontrei-o também entre essas crianças perdidas da nossa sociedade burguesa moderna: negligenciadas a ponto de se tornarem caricaturas sob a gestão mais estúpida do nosso sistema teatral, somente elas possuíam verdadeiro talento e uma genuína vocação para a arte estranhamente única do teatro. Esses indivíduos só precisavam ser despertados para a consciência do valor de suas realizações, para o que nenhuma outra orientação era necessária além de colocá-los na posição certa para resolver uma tarefa digna, e o enigma de seu destino, sua existência tão problemática, estaria resolvido. E para esses, que eu via vagando como ciganos pelo caos de uma nova ordem mundial burguesa, eu agora queria fincar minha bandeira. Ela deveria ter algo como isto escrito: "Mostrem ao mundo o que vocês, pobres seres inúteis, poderiam ser se se colocassem diante dele como seu verdadeiro espelho!"
Seitdem ich in solcher Stimmung die Ausführung meines Werkes begann, sind lange Jahre verstrichen, und ich kann nicht sagen, daß sich an meiner Grundtendenz im Betreff der einstigen
Aufführung desselben etwas geändert hat; auch bei der Fahne wird es, in einem wichtigsten Sinne, bleiben müssen. Dagegen will ich nun übersichtlich mittheilen, welchen Schicksalen einerseits meine Arbeit selbst ausgesetzt war, und welche neue Erfahrungen und Einsichten
andererseits mich milderen, hoffnungsvolleren Annahmen für die Möglichkeit, das Ziel meiner Unternehmung glücklich zu erreichen, zuführten.
Es war mir nicht möglich, mein ungeheures Vorhaben gänzlich als Geheimniß in mich zu verschließen; entsagte ich dem Publikum, der Zustimmung des Volkes, so konnte ich doch der mitwissenden Theilnahme vertrauterer Freunde nicht entrathen. Ich ließ die vollendete Dichtung in einer sehr geringen Anzahl von Exemplaren auf meine Kosten drucken, und theilte davon an meine näheren und entfernteren Bekannten mit. Meine Abneigung dagegen, mein Gedicht als ein litterarisches Produkt [261] betrachtet und beurtheilt zu wissen, war so lebhaft, daß ich in einem kurzen Vorworte mich ausdrücklich hiergegen verwahrte, und dieß namentlich für den Fall, daß eines der nur an Freunde mitgetheilten Exemplare auch einem mir ferner stehenden Unbekannten und Unverpflichteten in die Hände gerathen sollte, welchen ich dann davor gewarnt wissen wollte, daß er mein Gedicht etwa in den Kreis der publizistischen Besprechung zöge. Diese Abstinenz ist bis auf den heutigen Tag, wo ich seitdem nach dieser Seite hin meine Ansicht zu ändern mich bewogen fand, im buchstäblichsten Sinne ausgeübt worden.
Muitos anos se passaram desde que comecei a executar meu trabalho com essa mentalidade, e não posso dizer que minha inclinação fundamental quanto à sua realização final tenha mudado; até mesmo a bandeira, em um sentido crucial, terá que permanecer a mesma. No entanto, agora desejo explicar claramente os destinos aos quais meu trabalho foi exposto e as novas experiências e percepções que, por outro lado, me levaram a suposições mais flexíveis e esperançosas sobre a possibilidade de alcançar com sucesso o objetivo do meu empreendimento.
Não me foi possível manter meu enorme projeto em completo segredo; embora tenha renunciado à publicidade e à aprovação do público, não pude abrir mão da participação informada de amigos mais próximos. Mandei imprimir um número muito pequeno de cópias da obra concluída às minhas próprias custas e informei meus conhecidos, tanto próximos quanto distantes. Minha aversão a que meu poema fosse considerado e julgado como um produto literário [261] era tão forte que me opus expressamente a isso em um breve prefácio, particularmente no caso de uma das cópias, que eu havia distribuído apenas a amigos, cair nas mãos de um estranho e desvinculado do grupo, a quem eu gostaria que fosse advertido para não incluir meu poema no discurso público. Essa abstinência tem sido exercida no sentido mais literal até hoje, embora eu tenha sido levado a mudar de opinião sobre o assunto.
Da ich hierauf jedoch im Verlaufe meines Berichtes noch zurückkommen werde, verweile ich für jetzt bei der Mittheilung derjenigen Wahrnehmungen, welche ich davon machte, daß mein Gedicht doch auch in weiteren Kreisen nicht unbeachtet geblieben war. Während man sich nämlich durch mich selbst für angewiesen hielt, dieses immerhin auffallende Phänomen eines, von einem Musiker verfaßten, Cyclus von Nibelungen-Dramen, zu ignoriren, glaubte man sich füglich auch berechtigt, es unter allen Umständen zu sekretiren. Bevor ich, im Beginne des Jahres 1853, mein Nibelungen-Gedicht drucken und vertheilen hatte lassen, war der Stoff des mittelalterlichen Nibelungenliedes, meines Wissens, nur einmal, und zwar bereits vor längerer Zeit, von Raupach in seiner nüchternen Weise zu einem Theaterstück verarbeitet, und als solches, ohne Erfolg, in Berlin aufgeführt worden. Bereits länger vor jener seiner diskreten Veröffentlichung waren aber Theile meines Gedichtes, sowie das Vorhaben meiner Beschäftigung mit dem Nibelungenstoffe, bei Gelegenheit meiner Verhandlungen hierüber mit Franz Liszt, welcher damals in Weimar lebte und wirkte, zur Beachtung und meistens spaßhaften Besprechung in Journalen gelangt. Bald zeigte es sich nun, daß ich mit der Wahl meines Stoffes einen besonders „glücklichen Griff“ gethan zu haben schien, welchen Andere um so eher nachzugreifen sich veranlaßt fühlen konnten, als mein Unternehmen jedenfalls für ein chimärisches und gänzlich unausführbares angesehen, und namentlich dafür ausgegeben werden durfte. Ein erstes Symptom von der Beachtung meines glücklichen Griffes tauchte mir mit dem Erscheinen einer großen Oper „die Nibelungen“ vom Berliner Kapellmeister H. Dorn auf, in welcher eine beliebte Sängerin, zu Pferde auf die Bühne [262] sprengend, großen Effekt gemacht haben soll. Bald aber rührten sich die „Nibelungen“ auch unter unseren Litteratur-Dichtern, welche sich plötzlich veranlaßt fanden, diesen so national offen liegenden Stoff der Bühne, für welche er bisher so wenig tauglich geschienen hatte, zuzuwenden; bis endlich unter ihnen sich sogar ein Rhapsode fand, welcher cyclische Nibelungenepen, ganz in das Urgewand der Edda gekleidet, herumreisend, in sehr lebendigen Vorlesungen, wie ich in den Zeitungen finde, zum Besten giebt.
