Wagner, Richard: Ein Rückblick auf die Bühnenfestspiele des Jahres 1876,
Wagner, Richard: Ein Rückblick auf die Bühnenfestspiele des Jahres 1876, in: Bayreuther Blätter 1 (1878), 12. Stück (Dez.), S. 341–351.
Wagner, Richard: Ein Rückblick auf die Bühnenfestspiele des Jahres 1876, in: Gesammelte Schriften und Dichtungen, Bd. 10, Leipzig: E. W. Fritzsch, 1883, S. 139–156.
Wohl irre ich nicht, wenn ich annehme, dass den Freunden meines mit den Bayreuther Bühnenfestspielen kundgegebenen Gedankens eine nähere Mittheilung meiner persönlichen Ansicht über den Ausfall der nun vor zwei Jahren wirklich stattgefundenen ersten Aufführungen nicht unwillkommen sein dürfte. Bereits hatte ich zwar schon in der nächsten Zeit nach diesen Aufführungen zu einigen Ansprachen an die bisherigen Patrone derselben Veranlassung, als ich sie zur wirklichen Durchführung des von ihnen so weit geförderten Unternehmens durch Deckung des schliesslich sich herausstellenden Defizits aufforderte. Was ich bei solcher unerfreulichen Angelegenheit nur kurz aussprechen konnte, nämlich meine Ansicht über das Gelingen jener Aufführungen selbst, drängt es mich jetzt aber mit etwas näherem Eingehen mitzutheilen, wobei ich vor der nöthigen Einmischung von Betrachtungen des äusserlichen Misserfolges meiner Bemühungen in das mir so wohlthuende Gedenken der tief begründeten künstlerischen Genugthuung, welche ich mir gewinnen durfte, nicht zurückzuschrecken gedenke.
|Wenn ich mich ernstlich frage, Wer mir dieses ermöglicht hat, dass dort auf dem Hügel bei Bayreuth ein vollständig ausgeführtes grosses Theatergebäude, ganz nach meinen Angaben, von mir errichtet steht, welches nachzuahmen der ganzen modernen Theaterwelt unmöglich bleiben muss, sowie dass in diesem Theater die besten musikalisch-dramatischen Kräfte sich um mich vereinigten, um einer unerhört neuen, schwierigen und anstrengenden künstlerischen Aufgabe freiwillig sich zu unterziehen, und sie zu ihrem eigenen Erstaunen glücklich zu lösen, so kann ich in erster Linie mir nur diese verwirklichenden Künstler selbst vorführen, deren von vornherein kundgegebene Bereitwilligkeit zur Mitwirkung in Wahrheit erst den ausserhalb stehenden ungemein wenigen Freunden meines Gedankens es ermöglichte, für die Zusammenbringung der nöthigen materiellen Mittel sich zu bemühen.
Ich gedenke hierbei jenes Tages der Grundsteinlegung des Bühnenfestspielhauses im Jahre 1872; die ersten Sänger der Berliner Oper hatten sich bereitwillig eingefunden, um die wenigen Sologesangstellen der Chöre der „neunten“ Symphonie zu übernehmen; die vortrefflichsten Gesangvereine verschiedener Städte, die vorzüglichsten Instrumentisten unserer grössten Orchester, waren meiner einfachen freundschaftlichen Aufforderung zur Mitwirkung an der Ausführung jenes Werkes, welchem ich die Bedeutung des Grundsteines meines eigenen künstlerischen Gebäudes beigelegt wünschte, eifrigst gefolgt. Wer die Weihestunden dieses Tages miterlebte, musste hiervon die Empfindung gewinnen, als sei die Ausführung meines weiteren Unternehmens zu einer gemeinsamen Angelegenheit vielverzweigter künstlerischer und nationaler Interessen geworden. Im Betreff des künstlerischen Interesses hatte ich mich nicht geirrt: dieses ist mir bis zum letzten Augenblicke treu und meinem Unternehmen innig verwoben geblieben. Sehr gewiss hatte ich mich aber in der Annahme, auch ein nationales Interesse geweckt zu haben, getäuscht. Und dieses ist nun der Punkt, von welchem meine weiteren Betrachtungen bei diesem Rückblicke auszugehen haben, wobei es weder zu Klagen noch zu Verklagungen, sondern lediglich zur Bestätigung einer Erfahrung und der Erkenntniss des Charakters dieser Erfahrung kommen soll.