Como retornarei a este ponto mais adiante em meu relatório, por ora compartilharei minhas observações de que meu poema não passou despercebido em círculos mais amplos. Embora alguns se sentissem compelidos por mim a ignorar esse fenômeno bastante notável — um ciclo de dramas nibelungos escrito por um músico —, eles também se sentiam justificadamente no direito de divulgá-lo a qualquer custo. Antes de eu ter meu poema sobre os nibelungos impresso e distribuído no início de 1853, o tema do Nibelungenlied medieval, que eu saiba, havia sido adaptado apenas uma vez, e há bastante tempo, por Raupach em seu estilo caracteristicamente direto, e apresentado dessa forma, sem sucesso, em Berlim. Muito antes de sua publicação discreta, partes do meu poema, bem como minha intenção de trabalhar na saga dos nibelungos, já haviam atraído atenção e gerado discussões, em sua maioria bem-humoradas, em jornais durante minhas conversas sobre o assunto com Franz Liszt, que então vivia e trabalhava em Weimar. Logo ficou evidente que eu parecia ter feito uma escolha particularmente "afortunada" em relação ao meu tema, que outros estavam ainda mais inclinados a imitar, visto que meu empreendimento era considerado, e de fato retratado como, uma empreitada quimérica e totalmente inviável. Um primeiro indício da atenção que minha escolha afortunada recebeu veio com o surgimento de uma grande ópera, "Os Nibelungos", do Kapellmeister berlinense H. Dorn, na qual um cantor popular, galopando para o palco a cavalo, teria causado grande impacto. [262] Logo, porém, os "Nibelungos" também despertaram interesse entre nossos poetas literários, que de repente se viram compelidos a levar esse tema nacionalmente óbvio para o palco, para o qual antes parecia tão inadequado; até que, finalmente, entre eles, foi encontrado um rapsodo que, enquanto viaja, apresenta epopeias cíclicas dos Nibelungos, inteiramente vestidas com as roupas originais da Edda, em palestras muito animadas, como constato nos jornais.
Es wäre mehr als verwegen, schon weil sie gänzlich unrichtig und sogar unmöglich ist, wenn ich mit der Annahme mir schmeicheln wollte, auf die Arbeiten meiner Nebenbuhler im Nibelungenfache auch nur den geringsten Einfluß ausgeübt zu haben: so viel ich weiß, haben jene Theaterdichter sich nicht angezogen gefühlt, den gleichen eingehenden Studien, welche ich über den vorliegenden Mythus machte, und welche mir die Gestalten desselben zuerst in einem für das Drama einzig werthvollen Lichte zeigten, nachzugehen. Daß ich diese, der litterarischen Forschung bei weitem näher gestellten Herren zu einer tieferen Betrachtung ihres Gegenstandes nicht anregen konnte, müßte mir eher bedauerlich sein, weil es eine sehr oberflächliche Beachtung meiner Arbeit verrathen würde, wenn ich nicht viel eher auf eine geringschätzige Nichtbeachtung derselben zu schließen hätte. Demnach muß es mich dünken, daß nur der Name meines Vorhabens sie bestimmt und ihnen etwa die Sorge eingegeben haben könnte, den immerhin bedeutenden Stoff durch ihre zuvorkommende eigene Behandlung desselben vor der Schmach zu bewahren, daß er von einem Musiker dem deutschen Publikum vorgeführt würde. In diesem Sinne scheint man es vorgezogen zu haben, so gut es eben gehen wollte, auf die alt gewohnte, wenn auch nicht sehr wirksame Manier, dem Theaterpublikum schnell etwas aus dem Nibelungenliede vom „grimmen Hagen“ und der „rachsüchtigen Grimmhilde“ vorreden zu lassen.
Doch war endlich nichtsdestoweniger auch das besondere Gewand meiner Dichtung beachtet worden. Die Lieder der Edda, welche seitdem durch Simrock sehr leicht zugänglich gemacht worden waren, schienen Jeden einzuladen, es doch auch in der Weise, wie ich dieß gethan zu haben schien, an der altnordischen Quelle zu versuchen. Zwar bezeichnete der Litterar- [263] Historiker Julian Schmidt dieß gelegentlich als „altfränkisches Zeug“, was uns die dreieckigen Hüte und sonstigen Trachten unserer Bauern zurückrufen durfte; doch ließ man sich durch dieses Quid-pro-quo nicht weiter beirren, und bald strotzte es von den halsbrechendsten Helden- und Götternamen der alten Norräna in den, hie und da sogar in Stäben gereimten Texten, welche manche Musiker sich anfertigen ließen, ja selbst auch in freien Dichtungen unserer wohlgedruckten Poeten.
Seria mais do que audacioso, sobretudo porque é totalmente incorreto e até impossível, da minha parte iludir-me com a suposição de que exerci a mínima influência sobre as obras dos meus rivais no campo dos Nibelungos: tanto quanto sei, esses dramaturgos não se mostraram inclinados a realizar os mesmos estudos aprofundados que eu empreendi sobre o mito em questão, estudos que me revelaram, pela primeira vez, as suas figuras sob uma luz de valor único para o drama. O facto de eu não ter conseguido encorajar esses senhores, muito mais familiarizados com a pesquisa literária, a um exame mais profundo do seu tema seria, antes, lamentável, pois revelaria uma consideração muito superficial do meu trabalho, se eu não estivesse muito mais inclinado a concluir que este foi recebido com desdém. Parece-me, portanto, que apenas o nome do meu projeto os pode ter influenciado e talvez incutido neles a preocupação de preservar este material, afinal, significativo, da desgraça de ser apresentado ao público alemão por um músico através de um tratamento preventivo da parte deles. Nesse sentido, parece que eles preferiram, da melhor maneira possível, recorrer ao método consagrado pelo tempo, embora pouco eficaz, de fazer com que o público do teatro ouvisse rapidamente algo do Nibelungenlied sobre "Grim Hagen" e "Grimmhild Vingativa".
Contudo, o caráter singular do meu poema acabou sendo levado em consideração. Os poemas da Édica, que haviam se tornado muito acessíveis graças a Simrock, pareciam convidar todos a se aventurarem na antiga fonte nórdica, da mesma forma que eu aparentemente fiz. Embora o historiador literário Julian Schmidt ocasionalmente se referisse a isso como "coisas francas antigas", o que poderia nos lembrar dos chapéus triangulares e outras vestimentas de nossos camponeses, essa troca de favores não confundiu ainda mais as pessoas, e logo os nomes mais intimidantes de heróis e deuses da antiga Norrina abundavam nos textos, alguns até rimados em pautas, criadas por alguns músicos, e até mesmo em versos livres por nossos poetas mais eruditos.
– Hierbei hatte ich nun Eines wiederum zu bedauern, nämlich, daß ich mit meiner Arbeit nicht auch den Sinn angeregt hatte, in welchem einzig jene Alterthümer uns mit dem Werthe des nah’ befreundeten rein Menschlichen, nicht aber in dem Lichte von Kuriositäten vorgeführt werden sollten. Dagegen zeigte es sich, daß gerade nur das Kuriose das Anziehende gewesen war; von ihm, dem absolut Fremdartigen, erwartete man sich den rechten Effekt. Dieser blieb nun aber aus, und bei der eigenthümlichen moralischen wie intellektuellen Beschaffenheit unserer Kritik konnte es nicht fehlen, daß jene Verirrung zu einem Maaßstabe wiederum für die Beurtheilung meiner Arbeit gemacht wurde, wenn man sie, die man ernstlich zu besprechen sich zwar hütete, dennoch verdeckt und unter Seitenhieben in Erwähnung zog. Dieß geschah nämlich, als ich mich später, unter Umständen, deren ich noch näher zu gedenken mir vorbehalte, zur vollständigen Veröffentlichung meiner Dichtung entschlossen hatte. Unter den Gründen, die mich hierzu bewogen, war jetzt allerdings auch die aus der Überwindung meines früheren Widerwillens dagegen hervorgegangene Neigung, mein Gedicht auch der litterarischen Beurtheilung freizugeben, bestimmend. Eben jene Wahrnehmungen, welche von dem, bisher geheim gehaltenen, Einflusse des Bekanntwerdens mit meiner Arbeit auf fremde Entschließungen im Betreff dramatischer und litterarischer Produktionen mir unabweisbar sich aufgedrungen hatten, vermochten mich nämlich, meine Idee, so weit sie sich in meiner Auffassung und Verarbeitung des dichterischen Stoffes erkennen ließ, deutlich hinzustellen, und einem gesunden Urtheile es zu übergeben, den bedeutenden Unterschied meiner Behandlung von der Anderer zu erwägen.
Das wäre nun allerdings etwas Neues in der Geschichte der modernen deutschen Publizistik gewesen, wenn die dichterische Arbeit eines „Opernkomponisten“ neben den Elaboraten litterarischer Poeten von Fach in ernstliche Betrachtung gezogen worden wäre. Gewiß verbot dieß schon der Anstand und das ganze Verhältniß der Herren von der „poetischen Diktion“ zu einander und namentlich zu ihren Verlegern. Das Sonderbarste war, daß mir wirklich zu Zeiten auf dem Wege der privaten Mittheilung Äußerungen allerbedeutendster Anerkennung auch für diese meine Dichtung aus jenem Lager zukamen; nur aber da, wo sie meinem großen Vorhaben nützen konnten, nämlich vor der Öffentlichkeit, welche durch empfehlende, oder überhaupt nur eingehende Besprechung meiner Dichtung, auf dieses Vorhaben aufmerksam gemacht und zu der mir unerläßlichen Mithilfe bei seiner Ausführung angeregt werden sollte, hier wurde jede solche Äußerung sorgfältig zurückgehalten. Nichts erfuhr ich, als schlechte Witze der Theaterrezensenten und musikalischen Spaßmacher, und über diese hinaus brachte es selbst nicht die Redaktion der „Allgemeinen Zeitung“, deren sonderbares Augsburger BelletristenKonsortium doch sonst ziemlich jedes Jahr ein paar neue Dichter von allerhöchstem Werthe dem deutschen Publikum vorzuführen hat. Hier blieb man dabei, mich für den Opernmacher auszugeben, um dessen musikalische Befähigung es übrigens schon aus dem Grunde, daß er durch exzentrisches eigenes Textmachen sich zu helfen genöthigt sei, nothwendig übel stehen müsse, was denn nun von den rezensirenden Musikern desselben Konsortiums herzlich gern zugegeben wurde.
Aqui, tive mais uma coisa a lamentar: meu trabalho não havia estimulado a compreensão de que essas antiguidades deveriam nos ser apresentadas com o valor de algo intimamente familiar e puramente humano, e não à luz de meras curiosidades. Pelo contrário, ficou claro que apenas o curioso havia sido atraente; dele, o totalmente estranho, era esperado o efeito desejado. Esse efeito, porém, não se materializou e, dada a peculiar natureza moral e intelectual de nossa crítica, era inevitável que esse erro se tornasse novamente um parâmetro para julgar meu trabalho, quando, no entanto, foi mencionado de forma velada e em notas laterais, embora fosse algo que tivéssemos o cuidado de não discutir seriamente. Isso ocorreu mais tarde, em circunstâncias que me reservo o direito de descrever com mais detalhes, quando decidi publicar minha poesia na íntegra. Entre as razões que me levaram a fazê-lo, o fator decisivo foi a inclinação, nascida da superação da minha relutância anterior, de submeter meu poema ao escrutínio literário. Essas mesmas percepções que inevitavelmente se impuseram a mim — talvez secretamente — da influência da exposição da minha obra nas decisões de outros em relação a produções dramáticas e literárias, permitiram-me articular claramente a minha ideia, na medida em que era discernível na minha compreensão e tratamento do material poético, e permitir que o bom senso considerasse a diferença significativa entre a minha abordagem e a de outros.
Certamente teria sido algo inédito na história do jornalismo alemão moderno se a obra poética de um "compositor de ópera" tivesse sido seriamente considerada ao lado das obras de poetas literários profissionais. Certamente, a decência e a relação geral entre os cavalheiros da "dicção poética", e especialmente com os seus editores, proibiam tais expressões. O mais peculiar era que, por vezes, recebi expressões de reconhecimento muito significativas pela minha poesia desse meio, através de comunicação privada; Mas somente quando tais expressões pudessem beneficiar meu grande projeto — ou seja, perante o público, que, por meio de uma crítica elogiosa ou mesmo apenas uma análise minuciosa do meu trabalho, deveria tomar conhecimento deste projeto e ser incentivado a fornecer a indispensável assistência à sua execução —, era que cada expressão desse tipo era cuidadosamente suprimida. Recebi apenas piadas de mau gosto de críticos de teatro e bufões musicais, e até mesmo os editores do "Allgemeine Zeitung", cujo peculiar consórcio de escritores literários de Augsburg consegue apresentar ao público alemão quase todos os anos alguns novos poetas de altíssimo nível, não conseguiram ir além disso. Aqui, eles persistiram em me afirmar que eu era o compositor de ópera, cujas habilidades musicais, aliás, estariam necessariamente em um estado deplorável simplesmente porque ele era forçado a recorrer a uma autocompostura excêntrica, um fato prontamente admitido pelos músicos críticos do mesmo consórcio.