Wie glänzend der äussere Hergang bei den endlich ausgeführten Bühnenfestspielen in jenen sonnigen Sommertagen des Jahres 1876 sich ausnahm, durfte nach allen Seiten hin ungemeines Aufsehen erwecken. Es erschien sehr wahrhaftig, dass so noch nie ein Künstler geehrt worden sei; denn hatte man erlebt, dass ein solcher zu Kaiser und Fürsten berufen worden war, so konnte Niemand sich erinnern, dass je Kaiser und Fürsten zu ihm gekommen seien. Dabei mochte doch auch wiederum Jeder annehmen, dass, was den Gedanken meines Unternehmens mir eingegeben, nichts Anderes als Ehrgeiz gewesen sein könne, da meinem rein künstlerischen Bedürfnisse es doch gewiss genügt haben müsste, meine Werke überall aufgeführt und mit stets andauerndem Beifall aufgenommen zu sehen. Gewiss schien es etwas ganz ausserhalb der |Sphäre des Künstlers Liegendes gewesen zu sein, was mich angetrieben haben mochte, und wirklich fand ich die Annahme dieses einen Etwas in der zumeist von meinen hohen Gästen mir bezeugten Anerkennung meines Muthes und meiner Ausdauer ausgesprochen, mit welcher ich eine Unternehmung zum Ziele geführt hätte, an deren Zustandekommen Niemand, und die hohen Häupter selbst am wenigsten, geglaubt hätten. Es musste mir deutlich werden, dass mehr die Verwunderung über dieses wirkliche Zustandekommen die Theilnahme der höchsten Regionen mir zugewendet hatte, als die eigentliche Beachtung des Gedankens, der das Unternehmen mir eingab. Somit konnte es auch in der Gesinnung meiner hohen Gönner mit der so ungemein beneidenswerth mich hinstellenden Bezeugung jener Anerkennung für vollkommen abgethan gelten. Hierüber mich zu täuschen durfte nach der Begrüssung meiner hohen Gäste mir nicht beikommen, und es konnte mir nur das Erstaunen darüber verbleiben, dass meinen Bühnenfestspielen überhaupt eine so hoch ehrende Beachtung widerfahren war.
Auch diess durfte mir nicht unerklärlich bleiben, sobald ich auf die Hauptkraft zurückging, deren rastloser Thätigkeit ich das materielle Zustandekommen meines Unternehmens einzig verdankte. Diese war die meinem künstlerischen Ideale mit innigstem Ernste zugewandte edle Frau, deren Namen ich zuletzt öffentlich meinen Freunden nannte, als ich ihr meine Schrift über das „Bühnenfestspielhaus zu Bayreuth“ widmete. Unumwunden bekenne ich, dass ohne die jahrelang mit stets erneuerter Energie durchgeführte Werbung dieser, gesellschaftlich so bedeutend gestellten, in allen Kreisen hochgeehrten Frau, an eine Aufbringung der Mittel zur Bestreitung der nöthigsten Kosten der Unternehmung, an eine Förderung derselben nicht zu denken gewesen wäre. Unermüdet wie unverwundbar setzte sie sich dem Belächeln ihres Eifers, ja selbst der offenen Verspottung von Seiten unserer so schön gebildeten Publizistik aus; glaubte man nicht an das Wahnbild ihrer Begeisterung, so war doch der Begeisterung selbst nicht zu widerstehen; man brachte Opfer, um die verehrte Frau zu verbinden. Musste mich die Wahrnehmung hiervon tief rühren, so konnte es mich doch auch nur beschämen, einen endlichen Erfolg weniger dem Glauben an mein Werk oder einer wirklichen Bewegung im Geistesleben der für wiedererweckt gehaltenen Nation, als vielmehr der Unwiderstehlichkeit der Werbungen einer hochgestellten Gönnerin verdanken zu sollen. War es vordem mein Lieblingsgedanke gewesen, meine Bühnenfestspiele von einem deutschen Fürsten der Nation als ein königliches Geschenk vorgeführt zu sehen, und hatte ich in meinem erhabenen Beschützer und königlichen Wohlthäter den zur Ausführung dieses Gedankens berufenen Fürsten gefunden, so hatte damals das blosse Verlauten hiervon einen solchen Sturm des Widerwillens allseitig heraufgezogen, dass es mir zur Pflicht gemacht war, durch freiwilliges Zurücktreten von jedem Versuche zur Ausführung jenes Gedankens wenigstens von einem fürstlichen Haupte die schmachvollsten Kränkungen ferne zu halten. |Jetzt glaubte ich dagegen meinen Stolz darein setzen zu müssen, dass ich den etwa wiedererwachten deutschen Geist, in den Sphären, denen die Pflege dieses Geistes als Ehrenpunkt obliegen zu müssen schien, für die Durchführung meines Werkes anriefe. Ich versäumte nicht, mich um die Theilnahme des deutschen Reichskanzlers zu bemühen.