Eine bei dem Geiste unserer öffentlichen Kunstkritik unzulässige Frage ist es, wie ein solches Benehmen gegenüber von immer mehr hervortretenden und nicht zu verhindernden Thatsachen, als welche die Erfolge selbst meiner angezweifeltesten Werke gelten müssen, erklärt werden solle. Ein seltsames Deckungsmittel gegen Anfragen dieser Art, sollten sie aufgeworfen werden, steht jenem Geiste, so sehr er der der Öffentlichkeit (wenigstens Publizistik) ist, immer in seiner, trotz Allem, ihm anhaftenden Obskurität zu Gebote; so daß vielmehr Derjenige, welcher in Fällen, wie dem meinigen, ihrer Mithilfe zu bedürfen glaubt, zu befragen wäre, was er sich für die Erreichung wirklicher Kunstzwecke von dorther nur erwarte, wo doch ersichtlicher Weise kein noch so großer Aufwand von Bemühung es ermögliche, der Nation das Unächte für etwas Ächtes, das Schwindsüchtige für etwas Lebenskräftiges aufzuheften? Im Gegentheile [265] dürfte man wohl annehmen, daß eine angelegentliche Empfehlung von dieser Seite her eine bedeutende künstlerische Unternehmung, wie die meinige, eher verdächtigen würde, da es doch Jeder einmal erfahren mußte, wie unnütz er sein Geld ausgegeben hatte, wenn er auf die allerspannendste Empfehlung, z.B. des berühmten Beiblattes der „Allgemeinen Zeitung“ hin, sich ein soeben erschienenes Drama dieses oder jenes ihrer berühmten Dichter zu kaufen bestimmt worden war. Demnach hätte man sich nur verzweiflungsvoll zu fragen, wie es überhaupt denn anzufangen seit um das deutsche Publikum mit etwas bedeutendem Neuen, welches zuvörderst in keiner der gepflegten bezüglichen Kategorien unterzubringen ist, im entsprechenden Sinne bekannt zu machen. Die mir zunächst liegende Kategorie, in welche die Ausführung meiner großen Arbeit hätte passen müssen, war die der Oper; von der Erkenntniß der Grundverderblichkeit unseres Opernwesens für mein Vorhaben, wenn ich dieses in die Pflege jenes gegeben hätte, war ich ausgegangen, und der Widerwille vor der unmittelbaren Berührung mit ihm hatte mich schließlich hauptsächlich bestimmt, mit meinem Gedicht als Litteraturprodukt hervorzutreten, gleichsam wie um zu erfahren, ob meine Arbeit, von dieser Seite betrachtet, genügende Aufmerksamkeit erregen könnte, um in den Gebildeten der Nation die Neigung zu einem näheren Eingehen auf meinen damit verbundenen weiter reichenden Ausführungsplan zu erwecken. Der soeben von mir berührte Zustand unserer hierher bezüglichen Publizistik mußte mich in vollständiger Unkenntniß darüber lassen, ob ich in diesem Sinne etwas erreichte. Dagegen ward ich, wie dieß auch in der, seitdem immer tiefer von mir erkannten Natur der Sache liegt, stets wieder mehr auf die Kategorie der „Oper“, als meinem Ausgangspunkte, dem eigentlichen Mutterschooße meiner konzeptiven Kraft, zurückgewiesen, und, wie es scheint, sollen mir von ihr auch einzig die gebärenden Kräfte für mein Kunstwerk sowohl, als für seine einstige theatralische Darstellung zugeführt werden. Die Litteratur-Dramatik möge sich dann überlegen, wie es ungefähr mit ihr steht. –
Uma questão considerada inadmissível pelo espírito da nossa crítica de arte pública é como explicar tal comportamento diante de fatos cada vez mais evidentes e incontornáveis, como o sucesso até mesmo das minhas obras mais questionadas. Um curioso meio de defesa contra tais indagações, caso surjam, está sempre disponível a esse espírito, por mais que seja o do público (pelo menos do jornalismo), em sua obscuridade inerente; de modo que, ao contrário, a pessoa que acredita precisar de sua ajuda em casos como o meu deveria ser questionada sobre o que espera dela em termos de alcançar objetivos artísticos genuínos, quando é óbvio que nenhum esforço, por maior que seja, pode tornar possível fazer passar a falsificação por genuína, ou o consumista por algo vital, para a nação. Pelo contrário [265], poder-se-ia supor que uma recomendação favorável deste lado lançaria suspeitas sobre uma empreitada artística significativa como a minha, uma vez que todos certamente já experimentaram, em algum momento, o quão inutilmente gastaram seu dinheiro quando, com base na recomendação mais empolgante, por exemplo, no famoso suplemento do "Allgemeine Zeitung", foram persuadidos a comprar um drama recém-publicado deste ou daquele de seus poetas famosos. Assim, bastaria perguntar-se, em desespero, como começar para apresentar adequadamente ao público alemão algo significativo e novo, que não pode ser enquadrado em nenhuma das categorias estabelecidas. A categoria mais prontamente disponível para mim, na qual a execução da minha grande obra deveria ter se encaixado, era a da ópera; Eu havia partido da constatação do efeito fundamentalmente prejudicial da nossa tradição operística sobre o meu projeto, caso eu o tivesse confiado aos cuidados de outrem, e foi principalmente a minha aversão ao contato direto com ela que, em última análise, me levou a apresentar meu poema como uma obra literária, por assim dizer, para verificar se meu trabalho, visto dessa perspectiva, poderia atrair atenção suficiente para despertar nos membros instruídos da nação uma inclinação a se engajarem mais de perto com meu ambicioso plano de execução. O estado das nossas publicações afins, que acabei de mencionar, me deixou completamente ignorante quanto a ter alcançado algo nesse sentido. Por outro lado, como é inerente à natureza da questão, que desde então passei a compreender cada vez mais profundamente, sempre fui atraído, cada vez mais, para a categoria da "ópera" como meu ponto de partida, o verdadeiro berço do meu poder conceitual e, ao que parece, somente ela pode me fornecer as forças vitais para a minha obra, bem como para a sua eventual apresentação teatral. Que o drama literário, então, considere a sua própria posição.
Ehe ich jetzt den Plan zur Aufführung meines Werkes, wie ich ihn der Herausgabe meiner Dichtung als Einleitung voranstellte, berühre, will ich nur noch berichten, in welches Verhältniß [266] ich zu dieser Dichtung, unter der begonnenen und längere Zeit fortschreitenden musikalischen Ausarbeitung derselben, sowie endlich während der anhaltenden Unterbrechung hierin, gerieth. Mit großer Freudigkeit begann ich, nach fünfjähriger Unterbrechung meines musikalischen Produzirens, in der Jahreswende von 1853 zu 1854 die Ausführung der Komposition meiner Dichtung. Mit dem „Rheingold“ beschritt ich sofort die neue Bahn, auf welcher ich zunächst die plastischen Natur-Motive zu finden hatte, welche in immer individuellerer Entwickelung zu den Trägern der Leidenschafts-Tendenzen der weitgegliederten Handlung und der in ihr sich aussprechenden Charaktere sich zu gestalten hatten. Die eigenthümliche Naturfrische, welche von hier aus mich anwehete, trug mich ohne Ermattung, wie in hoher Gebirgsluft, über alle Anstrengungen meiner Arbeit hinweg, in welcher ich bis zum Frühjahre 1857 die Musik des „Rheingold“, der „Walküre“ und eines großen Theiles des „Siegfried“ vollständig ausführte. Jetzt trat die Reaktion gegen die Anstrengungen dieser Ausdauer ein, welcher von keiner Seite her eine Stärkung zugeführt wurde. Seit acht Jahren hatte keine Aufführung eines meiner dramatischen Werke mit erfrischender Anregung auf meine sinnlich konzeptiven Kräfte mehr gewirkt, unter den größten Mühen war es mir möglich gewesen, mir zuweilen selbst nur den Klang eines Orchesters vorzuführen. Deutschland, wo man meinen von mir selbst noch nicht gehörten Lohengrin gab, blieb mir verschlossen. Den Zustand, in welchen ich unter solchen Entbehrungen gerieth, scheint sich keiner meiner deutschen Freunde vergegenwärtigt zu haben; es war dem Zartgefühle eines französischen Schriftstellers, Herrn Champfleury, vorbehalten, mir später in ergreifender Weise den Zustand meines Inneren in jener Zeit im rührenden Bilde vorzuhalten.
Antes de abordar o plano para a execução da minha obra, que apresentei como introdução à publicação do meu poema, desejo apenas relatar a relação que desenvolvi com este poema, [266] durante a elaboração musical que iniciei e que progrediu por algum tempo, e finalmente durante a prolongada interrupção da mesma.