Certamente não me engano ao supor que os apoiadores da minha ideia, expressa através do Festival de Bayreuth, não se oporiam a um relato mais detalhado da minha opinião pessoal sobre o cancelamento das primeiras apresentações, que de fato ocorreram há dois anos. Aliás, no período imediatamente posterior a essas apresentações, tive a oportunidade de me dirigir aos mecenas do festival, instando-os a garantir a conclusão bem-sucedida do projeto que tão generosamente apoiaram, cobrindo o eventual déficit. Aquilo que só pude expressar brevemente em tal situação infeliz — ou seja, minha opinião sobre o sucesso das próprias apresentações — sinto-me agora compelido a elaborar com mais detalhes. Não pretendo me furtar à necessária inclusão de reflexões sobre o fracasso externo dos meus esforços na profunda satisfação artística que deles pude extrair.
A seguir, abordarei a profunda satisfação artística que tão generosamente aprecio. Se eu me perguntar seriamente quem tornou possível a construção de um grande teatro, totalmente realizado e erguido inteiramente de acordo com as minhas especificações, na colina perto de Bayreuth — um edifício que todo o mundo do teatro moderno achará impossível de imitar — e quem permitiu que as melhores forças musicais e dramáticas se unissem ao meu redor neste teatro, assumindo voluntariamente uma tarefa artística inédita, difícil e exigente, e, para sua própria surpresa, a concluindo com sucesso, então posso apontar principalmente para esses artistas que realizaram o projeto, cuja disposição expressa em participar desde o início permitiu que os raríssimos apoiadores externos da minha ideia se esforçassem para angariar os recursos materiais necessários.
Recordo aqui o dia do lançamento da pedra fundamental do Teatro do Festival de Bayreuth, em 1872; os principais cantores da Ópera de Berlim prontamente se apresentaram para interpretar as poucas partes solo dos coros na "Nona" Sinfonia; As mais distintas sociedades corais de diversas cidades, os mais destacados instrumentistas de nossas maiores orquestras, responderam com entusiasmo ao meu simples e amigável convite para participar da execução daquela obra, à qual eu desejava atribuir o significado de pedra angular da minha própria construção artística. Qualquer pessoa que tenha testemunhado as horas solenes daquele dia deve ter tido a impressão de que a execução do meu novo empreendimento se tornara um esforço conjunto de interesses artísticos e nacionais multifacetados. Quanto ao interesse artístico, eu não estava enganado: isso permaneceu verdadeiro para mim até o último momento e esteve intimamente ligado ao meu empreendimento. No entanto, eu certamente estava enganado ao presumir que também havia despertado um interesse nacional. E é a partir deste ponto que minhas reflexões nesta retrospectiva devem prosseguir, não levando a queixas ou acusações, mas simplesmente à confirmação de uma experiência e à compreensão da natureza dessa experiência.
A esplêndida aparência externa do festival de palco finalmente realizado naqueles ensolarados dias de verão de 1876 certamente despertaria uma enorme sensação em todos os lados. Parecia genuíno que nenhum artista jamais tivesse sido homenageado de tal maneira; pois, embora se tivesse visto um artista como ele ser convocado pelo imperador e príncipes, ninguém se lembrava de imperadores e príncipes terem vindo até ele. Contudo, também se poderia supor que o que inspirou meu empreendimento não fosse nada além de ambição, já que minhas necessidades puramente artísticas certamente seriam satisfeitas ao ver minhas obras apresentadas em todos os lugares e recebidas com aplausos constantes. Certamente, parecia que algo completamente alheio à esfera artística devia me impulsionar, e de fato, encontrei a confirmação disso no reconhecimento, atestado principalmente por meus ilustres convidados, da minha coragem e perseverança com que levei a bom termo um empreendimento cujo sucesso ninguém, muito menos os próprios altos funcionários, acreditava ser possível. Deve ter ficado claro para mim que foi mais o espanto com essa conquista concreta que atraiu a participação das mais altas autoridades do que qualquer consideração real pela ideia que inspirou o empreendimento. Assim, na mente dos meus ilustres mecenas, a expressão desse reconhecimento, que me fazia parecer tão imensamente invejável, podia ser considerada totalmente resolvida. Depois de cumprimentar meus ilustres convidados, não pude me deixar enganar por isso, e tudo o que me restou foi o espanto de que meu festival teatral tivesse recebido tamanha atenção honrosa.
Deve ter ficado claro para mim que a participação das mais altas autoridades se devia a algo mais do que espanto com essa conquista. Isso também não poderia permanecer inexplicável assim que retornei à força principal a cuja atividade incansável eu devia a concretização material do meu empreendimento por completo. Tratava-se da nobre senhora dedicada aos meus ideais artísticos com a maior sinceridade, cujo nome mencionei publicamente pela última vez aos meus amigos quando lhe dediquei meu tratado sobre o "Teatro do Festival de Bayreuth". Confesso, sem sombra de dúvida, que sem os anos de incansável e sempre renovada defesa dessa mulher socialmente proeminente e altamente estimada em todos os círculos, angariar fundos para cobrir os custos mais necessários do projeto, ou mesmo promovê-lo, teria sido impensável. Incansável e aparentemente invulnerável, ela suportou o ridículo de seu zelo, e até mesmo o escárnio aberto, por parte de nossa imprensa supostamente sofisticada; se alguém não acreditasse na imagem ilusória de seu entusiasmo, o próprio entusiasmo era irresistível; sacrifícios foram feitos para manter a venerada mulher unida. Embora essa constatação me tenha comovido profundamente, também me envergonhou perceber que meu sucesso final se deveu menos à fé em meu trabalho ou a um movimento genuíno na vida intelectual da nação que eu acreditava ter revitalizado, do que aos irresistíveis apelos de uma mecenas de alto escalão. Se antes eu acalentava o sonho de ver meu festival de teatro apresentado à nação por um príncipe alemão como um presente real, e havia encontrado em meu exaltado protetor e benfeitor real o príncipe destinado a realizar essa ideia, a mera menção dela, naquela época, suscitava tamanha aversão de todos os lados que me senti obrigado a desistir voluntariamente de qualquer tentativa de implementá-la, ao menos para evitar os insultos mais humilhantes de um chefe principesco. Agora, porém, sentia-me compelido a afirmar meu orgulho, apelando ao espírito alemão reavivado, nas esferas onde o cultivo desse espírito parecia ser uma questão de honra, para levar adiante meu trabalho. Não deixei de buscar a participação do Chanceler alemão.
Nutrir ilusões grandiosas não é incomum no caráter alemão. Se o Dr. Busch tivesse considerado apropriado publicar as Conversas à Mesa de Versalhes do nosso reformador do Reich naquela época, eu certamente não teria me iludido nem por um instante com a ideia de que poderia despertar interesse pelas minhas ideias naqueles círculos. Depois que um artigo meu sobre "Arte Alemã e Política Alemã" não encontrou atenção, continuei meus esforços, sem me deixar abater, com uma carta muito sincera solicitando que pelo menos as duas últimas páginas do meu panfleto sobre o "Teatro do Festival de Bayreuth" fossem consideradas dignas de leitura. A ausência de resposta me levou a crer que minha pretensão de atenção nos mais altos escalões do governo parecia ser considerada presunçosa, o que, como também percebi, mantinha um consenso com a imprensa tradicional que nunca se perdia de vista por lá. Por outro lado, minha incansável mecenas havia conseguido despertar e manter um interesse benevolente do venerável chefe do nosso império. Em um momento de considerável estagnação do projeto, fui levado a abordar respeitosamente o próprio Imperador em busca de auxílio substancial. Contudo, só tomei essa decisão após ser informado de que um determinado fundo para a promoção dos interesses nacionais havia sido alocado ao chefe do império, cujo uso ele deveria dispor inteiramente a seu critério pessoal. Asseguraram-me que o Imperador havia aprovado imediatamente meu pedido e o recomendado à Chancelaria Imperial; entretanto, o assunto foi arquivado após um parecer contrário do então Presidente daquele órgão. Disseram-me então que o próprio Chanceler Imperial nada sabia disso. A questão estava inteiramente nas mãos do Sr. Delbrück: que ele aconselhasse o Imperador contra a proposta não era surpreendente, pois ele não passava de um financista e não se preocupava com mais nada. Por outro lado, dizia-se que o Ministro da Cultura, Sr. Falk, a quem eu considerava um representante da minha ideia, não passava de um advogado e não entendia de mais nada. Da Chancelaria Imperial, fui aconselhado a apelar ao Reichstag; a essa imposição, porém, respondi que pretendia apelar à clemência do Imperador e à compreensão do Chanceler, não às opiniões dos deputados do Reichstag. Quando o déficit precisou ser sanado posteriormente, voltou-se a falar em levar o assunto ao Reichstag, e a moção seria atribuída ao Partido Progressista, que provavelmente seria derrotado ali. Logo me cansei tanto do Reich quanto do púlpito.