Com grande alegria, após uma interrupção de cinco anos na minha produção musical, comecei a composição do meu poema na virada do ano de 1853 para 1854. Com "Das Rheingold", embarquei imediatamente num novo caminho, no qual primeiro tive de encontrar os vívidos motivos naturais, que, num desenvolvimento cada vez mais individual, tiveram de tomar forma como veículos para as tendências passionais do extenso enredo e das personagens que nele se expressam. A peculiar frescura natural que emanava daqui me transportava sem fadiga, como se estivesse no ar puro da montanha, por todos os esforços do meu trabalho, no qual completei a música de "Das Rheingold", "Die Walküre" e grande parte de "Siegfried" até a primavera de 1857. Agora, a reação contra o desgaste dessa perseverança, que não recebeu nenhum apoio de ninguém, começou a se manifestar. Durante oito anos, nenhuma apresentação de uma das minhas obras dramáticas teve um efeito revigorante sobre minhas faculdades sensoriais e conceituais; com o maior esforço, às vezes eu só conseguia imaginar o som de uma orquestra. A Alemanha, onde meu "Lohengrin", que eu ainda não tinha ouvido, estava sendo apresentado, permaneceu fechada para mim. Nenhum dos meus amigos alemães parece ter considerado o estado em que eu me encontrava sob tal privação. Coube à sensibilidade delicada de um escritor francês, o Sr. Champfleury, mais tarde, retratar comoventemente o estado do meu ser interior naquela época em uma imagem tocante.
Dagegen schienen praktische Freunde in Deutschland eher den fatalen Umstand in Erwägung zu ziehen, daß ich bei so langer Entwöhnung vom lebendigen Verkehre mit dem Theater wohl meine früheren Vorzüge einbüßen, in das Unpraktische, Unbühnen- und Unsängermäßige verfallen, und somit meinen neuen Arbeiten den Werth der Aufführbarkeit entziehen möchte. Diese Befürchtung setzte sich endlich als Ansicht, ja bei allen Denjenigen, welche gegen ein weiteres Befassen mit mir Gründe zu haben vermeinten, zu einer hoffnungsvoll tröstlichen Annahme fest. Man [267] brauchte mir nicht weiter mehr zu folgen, und das hatte sein Angenehmes für Diejenigen, welche nun die durch meine früheren Arbeiten erregten Erwartungen für ihre Rechnung zu erfüllen sich angewiesen fühlten. Unsere berühmtesten Theatermusik-Rezensenten betrachteten mich als nicht mehr unter den Lebenden. Leider schien es, als ob auch Solche, welche früher meinem großen Plane Vorschub zu leisten sich angeregt gefühlt hatten, nicht ganz ungern von jener immer allgemeiner gepflegten Ansicht sich zu vorsichtiger Zurückhaltung bestimmen zu lassen geneigt wären; und wenn ich so eine stumme Partitur nach der anderen vor mir hinlegte, um sie selbst nicht wieder aufzuschlagen, kam auch ich wohl zu Zeiten mir wie ein Nachtwandler vor, der von seinem Thun kein Bewußtsein hätte. Ja, blickte ich von diesen Partituren dann auf, in den hellen Tag, der mich umgab, diesen schrecklichen Tag unserer deutschen Oper mit ihren Kapellmeistern, Tenoristen, Sängerinnen und Repertoirängsten, so mußte ich selbst laut auflachen, und an „dummes Zeug“ denken, das ich da triebe! Gegen die hieraus sich erzeugende Verstimmung regte sich, gleichsam als Heilmittel, die Luft zur Ausführung eines, bereits seit länger konzipirten dramatischen Stoffes zu einem Werke, welches vermöge seiner, meine früheren Arbeiten nicht überschreitenden Dimensionen, mir die sofortige Aufführung desselben in Aussicht stellen durfte.
Em contraste, amigos práticos na Alemanha pareciam considerar a circunstância fatal de que, após um período tão longo de distanciamento da interação vibrante com o teatro, eu poderia muito bem perder minhas antigas qualidades, cair no impraticável, no pouco cênico e no incantável, privando assim minhas novas obras do valor de serem executáveis. Esse temor finalmente se consolidou como opinião; aliás, entre todos aqueles que acreditavam ter razões para não se envolverem mais com meu trabalho, tornou-se uma suposição, esperançosamente, reconfortante.Não havia mais necessidade de me acompanhar, e isso teve suas vantagens para aqueles que agora se sentiam obrigados a atender às expectativas despertadas por minhas obras anteriores. Nossos mais renomados críticos de música teatral me consideravam como morto. Infelizmente, parecia que até mesmo aqueles que antes se sentiam inspirados a apoiar meu grande projeto agora se inclinavam, não totalmente contra a vontade, a se guiar por essa visão cada vez mais difundida de cautela e contenção. E quando eu colocava uma partitura silenciosa após a outra diante de mim, com a intenção de não as abrir novamente, eu também, às vezes, me sentia como um sonâmbulo, alheio aos meus atos. De fato, quando eu erguia os olhos dessas partituras para a luz brilhante do dia que me cercava, este terrível dia da nossa ópera alemã com seus maestros, tenores, sopranos e ansiedades de repertório, eu não conseguia conter o riso e pensava na "tolice" em que estava me metendo!
Contra o descontentamento resultante, como que como um remédio, o ar se agitava para a execução de um tema dramático que já havia sido concebido há algum tempo em uma obra, que, em virtude de suas dimensões, que não excediam minhas obras anteriores, poderia me prometer a apresentação imediata da mesma.
Mit dem Entwurfe von „Tristan und Isolde“ war es mir, als entfernte ich mich selbst nicht eigentlich aus dem Kreise der durch meine Nibelungenarbeit mir erweckten dichterischen und mythischen Anschauungen. Der große Zusammenhang aller ächten Mythen, wie er mir durch meine Studien aufgegangen war, hatte mich namentlich für die wundervollen Variationen hellsichtig gemacht, welche in diesem aufgedeckten Zusammenhange hervortreten. Eine solche trat mir mit entzückender Unverkennbarkeit in dem Verhältnisse Tristan’s zu Isolde, zusammengehalten mit dem Siegfried’s zu Brünnhilde, entgegen. Wie in den Sprachen durch Lautverschiebung aus demselben Worte zwei oft ganz verschieden dünkende Worte sich bilden, so waren auch, durch eine ähnliche Verschiebung oder Umstellung der Zeitmotive, aus diesem einen mythischen Verhältnisse zwei anscheinend verschiedenartige Verhältnisse entstanden. Die völlige Gleichheit [268] dieser besteht aber darin, daß Tristan wie Siegfried das ihm nach dem Urgesetze bestimmte Weib, im Zwange einer Täuschung, welche diese seine That zu einer unfreien macht, für einen Anderen freit, und aus dem hieraus entstehenden Misverhältnisse seinen Untergang findet. Während der Dichter des Siegfried, den großen Zusammenhang des ganzen Nibelungen-Mythus vor Allem festhaltend, nur den Untergang des Helden durch die Rache des, mit ihm sich aufopfernden, Weibes in das Auge fassen konnte, findet der Dichter des Tristan seinen Hauptstoff in der Darstellung der Liebesqual, welcher die beiden über ihr Verhältniß aufgeklärten Liebenden bis zu ihrem Tode verfallen sind. Hier ist nur breiter und deutlicher gefaßt, was auch dort unverkennbar sich ausspricht: der Tod durch Liebesnoth, welche in der einseitig des Verhältnisses sich bewußten Brünnhilde zum Ausdrucke gelangt. Was hier nur mit entscheidender Heftigkeit sich äußern konnte, wird dort zu einem unendlich mannigfaltigen Inhalte; und hierin lag für mich der Anreiz, diesen Stoff gerade jetzt auszuführen, nämlich als einen Ergänzungsakt des großen, ein ganzes Weltverhältniß umfassenden, Nibelungenmythus.