Muito mais gratificantes, porém, foram os esforços de amigos sinceros da minha empreitada, que fundaram associações para a arrecadação de contribuições em diversas cidades, tanto na Alemanha quanto no exterior. Eu teria considerado essas associações o único apoio moral genuíno que poderia encontrar, não fosse um inevitável obstáculo. Os custos do empreendimento, particularmente devido à necessidade urgente de realizar um projeto de construção substancial, eram consideráveis demais para serem arcados pelos amigos menos abastados da minha arte; tive que cobrar um preço excepcionalmente alto por uma participação no mecenato. Isso seria financiado pela arrecadação de pequenas contribuições para a compra de participações, que seriam então distribuídas entre os membros das associações por meio de sorteio. Se o objetivo principal dos colecionadores era recrutar o maior número possível de membros contribuintes, era inevitável que surgissem alguns completamente desinteressados no empreendimento, atraídos apenas pela perspectiva de ganhar um bilhete, que poderia então ser revendido com lucro. As consequências prejudiciais disso tornaram-se mais evidentes: os ingressos para as apresentações do festival foram anunciados e vendidos publicamente da mesma forma que seriam para apresentações de ópera em uma grande cidade. Em grande medida, estávamos novamente lidando com um público de ópera de verdade, incluindo críticos e todos os outros suspeitos de sempre, contra os quais todas as nossas precauções, como os artistas e o autor se absterem da ovação costumeira, se mostraram inúteis. Fomos mais uma vez criticados e massacrados, como se tivéssemos nos apresentado por dinheiro. Quando finalmente pensei que poderia recorrer aos meus mecenas para cobrir o déficit do empreendimento que eu de fato lhes havia confiado, descobri que meu projeto, na verdade, não tinha mecenas, apenas espectadores em assentos caríssimos. Além de um benfeitor rico e distinto na Silésia austríaca, que cumpriu uma obrigação substancial que havia assumido com seu mecenato, foram novamente apenas os poucos amigos pessoalmente dedicados a mim, mas agora exaustos, que atenderam ao meu apelo. Como poderia isso ser esperado de outra forma, visto que o apoio mais substancial só havia sido obtido por meio da incansável pressão da minha única protetora junto ao Sultão e ao Quedif do Egito? Por fim, eu teria sucumbido completamente às obrigações que agora pesavam sobre mim, em vez dos meus protetores, não fosse aquela ajuda que mais uma vez me apareceu — a ajuda cuja ausência eu tão orgulhosamente esperava evitar no início desta empreitada, mas sem cuja intervenção enérgica grande parte dos preparativos sequer teria começado, e que agora, lembrando-se das antigas e indignas tempestades, desejava me conceder sua bênção, sem nome.
Este foi o "Festival de Palco de 1876". Poderiam eles esperar que eu o repetisse?
Infelizmente, tive que explicar primeiro e sem reservas os aspectos externos do projeto concluído aqui discutido: pois é somente à natureza dessas circunstâncias externas, pelo menos em grande medida, que se pode atribuir o que, por sua vez, não alcançou o sucesso completo na execução artística.
“Eu não acreditava que você conseguiria”, disse-me o Imperador. Mas quem não compartilhava dessa descrença? Foi ele quem, em última análise, trouxe à luz tantos aspectos inacabados, já que, na verdade, apenas os artistas que, em última instância, executaram minha obra com a máxima devoção mantiveram sua crença, porque foram inspirados pela verdadeira intenção. Mas, além desses artistas diretamente envolvidos, eu tinha um homem ao meu lado desde o início, sem cuja disposição o próprio começo não teria sido possível. Em primeiro lugar, tratava-se de construir um teatro, para o qual os planos de Semper, previamente elaborados para Munique, só poderiam ser utilizados na medida em que continham minhas especificações; em seguida, esse teatro deveria ter um cenário da mais alta eficiência para a execução dos eventos cênicos mais complexos; finalmente, o próprio cenário deveria ser executado com decorações de intenção verdadeiramente artística, para que, desta vez, não encontrássemos mais o kitsch habitual da ópera e do balé. Minhas negociações sobre tudo isso com Karl Brandt em Darmstadt, a quem minha atenção havia sido atraída por um evento característico que eu observara anteriormente, levaram, após um acordo sincero sobre os detalhes de todo o projeto, a uma conclusão rápida sobre a assunção de todas as responsabilidades do referido empreendimento por este homem, tão enérgico quanto perspicaz e inventivo, e que a partir de então se tornou meu principal apoio na execução de todo o meu plano. Ele conseguiu me indicar o excelente arquiteto Otto Brückwald em Leipzig, com quem discutiu as peculiaridades do Teatro do Festival com tanta precisão