Ao escrever "Tristão e Isolda", senti como se não estivesse, na verdade, me afastando da esfera das visões poéticas e míticas despertadas em mim pelo meu trabalho sobre os Nibelungos. A grandiosa interconexão de todos os mitos genuínos, como se revelou a mim através dos meus estudos, tornou-me particularmente perceptivo às maravilhosas variações que emergem dentro desse contexto descoberto. Uma dessas variações confrontou-me com uma deliciosa inconfundibilidade na relação entre Tristão e Isolda, ligada à relação entre Siegfried e Brünnhilde. Assim como nas línguas, através de mudanças sonoras, duas palavras aparentemente muito diferentes podem se formar a partir da mesma palavra, também, através de uma mudança ou rearranjo semelhante de motivos temporais, duas relações aparentemente distintas surgiram dessa única relação mítica. A completa semelhança [268] entre estas duas obras, contudo, consiste no facto de Tristão, tal como Siegfried, cortejar a mulher destinada a ele pela lei primordial, sob a compulsão de um engano que torna este ato não livre, para outro, e encontrar a sua ruína no desequilíbrio resultante. Enquanto o poeta de Siegfried, mantendo sobretudo o grande contexto de todo o mito dos Nibelungos, só podia vislumbrar a queda do herói através da vingança da mulher que se sacrifica ao seu lado, o poeta de Tristão encontra o seu tema principal na representação do tormento do amor a que os dois amantes, conscientes da sua relação, são submetidos até à morte. Aqui, o que ali é inequivocamente expresso é apenas formulado de forma mais ampla e clara: a morte pela angústia do amor, que encontra expressão em Brünnhilde, que está unilateralmente consciente da relação. O que aqui só podia ser expresso com veemência decisiva torna-se ali um conteúdo infinitamente multifacetado; E aí reside o meu incentivo para abordar este assunto agora, ou seja, como um ato complementar ao grande mito dos Nibelungos, que abrange toda uma ordem mundial.
{10)
Da, abgesehen von den Bestimmungen durch diesen Anreiz, außerdem es mir, wie erwähnt, auch darauf ankam, mein neues Werk alsbald lebendig mir vorzuführen, muß es unter dem Umstande, daß hierfür Deutschland mir eben noch verschlossen blieb, nicht unerklärlich fallen, daß ein sehr seltsamer Antrag, der mir von außen kam, und dessen Erwähnung eigentlich mehr in meine Biographie gehörte, auch bei der Konzeption dieser neuen Arbeit mit einiger Lebhaftigkeit mich beeinflußte. Ein – wirklicher oder angeblicher – Agent des Kaisers von Brasilien eröffnete mir die Neigung seines Souverain’s für mich und deutsche Kunst überhaupt, und wünschte mich zu bestimmen, eine Einladung nach Rio de Janeiro, sowie den Auftrag für die dortige ausgezeichnete italienische Operntruppe ein neues Werk zu schreiben, anzunehmen. Es blieb meinerseits bei dem Erstaunen über das Wunderliche dieses Begegnisses, und nur der eine Erfolg davon wirkte in mir nach, welcher mir aus der Erwägung der Möglichkeit, für die Ausführung eines Werkes mich einmal mit italienischen Sängern zu befassen, erwuchs. Was Jeden, dem ich meine nicht ungünstigen Ansichten hierüber mittheilte, bis zum [269] Auflachen erschreckte, war die Erwägung des sehr tiefen Standes der rein musikalischen Bildung dieser Sänger, welcher sie unfähig machen mußte, namentlich mit einer Musik wie der meinigen in irgend welchem Grade sich vertraut zu machen. Ich mußte dagegen finden, daß eben nur diese auf dem Intellekte dieser Sänger lastende Schwierigkeit zu überwinden sei, was vielleicht weniger durch abstraktes Universal-Studium der Musik, sondern durch ein sehr eingehendes spezifisch-konkretes, stets nur das Pathos des Vortrages bloßlegendes Einstudiren dieser einen besonderen Partie, und dann leichter als man glaube, erreicht werden könnte. Man hörte mir zu, verleitete mich endlich aber selbst zum Mitlachen, wenn ich, nach dem Durchgehen der beendigten Partitur des „Tristan“ mit meinen Freunden, daran erinnert wurde, daß ich gerade dieses Werk als Oper für die Italiener konzipirt zu haben glaubte (2).
(2)
Die neuesten Erfahrungen werden nun wohl dieses Lachen in ein schweigendes Erstaunen verwandelt haben. Der „Lohengrin“, über dessen anfängliche Aufführung und Aufnahme, z.B. in Leipzig und Berlin, die betreffenden Berichte nachzulesen nicht unbelehrend sein dürfte, wurde in diesem Jahre 1871 in Bologna so vorzüglich aufgeführt und mit einem so nachhaltigen und tiefdringenden Erfolge aufgenommen, daß ich unwillkürlich lebhaft wieder an meinen Tristan denke, und mich, nach dem bisherigen Schicksale dieses Werkes im großen Heimathlande des Ernstes und der Gediegenheit, nachdenklich frage: „was ist deutsch?“
Experiências recentes provavelmente transformaram esse riso em espanto silencioso. O “Lohengrin”, cujas primeiras apresentações e recepção, por exemplo, em Leipzig e Berlim, estão bem documentadas nos relatórios pertinentes, foi apresentado de forma tão magnífica em Bolonha neste ano, 1871, e recebido com um sucesso tão duradouro e profundo, que involuntariamente me lembro vividamente do meu Tristão novamente e, considerando o destino anterior desta obra na grande pátria da seriedade e da solidez, pergunto-me pensativamente: “O que é ser alemão?”
Visto que, além das estipulações deste incentivo, e visto que, como já mencionei, também era importante para mim apresentar minha nova obra a um público ao vivo o mais breve possível, não deve ser inexplicável, dado que a Alemanha se manteve fechada para mim com esse propósito, que um pedido muito estranho, que me foi feito no exterior e cuja menção, na verdade, cabe mais na minha biografia, também tenha me influenciado bastante na concepção desta nova obra. Um agente, real ou suposto, do Imperador do Brasil me informou da inclinação de seu soberano por mim e pela arte alemã em geral, e desejou persuadir-me a aceitar um convite para o Rio de Janeiro, bem como uma encomenda para escrever uma nova obra para a excelente companhia de ópera italiana de lá. Por minha parte, fiquei surpreso com a estranheza desse encontro, e apenas uma consequência dele continuou a me afetar, a qual surgiu da consideração da possibilidade de trabalhar com cantores italianos na apresentação de uma obra. O que chocou a todos com quem compartilhei minhas opiniões não desfavoráveis sobre o assunto, a ponto de provocar risos, foi a constatação do baixíssimo nível de educação musical desses cantores, o que certamente os tornava incapazes de se familiarizar com músicas como a minha. Concluí, porém, que somente essa dificuldade, que pesava sobre o intelecto desses cantores, poderia ser superada, o que talvez fosse alcançado menos por meio de um estudo abstrato e universal da música, e mais por meio de um estudo minucioso, específico e concreto dessa parte em particular, revelando sempre apenas o pathos da interpretação, e então com mais facilidade do que se poderia imaginar. Eles me ouviram, mas por fim até me fizeram rir quando, depois de analisarmos a partitura completa de "Tristão" com meus amigos, me lembrei de que eu acreditava ter concebido essa obra como uma ópera para os italianos (2).