e sucesso que este edifício, como o único testemunho sobrevivente da viabilidade do meu empreendimento, merece o apreço e a admiração de todos os especialistas. – Foi necessário muito cuidado na seleção do pintor decorativo até encontrarmos o brilhante Professor Joseph Hoffmann em Viena, que por sua vez encontrou o brilhante desenhista dos esboços, segundo os quais os ambiciosos irmãos Brückner em Coburg, que haviam entrado recentemente no campo da prática avançada, finalmente executaram as decorações para o Anel do Nibelungo para o nosso teatro de festivais. Embora o edifício do nosso teatro tenha escapado até agora a qualquer crítica de especialistas, certos aspectos dos elementos cênicos e decorativos do nosso festival atraíram críticas, particularmente de ignorantes que se acham donos da verdade. Ninguém conhecia melhor do que nós as fragilidades específicas desses aspectos; mas também conhecíamos suas origens. Se todo o Reich Alemão, com seus mais altos líderes, não acreditou na realização do projeto até o último momento, não foi surpresa que essa descrença também tenha afetado alguns dos envolvidos em sua execução, já que cada um deles também sofreu com as dificuldades materiais causadas pela insuficiência de verbas disponibilizadas, que, como um verme roedor, constantemente dificultavam o andamento da obra. Apesar dos esforços verdadeiramente heroicos de nossa diretoria, cujo trabalho altruísta não pode ser suficientemente elogiado, o progresso estagnou até mesmo na construção interna do teatro. Isso acabou levando a um peculiar mal-entendido, pelo qual até meus amigos mais próximos me acusaram de exageros excêntricos. A instalação da iluminação a gás do auditório só estava suficientemente concluída ao meio-dia da primeira apresentação de Das Rheingold para permitir alguma iluminação, embora o ajuste preciso dos vários queimadores ainda não tivesse sido possível. O resultado foi que o grau correto de escurecimento não pôde ser medido e mantido e, contrariando nossos desejos, a escuridão total tomou conta do auditório, onde pretendíamos apenas um escurecimento significativo da luz. Esse problema só pôde ser corrigido em apresentações posteriores de todo o festival: todos os relatos, no entanto, referiam-se a essa primeira apresentação, e ninguém posteriormente se lembrou de nos defender, com base nas experiências da segunda e terceira apresentações, contra as acusações de intenções absurdas, que o julgamento injusto dos primeiros dias nos havia trazido. Tivemos um desempenho igualmente ruim com a construção do dragão; O trabalho foi simplesmente considerado um desastre, pois ninguém se preocupou em considerar que, por necessidade, tínhamos que nos virar com uma geringonça inacabada. No entanto, como os mecânicos alemães não tinham experiência suficiente nessa área, recorremos a um fabricante inglês altamente experiente em figuras articuladas de animais e gigantes, pagando-lhe uma quantia considerável. Por sua vez, sofremos as consequências dos atrasos na entrega das peças individuais de seu trabalho, presumivelmente decorrentes da falta geral de confiança na conclusão das apresentações dentro do prazo. Como resultado, no último minuto, tivemos que decidir apresentar nossa monstruosidade sem o pescoço, que permanece desaparecido em uma das estações entre Londres e Bayreuth, com a cabeça firmemente presa ao seu enorme torso, portanto, reconhecidamente em um estado bastante desfigurado. Além desse e de outros infortúnios semelhantes, ninguém tinha mais do que nós mesmos para reclamar das deficiências na construção do cenário. A tília do segundo ato, agora adornada com folhas que se movem de forma tão constrangedoramente vívida nos teatros que recentemente se propuseram a árdua tarefa de encenar "Siegfried", teve de ser recriada às pressas aqui no local — sempre pelo mesmo motivo de atraso. Da mesma forma, a cena final de "Götterdämmerung" não teve sua cenografia de fundo testada e aprovada para todas as apresentações.
Por outro lado, parece que apenas alguns espectadores ficaram tão impressionados com a qualidade geral da cenografia, insuperável em qualquer outro lugar, cujas inúmeras variações apresentamos incansavelmente ao longo de quatro dias consecutivos, que essas pequenas falhas passaram despercebidas. Em nome desses poucos, gostaria de expressar mais uma vez meus sinceros agradecimentos aos estimados colaboradores do meu trabalho e, sobretudo, ao meu amigo Karl Brandt, que quase foi esmagado pelas preocupações e pelo trabalho árduo daqueles dias, mas que, com energia incrível, levou adiante, com glória, o que havia sido iniciado.
E minha gratidão será sempre expressa com ainda mais calor e emoção quando me lembrar, mais uma vez hoje, dos únicos responsáveis pelo meu trabalho: os atores e os músicos que os apoiaram de forma tão gloriosa em um ambiente ideal.
Certamente, nenhuma associação artística jamais teve um espírito tão verdadeiramente dedicado à tarefa como um todo e tão devotado à sua solução com tamanha devoção como a que se evidenciou aqui. Embora grande parte do público nas primeiras apresentações demonstrasse uma certa alegria com o sofrimento alheio, somente a alegria do sucesso poderia nos recompensar pelas ansiedades e preocupações que ocasionalmente surgiam diante da nossa esperança de um êxito completo. Apesar de esses sentimentos nos inspirarem a todos, gostaria de mencionar Albert Niemann nominalmente, ainda que apenas para a alegria de seus colegas, como a verdadeira força motriz por trás do entusiasmo da nossa associação. Todos teriam ficado paralisados se sua participação tivesse sido questionada. Pronto para assumir qualquer papel, ele sugeriu que eu interpretasse Siegfried em Götterdämmerung, além de Siegmund em "Die Walküre", enquanto o cantor menos experiente encarregado desse papel seria o único responsável pelo jovem Siegfried da parte anterior. Minha preferência por um certo realismo dramático me levou a temer a quebra da ilusão se o mesmo herói fosse confiado a dois intérpretes diferentes em duas noites consecutivas; recusei com gratidão a oferta de Niemann, uma decisão da qual me arrependi sinceramente, pois, além da diferença prevista na própria capacidade artística, o cantor de Siegfried, após o grande esforço do dia anterior, não seria mais capaz de dedicar a energia necessária à sua interpretação do herói da tragédia final. Assim, de modo geral, tivemos grandes dificuldades para superar na escolha do elenco para os muitos papéis importantes de toda a obra. Tive que abrir mão dos serviços de alguns cantores excelentes porque acreditava que só poderia usar figuras altas e poderosas para meus deuses, gigantes e heróis. Portanto, foi uma questão de sorte quando foi possível atender plenamente aos requisitos também nesse aspecto. Para surpresa de todos, as representações dos dois Nibelungos foram bem-sucedidas nesse sentido, com "Mime" em particular desfrutando de imensa popularidade. Enquanto isso, continuo surpreso até hoje que a atuação de Karl Hill como "Alberich" não tenha recebido o reconhecimento que merecia. Esta última experiência teve de confirmar a minha opinião sobre o julgamento habitual do nosso público, na medida em que este — na melhor das hipóteses por agora — depende cada vez mais de impressões éticas do que artísticas: o facto de Hill ter cumprido tão completamente a tarefa que lhe tinha recomendado com urgência, ou seja, evitar qualquer tom natural, sentimental e confortável, demonstrando sempre apenas pressa, ganância, ódio e raiva, mesmo quando, como um fantasma quase invisível, lhe é permitido apenas sussurrar — o facto de este artista extraordinariamente talentoso nos ter oferecido, com isso, uma interpretação tão característica e de tão alta mestria, que não se encontra em mais nenhum lugar no campo do teatro, foi ignorado em comparação com a impressão desagradável que o demónio maligno, por exemplo, causa no público ao contar um conto de fadas infantil. Por minha parte, confesso que considero o diálogo fantasmagórico e onírico entre Alberich e Hagen no início do segundo ato de "Götterdämmerung" uma das partes mais bem-sucedidas de toda a nossa produção. Considero também uma extraordinária sorte que, no último minuto, após a desistência do cantor originalmente escolhido para o papel, eu tenha conseguido contratar um intérprete tão excepcional quanto o excelente baixo Gustav Siehr, de Wiesbaden, para o papel de Hagen. Este artista, de quem eu nunca tinha ouvido falar, me lembrou mais uma vez dos extraordinários talentos que existem entre nós, alemães, e de como esses talentos podem ser facilmente conduzidos a performances magistrais, desde que sejam devidamente dirigidos. Siehr aprendeu o papel extraordinariamente difícil de Hagen em apenas duas semanas e absorveu o personagem de forma tão completa em voz, fala, gestos, movimentos e cada passo que elevou sua interpretação a uma obra-prima.