Doch blieb mir auch hiervon ein dunkles Gefühl zurück, als ob für die Lebensbedingungen meiner Kunst noch ein anderes Element aufzusuchen sei, als dasjenige, an welches ich bisher allein gewiesen war, und welches diese Bedingungen nur so ungemein dürftig in sich schloß. Mein von diesem Gefühle zu nicht geringem Theile mit bestimmtes, und an die soeben berichteten Schicksale sich anknüpfendes Unternehmen, in Paris mich zu Gehör zu bringen, ward mir zwar zu allernächst durch das unabweisliche Bedürfniß, mit den organischen Mitteln meiner Kunst wieder in eine anregende Berührung zu treten, eingegeben, worauf ich zuerst sann, war, von einer auszuwählenden deutschen Truppe dort meine Werke (ich gestehe: namentlich für mich) zur Aufführung zu bringen. Doch nicht nur die bald erkannte Unmöglichkeit der Ausführung dieses Planes, sondern auch die ebenso erwogene Möglichkeit, mit einem bisher mir fernstehenden [270] fremden Elemente für den Gewinn des mir nöthigen künstlerischen Ausdruckes mich zu befreunden, erhielt meine ferneren Entschlüsse in einem durch die Umstände sehr erklärlich veranlaßten Schwanken, welches sich durch die ziemlich bekannt gewordene, mir auf das Überraschendste zugeführte Unternehmung der Aufführung meines „Tannhäuser“ in der französischen Oper entschied. –
Die Schicksale dieser Unternehmung, so höchst unerfreulich sie sich öffentlich ausnahmen, haben in mir doch hauptsächlich nur Erinnerungen von erhebender Art hinterlassen. War der äußere Gang jener Unternehmung durchaus fehlervoll und von Misverständnissen geleitet, so brachte mich die innere Bewegung derselben dagegen in sehr bedeutende Beziehungen zu dem achtungswerthesten und liebenswürdigsten Elemente des französischen Geistes. Nur mußte ich alsbald erkennen, daß die großen, ja ausschweifenden Hoffnungen, welche man von dieser Seite her auf meine künftige Einwirkung auch auf den französischen Kunstgeist setzte, nur dann eine Aussicht auf Erfüllung haben könnten, wenn ich, gänzlich frei von irgend welcher Nöthigung von Seiten des giltigen französischen Kunstgeschmackes, in meinem eigensten Elemente mich erhalten würde. Was meinen französischen Freunden aufgegangen war, und was meinen deutschen Kunstgenossen und Kunstkritikern nur als bespottenswerthe Chimäre meines Hochmuthes erkenntlich blieb, war in Wirklichkeit ein Kunstwerk, welches, indem es sich von der Oper, wie vom modernen Drama durchaus unterschied, über diese sich dadurch erhob, daß es die vorzüglichsten Tendenzen derselben einzig zum Ziele führte und in eine idealisch freie Einheit verband. Dieses Werk konnte nur auf einem Boden gebildet werden, auf welchem die moderne Form nicht zu so prägnanter Schärfe sich gestaltet hatte, wie sie dem französischen Kunstwesen andererseits zu allgemeiner Giltigkeit verholfen hat; dagegen diese selbe Form, welche dem deutschen Kunstwesen bloß als schlaffes Gewand in trägem, fast liederlichem Faltenwurfe übergehängt war, diesem nur als eine unziemliche Entstellung abgezogen werden durfte, um das unter seiner Hülle längst vorbereitete und endlich zu eigener, rein menschlicher Form gediehene Kunstwerk deutlich erkenntlich aufzuzeigen. So war es gerade das Innewerden der beispiellosen Verwirrung und Verwahrlosung seines [271] öffentlichen Kunstwesens, welches meinen Blick von Neuem für das ihm tief zu Grunde liegende Geheimniß schärfte, und so mit bestimmtester Tendenz nach Deutschland mich zurückzog.
Mesmo assim, isso me deixou com uma vaga sensação, como se fosse necessário outro elemento para as condições de existência da minha arte, além daquele ao qual eu havia sido direcionado até então e que abrangia essas condições de forma tão extremamente inadequada. Meu empreendimento, determinado em grande parte por esse sentimento e ligado aos eventos que acabei de narrar, de me fazer ouvir em Paris, foi inicialmente motivado pela inegável necessidade de retomar o contato estimulante com os meios orgânicos da minha arte. Meu primeiro pensamento foi ter minhas obras (confesso: especialmente para mim) apresentadas lá por uma seleta companhia alemã. No entanto, não só a impossibilidade, logo percebida, de levar adiante esse plano, mas também a possibilidade, igualmente considerada, de me aliar a um elemento até então estranho [270] com o objetivo de alcançar a expressão artística que eu buscava, mantiveram minhas decisões subsequentes em uma situação vacilante, compreensivelmente causada pelas circunstâncias. Essa vacilação foi finalmente resolvida pelo empreendimento, bastante conhecido e apresentado de forma inesperada, de encenar meu "Tannhäuser" na ópera francesa. –
O destino deste empreendimento, por mais desastroso que tenha parecido publicamente, deixou-me principalmente memórias edificantes. Embora o curso externo desse empreendimento tenha sido totalmente falho e repleto de mal-entendidos, sua dinâmica interna, por outro lado, colocou-me em contato muito significativo com o elemento mais estimado e cativante do espírito francês. No entanto, logo percebi que as grandes, aliás, extravagantes esperanças depositadas em minha futura influência na comunidade artística francesa só poderiam ser realizadas se eu permanecesse totalmente livre de quaisquer restrições impostas pelo gosto artístico francês predominante, mantendo-me, assim, fiel à minha própria essência. O que havia surgido para meus amigos franceses, e o que permaneceu reconhecível para meus colegas e críticos alemães apenas como uma quimera zombeteira da minha arrogância, era, na realidade, uma obra de arte que, embora totalmente diferente da ópera e do teatro moderno, elevava-se acima deles, ao concretizar de forma singular suas tendências mais marcantes e uni-las em um todo idealmente livre. Esta obra só poderia ter sido concebida num contexto em que a forma moderna ainda não se desenvolvera com a mesma nitidez impressionante que, por outro lado, conferira validade universal à arte francesa; enquanto que essa mesma forma, que se sobrepunha à arte alemã como uma vestimenta frouxa em dobras lânguidas, quase desleixadas, só poderia ser removida como uma distorção indecorosa para revelar claramente a obra de arte há muito preparada sob o seu verniz e finalmente amadurecida em sua própria forma, puramente humana. Assim, foi precisamente a consciência da confusão e negligência sem precedentes do seu cenário artístico público que aguçou novamente a minha visão para o mistério que o subjazia profundamente, e que, dessa forma, me atraiu de volta à Alemanha com a intenção mais definida.