| Mas se eu quiser nomear um homem que considero, devido às suas qualidades excepcionais, um tipo muito especial daquilo que o alemão, por sua própria natureza, é capaz de alcançar no âmbito da arte mais ideal, através da diligência e do mais delicado senso de honra encontrado apenas nele, então nomeio o intérprete do meu Wotan, Franz Betz. Quem, mais do que eu, temia a possibilidade de apresentar a cena enormemente elaborada, quase inteiramente monológica, de Wotan no segundo ato de "A Valquíria" em sua totalidade para uma plateia de teatro? Duvido que o maior ator do mundo se aproximaria de uma mera recitação dessa cena sem uma justificada apreensão; e embora eu tenha tido o privilégio de experimentar aqui o poder revigorante da música, que traz o passado à vida de forma vívida, a tarefa quase assustadora residia precisamente na imensa dificuldade de dominar completamente essa nova aplicação do elemento musical. Betz resolveu essa tarefa com tamanha maestria que considero sua conquista a coisa mais extraordinária já vista no âmbito do drama musical. Imagine um cantor italiano ou francês diante desse desafio, e como rapidamente o teriam descartado como insuperável. Aqui, nada menos que tudo teve que ser redescoberto e profundamente ensaiado em termos de performance, domínio da voz, timbre e, por consequência, da própria linguagem. Anos de preparação rigorosa permitiram ao meu cantor alcançar a maestria em um estilo que ele próprio teve que inventar através do próprio ato de resolver sua tarefa. Quem assistiu às cenas noturnas do "Viajante" no segundo e terceiro atos de "Siegfried" sem ser profundamente abalado por algo apenas suspeitado, mas agora terrivelmente concretizado, provavelmente só poderá ser ajudado pelo "Cavaleiro Bertram" em "Robert, o Diabo": ele não deveria ter vindo até nós, e certamente ninguém o convidou para Bayreuth.
Os mestres pedreiros do nosso teatro pediram-me que compusesse uma inscrição para uma grande placa comemorativa de mármore preto, que pretendiam oferecer-me como presente para adornar a entrada do teatro. Escolhi o formato de um programa de teatro comum, listando as datas das primeiras apresentações do festival, os títulos das peças e os nomes dos artistas. Seguindo a convenção desses cartazes teatrais, também mencionei os construtores e gestores do restante da estrutura de produção, o maestro da orquestra, o meu inestimável, experiente e sempre presente Hans Richter. Contudo, não encontrei mais espaço na placa para listar, como gostaria, cada um dos inúmeros colaboradores envolvidos no projeto, como os excelentes cantores do "Mannen" (o coro masculino) e, certamente, os músicos excepcionais da orquestra que tornaram tudo isso possível. Aqueles que, infelizmente, permaneceram sem nome sentiram-se profundamente ofendidos com isso: nenhuma explicação racional conseguiu aplacar a sua raiva. Para apaziguar a tempestade, tive que mandar cobrir a provocativa placa comemorativa durante todo o festival. – Agora, quase temendo, enquanto escrevo esta retrospectiva sobre aqueles dias, encontrar-me na mesma situação de antes se não mencionar cada um dos artistas tão queridos para mim pelo nome e expressar minha gratidão. No entanto, confio que a impressão e a memória de nossa última despedida no palco, aberto diante do público ao final da apresentação, permaneceram tão vívidas para cada um deles quanto para mim; e da mesma forma, despeço-me deles novamente, desta vez em memória. Eles são os únicos que verdadeiramente incentivaram meu trabalho, assim como são os únicos que guardarei em mente para o futuro, na minha esperança ainda não totalmente extinta de um verdadeiro florescimento da nossa arte.
“Tenho certeza de que minha omissão de outras referências importantes não será interpretada pelas mulheres participantes do nosso festival como um sinal de descaso ou ingratidão; Pois elas, minhas excelentes cantoras, que — como verdadeiras Valquírias — avançaram à frente de todas em nobre luta e batalha, sempre conservaram por mim a mais profunda simpatia, a mais sincera preocupação com o sucesso e a mais íntima alegria compartilhada no triunfo. Mas agora aludirei a dois polos extremos, entre os quais, por assim dizer, tudo o que realizamos naquela época se expandiu numa tapeçaria enigmática do destino mundial. Ali, na entrada — numa correnteza tranquila, as encantadoras "Filhas do Reno": quem já viu ou ouviu algo mais gracioso? Ali, na saída, "Brünnhilde", arremessada pelo oceano de seu sofrimento: quem se lembra de ter sido mais fervorosamente comovido por uma compaixão trágica do que por ela? Aqui, tudo era impulsionado por um espírito belo e profundamente entusiasmado, e isso gerou uma obediência artística como seria difícil de encontrar novamente — nem mesmo o General Intendente de Berlim, que sentia que nos faltava apenas uma autoridade superior, sem a qual, em última análise, nada poderia ser realizado. Contudo, um olhar mais perspicaz também poderia ter notado a ausência de um elemento diferente entre nós: uma cantora muito talentosa, a quem eu havia ajudado a alcançar grande aclamação anos antes, preparando alguns dos papéis em minhas óperas, recusou-se a participar do nosso festival no Teatro da Corte de Berlim: "A gente fica tão ruim aqui", disse ela.
Uma magia maravilhosa fez com que todos se sentissem bem.
E a profunda convicção fundada em tal experiência é o meu maior ganho daqueles dias. Como preservá-la para mim e para todos nós é a questão que agora vamos considerar.
Richard Wagner
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