Hier traf ich nun seit meiner Zurückkehr allseitig die einzige Sorge an, mich von sich fern zu halten; namentlich schien den Theaterleitungen es auf das Innigste angelegen zu sein, mich in keine Berührung mit den Aufführungen meiner Werke zu bringen. Nur einmal faßte ich den Muth, meinerseits wirklich das Begehren zu stellen, auf die Darstellung einer meiner Opern Einfluß ausüben zu dürfen. Wien war durch meinen Besuch überrascht worden; mir ward der berauschende Eindruck der erstmaligen Anhörung meines „Lohengrin“ gegönnt: erfüllt von ihm und einer wahrhaft ergreifenden Aufnahme von Seiten des Publikums, glaubte ich mich dazu bestimmen zu müssen, hier auf den Versuch einer Betheiligung an den Kunstleistungen des Theaters auszugehen. Es würde nicht in den Rahmen dieses vorliegenden Berichtes passen, wollte ich die (übrigens bereits anderswo seiner Zeit näher von mir angedeuteten) Umstände und Einflüsse besprechen, welche dort die bereits zu den hoffnungsvollsten Ergebnissen geleiteten Vorbereitungen zu einer ersten Aufführung von „Tristan und Isolde“ schließlich unnütz machten, und die Erscheinung meines Werkes verhinderten. Als charakteristisch muß ich es jedoch erwähnen, daß es meinen Bemühungen darum nicht gelang, einige Theaterproben zu meiner Verfügung zu erhalten, um verschiedene bedeutende Misverständnisse und daraus entstandene Fehler in der, sonst vieles Vorzügliche darbietenden Aufführung des „Lohengrin“ zu berichtigen. Als ich der Direktion mich endlich dazu erbot, mit besonderer Berücksichtigung der Kräfte und des Personalbestandes des Theaters ein neues Werk eigens für Wien zu schreiben, ward mir der wohlerwogene, schriftliche Bescheid zugetheilt, daß man für jetzt den Namen „Wagner“ genügend berücksichtigt zu haben glaube, und es für gut finde, auch einen anderen Tonsetzer zu Worte kommen zu lassen. Dieser andere war Jacques Offenbach, bei dem wirklich ein besonderes für Wien zu schreibendes, neues Werk gleichzeitig bestellt wurde. Und hier, in Wien, war mir noch die humanste Behandlung zu Theil geworden: in Berlin weigerte sich der Intendant einfach mich zu empfangen, wenn ich mich bei ihm melden würde. [272] Dieses Benehmen konnte zum Theil aus der geflissentlich unterhaltenen Beschuldigung, daß ich in meinen Ansprüchen maaßlos sei, erklärt werden. Hiergegen lieferte ich nun am Frankfurter Theater, wo ich mit den allerdürftigsten Mitteln, unter den einzigen ermüdendsten Anstrengungen von meiner Seite, eine Aufführung des „Lohengrin“ zu Stande brachte, den Beweis, daß es mir hierbei nur auf Korrektheit, und demgemäß Unverstümmeltheit einer solchen Aufführung, keinesweges aber auf irgend welchen Prachtaufwand ankam. Spurlos unbeachtet blieb dieses Zeugniß. Nur das Hamburger Theater lud mich einmal ein, einer fünfzigsten Aufführung meines „Tannhäuser“ beizuwohnen, um bei dieser Gelegenheit die Ovationen in Empfang zu nehmen, welche man soeben dort Herrn Gounod für seinen „Faust“ erwiesen, und nun aus reiner Unparteilichkeit auch für mich in Bereitschaft hielt: worauf ich denn dankend erwiderte, daß ich die meinem Pariser Freunde erwiesenen Ehren von diesem auch als für mich mit empfangen ansähe.
Desde meu retorno, deparei-me aqui, por todos os lados, com a única preocupação de todos: manter-me à distância. Em particular, as administrações teatrais pareciam extremamente empenhadas em impedir qualquer contato meu com as apresentações das minhas obras. Apenas uma vez reuni coragem para solicitar permissão para influenciar a produção de uma das minhas óperas. Viena foi surpreendida pela minha visita; tive a experiência inebriante de ouvir pela primeira vez "Lohengrin". Comovido pela ópera e pela recepção verdadeiramente tocante do público, senti-me compelido a tentar participar dos esforços artísticos do teatro. Não caberia ao escopo deste relatório discutir as circunstâncias e influências (às quais, aliás, já me referi com mais detalhes em outro lugar na época) que, em última análise, tornaram ineficazes os preparativos para a estreia de "Tristão e Isolda" — preparativos que já haviam apresentado resultados muito promissores — e impediram a publicação da minha obra. No entanto, devo mencionar, como ponto característico, que meus esforços para obter acesso a alguns ensaios teatrais a fim de corrigir vários mal-entendidos significativos e erros resultantes na excelente apresentação de "Lohengrin" foram infrutíferos. Quando finalmente ofereci à direção a possibilidade de escrever uma nova obra especificamente para Viena, levando em consideração os recursos e o pessoal do teatro, recebi a ponderada resposta por escrito de que acreditavam já ter considerado suficientemente o nome "Wagner" por ora e que consideravam apropriado dar voz também a outro compositor. Esse outro compositor era Jacques Offenbach, a quem foi de fato encomendada uma nova obra especificamente para Viena. E aqui em Viena, recebi o tratamento mais humano: em Berlim, o diretor simplesmente se recusou a me receber, caso eu fosse prestar contas a ele. [272] Esse comportamento poderia ser parcialmente explicado pela acusação, mantida deliberadamente, de que eu estava sendo excessivo em minhas exigências. Em contrapartida, apresentei provas no Teatro de Frankfurt, onde, com recursos mínimos e graças ao meu árduo esforço, consegui encenar uma apresentação de "Lohengrin", demonstrando que minha única preocupação era a correção e, consequentemente, a integridade da peça, e de forma alguma qualquer ostentação. Esse testemunho passou completamente despercebido. Apenas o Teatro de Hamburgo me convidou uma vez para assistir à quinquagésima apresentação de "Tannhäuser", para que, nessa ocasião, eu pudesse receber as ovação que haviam sido concedidas ao Sr. Gounod por seu "Fausto" e que, por pura imparcialidade, também reservavam para mim. A isso, respondi com gratidão que considerava as honras concedidas ao meu amigo parisiense como sendo também merecidas por ele.
So war ich denn einmal wieder, mitten in der wohlgegliedertsten Ordnung der Dinge, auf das Chaos angewiesen, und in diesem Sinne entschloß ich mich zu der vollständigen Veröffentlichung meiner Dichtung vom „Ring des Nibelungen“, theils in der bereits oben erwähnten Absicht, derselben zunächst eine litterarische Beachtung zuzuwenden, theils aber auch, um dieser gewünschten Beachtung die einzig mir dienliche Richtung auf das Moment der wirklichen Aufführung meines Werkes zu geben; weßhalb ich eben hierüber mich genauer vernehmen ließ, und zwar in einem Vorworte, welches ich zur Ergänzung dieses gegenwärtigen Berichtes schließlich hier mittheile.
Assim, mais uma vez, em meio à mais organizada das coisas, me vi dependente do caos, e nesse sentido resolvi publicar meu poema "O Anel do Nibelungo" na íntegra, em parte com a intenção já mencionada de primeiro lhe dar atenção literária, mas também em parte para direcionar essa atenção desejada para o único caminho que melhor me serviria: o momento da própria execução da minha obra; razão pela qual me manifestei sobre isso com mais detalhes, ou seja, em um prefácio que finalmente compartilho aqui para complementar este relato.
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